Was kostet ein Trockengang im Wäschetrockner?
Die Kosten eines Trockengangs sind das Produkt aus dem Energiebedarf eines Trocknungszyklus und deinem Arbeitspreis: Kosten = kWh je Zyklus × Strompreis. Wie viele Kilowattstunden ein Zyklus benötigt, hängt vor allem vom Gerätetyp ab, außerdem vom gewählten Programm, von der Beladung und davon, wie viel Restwasser die Wäsche nach dem Schleudern noch enthält. Deshalb ist der Wert des eigenen Geräts aussagekräftiger als jeder Durchschnitt.
Wie viel Strom verbraucht ein Wärmepumpentrockner?
Das Umweltbundesamt nennt für moderne Wärmepumpentrockner rund 73 bis 97 kWh je 100 Trocknungszyklen, also etwa 0,73 bis 0,97 kWh pro Zyklus. Ältere Geräte ohne Wärmepumpe – Kondensationstrockner mit Widerstandsheizung und Ablufttrockner – liegen demnach bei rund 340 kWh je 100 Zyklen und damit etwa beim Drei- bis Vierfachen. Für deine Rechnung ist der Verbrauch deines eigenen Modells trotzdem aussagekräftiger als ein Durchschnittswert: Du findest ihn auf dem EU-Energielabel oder über den QR-Code des Labels in der EU-Produktdatenbank EPREL.
So liest du das neue Energielabel
Seit dem 1. Juli 2025 tragen neue Haushaltswäschetrockner das überarbeitete EU-Energielabel. Es verwendet die Skala A bis G ohne Plusklassen, und der Energieverbrauch wird nicht mehr pro Jahr, sondern je 100 Trocknungszyklen angegeben. Dieser Wert ist ein gewichteter Durchschnitt aus 76 Zyklen mit halber und 24 Zyklen mit voller Beladung. Daneben stehen unter anderem die Kapazität in Kilogramm, die Programmdauer, die Geräuschemission und die Kondensationseffizienz. Der QR-Code führt in die EU-Produktdatenbank EPREL, in der die hinterlegten Daten des konkreten Modells abrufbar sind.
Was bedeuten kWh pro 100 Zyklen?
Die Angabe je 100 Trocknungszyklen lässt sich direkt umrechnen: durch 100 teilen ergibt den Verbrauch eines einzelnen Zyklus. Aus 80 kWh je 100 Zyklen werden also 0,8 kWh pro Zyklus. Bei 35 ct/kWh kostet ein Trockengang damit 0,8 × 0,35 € = 0,28 €. Der Rechner nimmt dir diese Division ab: Du trägst den Labelwert unverändert ein.
Luftentfeuchter oder Wäschetrockner – was ist günstiger?
Ein Luftentfeuchter und ein Wäschetrockner arbeiten unterschiedlich. Der Trockner entzieht der Wäsche in der Trommel Feuchtigkeit, der Luftentfeuchter senkt die Feuchte der Raumluft, sodass die aufgehängte Wäsche schneller trocknet. Welche Methode günstiger ist, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten, sondern nur über die tatsächlich benötigte Energie: beim Trockner die Kilowattstunden je Zyklus, beim Luftentfeuchter die mittlere Leistungsaufnahme multipliziert mit der tatsächlichen Laufzeit – oder besser der gemessene Verbrauch einer vollständigen Trocknung. Je nach Gerät, Laufzeit, Raumtemperatur und Wäschemenge kann jede der beiden Methoden vorn liegen.
Trockner oder Wäscheständer?
Ein normaler Wäscheständer verbraucht selbst keinen Strom: Seine direkten Energiekosten sind null. Finanziell sinnvoll zu unterscheiden ist aber, wo getrocknet wird. Draußen oder in einem geeigneten unbeheizten Trockenraum entstehen praktisch keine direkten Energiekosten und kein zusätzlicher Feuchteeintrag in den Wohnraum. Beim Trocknen in beheizten Innenräumen verdunstet das Wasser dagegen in die Raumluft und muss durch Lüften wieder abgeführt werden. Dieser Rechner beziffert diesen Effekt bewusst nicht in Euro.
