- Brückenschaltung
- Die Brückenschaltung beschreibt Anzahl, Ausrichtung und elektrische Verschaltung der Dehnungsmessstreifen. Sie bestimmt sowohl die Signalgröße als auch, ob Temperatur, Längskraft oder Biegung unterdrückt werden. Woher: Verdrahtungsplan der Messstelle oder Anschlussbild des Aufnehmers. Für Biegung liegen Streifen oben und unten, für Längskraft längs und quer, für Torsion unter plus/minus 45 Grad.
- k-Faktor
- Der k-Faktor ist die Empfindlichkeit des Dehnungsmessstreifens: Er sagt, wie stark sich der elektrische Widerstand ändert, wenn der Streifen gedehnt wird (ΔR/R = k·ε). Ohne ihn lässt sich aus einem elektrischen Signal keine Dehnung berechnen. Woher: Er steht auf jeder DMS-Packung bzw. im Datenblatt des Herstellers, typisch 2,0 bis 2,1 für Konstantan-Folienstreifen; die Angabe gilt für Raumtemperatur. Der Wert muss auch im Messverstärker eingestellt sein.
- Dehnung ε am aktiven DMS [µm/m]
- Die Dehnung, die ein einzelner aktiver DMS der gewählten Schaltung an seinem Ort erfährt – nicht die Summe aller Streifen. Bei Biegung ist das die Dehnung der Randfaser (oben Zug, unten gleich großer Druck), bei Längskraft die Längsdehnung, bei Torsion die Dehnung unter 45° zur Achse. Woher: aus Kraft/Moment, Geometrie und E-Modul berechnet (die Aufnehmer-Rechner dieses Clusters tun das) oder aus einer Vergleichsmessung. Der Hinweis unter den Ergebnissen erklärt für jede Schaltung, wo die Streifen sitzen.
- Querdehnungszahl ν
- Nur für Schaltungen mit quer geklebten Streifen (III und VIII) nötig: Der Querstreifen misst die ν-fache Längsdehnung mit umgekehrtem Vorzeichen, deshalb steckt ν im Brückenfaktor 1+ν bzw. 2(1+ν). Für alle anderen Schaltungen ohne Einfluss. Woher: Werkstofftabelle des Bauteilwerkstoffs (Stahl 0,3, Aluminium 0,33).
- Speisespannung U_B [V]
- Die Brückenspeisespannung ist die Gleich- oder Wechselspannung, mit der der Messverstärker die Brückenschaltung versorgt. Das Messsignal ist proportional zu ihr – deshalb wird das Signal meist als Verhältnis mV/V angegeben und die Speisespannung nur für die absolute Signalspannung gebraucht. Woher: Einstellung am Messverstärker, üblich 2,5 V, 5 V oder 10 V; die Obergrenze bestimmt die Eigenerwärmung des DMS (siehe Rechner Speisespannung).