Um den Heizenergieeffekt des Trocknens im Innenraum seriös zu monetarisieren, wären Angaben nötig, die dieser Rechner nicht erhebt: Restwassermenge der Wäsche, Raum- und Außentemperatur, Innen- und Außenluftfeuchte, Gebäudehülle, Luftwechselrate, Lüftungsverhalten, Heizungsart und Wirkungsgrad, mögliche Wärmerückgewinnung sowie die Jahreszeit. Eine pauschale Eurozahl je Wäscheständerladung würde eine Genauigkeit vortäuschen, die es nicht gibt. Deshalb weist der Rechner ausschließlich die direkten Energiekosten aus und benennt den zusätzlichen Heiz- und Lüftungsbedarf als nicht monetär berücksichtigt.
Wäsche in der Wohnung trocknen und die Raumluftfeuchte
Feuchte Wäsche erhöht die Luftfeuchtigkeit im Raum. Das Umweltbundesamt nennt als Orientierung eine relative Raumluftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent und empfiehlt, ab etwa 60 Prozent verstärkt zu lüften; ein einfaches Hygrometer hilft bei der Kontrolle. Wird die Feuchte nicht ausreichend abgeführt, kann dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung begünstigen. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, beim Trocknen in der Wohnung bewusst zu lüften oder einen geeigneten Trockenraum zu nutzen.
Beheizbarer Wäscheständer – Stromverbrauch berechnen
Der Energiebedarf eines beheizbaren Wäscheständers folgt der Grundformel Energie = Leistung × Laufzeit, also kWh = kW × h. Ein Gerät mit 230 W, das sechs Stunden läuft, benötigt 0,23 kW × 6 h = 1,38 kWh. Entscheidend ist dabei nicht die Wattzahl allein: Ein Heizwäscheständer mit geringer Leistung kann sehr lange laufen und dadurch mehr Energie verbrauchen als ein stärkeres Gerät mit kurzer Laufzeit. Maßgeblich für den Methodenvergleich ist die Gesamtenergie pro vollständiger Trocknung in Kilowattstunden.
Warum Watt allein nicht reichen
Ein Gerät mit 300 W, das acht Stunden läuft, benötigt 2,4 kWh. Ein Gerät mit 1.000 W, das zwei Stunden läuft, benötigt 2,0 kWh. Das Gerät mit der höheren Wattzahl verbraucht hier also weniger Energie, weil es kürzer läuft. Deshalb reicht ein Vergleich der Leistungsaufnahme nicht aus – relevant ist das Produkt aus Leistung und Laufzeit. Beim Wäschetrockner ist ohnehin der gemessene oder gelabelte Zyklusverbrauch der bessere Ausgangspunkt, weil ein Trockner über ein Programm hinweg nicht durchgehend seine Nennleistung aufnimmt.
Wie beeinflusst Schleudern den Stromverbrauch?
Je mehr Wasser die Waschmaschine bereits mechanisch aus der Wäsche schleudert, desto weniger Wasser muss anschließend beim Trocknen verdampft oder aus der Luft entfernt werden. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass es ein Vielfaches an Energie kostet, Wasser über Wärme aus der Wäsche zu entfernen statt über das Schleudern, und nennt als Richtwert die höchstmögliche geeignete Schleuderdrehzahl der Maschine, orientierend 1.400 Umdrehungen pro Minute. Maßgeblich bleibt, was das jeweilige Textil verträgt: Nicht jedes Kleidungsstück ist für die höchste Drehzahl geeignet.
Lohnt sich ein neuer Wärmepumpentrockner?
Ob sich der Kauf eines neuen Wärmepumpentrockners rechnet, hängt an fünf Größen: dem Kaufpreis, dem Verbrauch des alten Geräts, dem Verbrauch des neuen Geräts, der Nutzungshäufigkeit und dem Strompreis. Je häufiger getrocknet wird und je größer der Verbrauchsunterschied, desto schneller gleicht die Energieersparnis den Kaufpreis aus. Der optionale Anschaffungsmodus dieses Rechners beantwortet die Frage überschlägig: Trage das vorhandene Gerät als „bereits vorhanden“ ein und das neue mit seinem Kaufpreis.
Beispielrechnungen
Alle Zahlen stammen aus dem Rechenkern dieser Seite, gerechnet mit drei Wäscheladungen pro Woche (156 im Jahr) und 33 ct/kWh.
Beispiel 1: moderner Wärmepumpentrockner über das Energielabel
Das Energielabel weist 78 kWh je 100 Trocknungszyklen aus. Geteilt durch 100 sind das 0,78 kWh je Trockengang. Bei 33 ct/kWh kostet ein Trockengang 0,26 €. Bei drei Ladungen pro Woche, also 156 Ladungen im Jahr, ergeben sich 121,68 kWh und 40,15 € pro Jahr – rund 0,77 € pro Woche oder 3,35 € pro Monat.
Beispiel 2: Luftentfeuchter über Leistung und Laufzeit
Ein Luftentfeuchter mit 300 W läuft acht Stunden je Wäscheladung. Das ergibt 0,3 kW × 8 h = 2,4 kWh und bei 33 ct/kWh 0,79 € je Trocknung. Über 156 Ladungen sind das 374,4 kWh und 123,55 € pro Jahr. Dieser Wert ist eine Näherung: Er unterstellt konstante Leistungsaufnahme über die gesamte Laufzeit. Ein Gerät mit geregeltem Kompressor kann deutlich darunter liegen – gemessene Kilowattstunden sind hier klar aussagekräftiger.
Beispiel 3: Heizwäscheständer – die Laufzeit entscheidet
Ein beheizbarer Wäscheständer mit 230 W benötigt bei sechs Stunden Laufzeit 1,38 kWh und damit 0,46 € je Trocknung, über das Jahr 215,28 kWh und 71,04 €. Braucht dieselbe Ladung zwölf Stunden, verdoppelt sich alles auf 2,76 kWh, 0,91 € je Trocknung und 142,08 € pro Jahr. Zum Vergleich: Ein Gerät mit 1.000 W, das nur zwei Stunden läuft, kommt auf 2,0 kWh und 102,96 € pro Jahr – trotz mehr als vierfacher Leistungsaufnahme also weniger Energie als der schwächere Ständer mit zwölf Stunden Laufzeit.
Beispiel 4: alle vier Methoden bei identischer Wäschemenge
Bei drei Ladungen pro Woche und 33 ct/kWh: Der Wärmepumpentrockner mit 78 kWh je 100 Zyklen kostet 0,26 € je Ladung und 40,15 € im Jahr. Der Luftentfeuchter mit 300 W über acht Stunden kostet 0,79 € je Ladung und 123,55 € im Jahr. Der Heizwäscheständer mit 230 W über sechs Stunden kostet 0,46 € je Ladung und 71,04 € im Jahr. Der normale Wäscheständer verursacht 0 € direkte Energiekosten. Unter diesen Annahmen ist der Trockner also deutlich günstiger als Luftentfeuchter und Heizwäscheständer – das Gegenteil der verbreiteten Annahme, ein Luftentfeuchter sei grundsätzlich sparsamer.
Beispiel 5: lohnt sich ein neuer Wärmepumpentrockner?
Ein vorhandener alter Trockner mit 340 kWh je 100 Zyklen kostet bei 156 Ladungen und 33 ct/kWh 175,03 € pro Jahr. Ein neuer Wärmepumpentrockner mit 78 kWh je 100 Zyklen käme auf 40,15 € – eine Ersparnis von 134,88 € pro Jahr. Bei 700 € Kaufpreis ist der Break-even nach rund 5,19 Jahren erreicht. Nach fünf Jahren liegt die Neuanschaffung mit 900,77 € Gesamtkosten noch knapp über dem Weiterbetrieb mit 875,16 €; erst danach dreht sich das Verhältnis.
Wie genau ist das Ergebnis?
Die höchste Genauigkeit erreichst du mit gemessenen oder gelabelten Werten: beim Wäschetrockner mit den Kilowattstunden je 100 Zyklen vom Energielabel oder einem gemessenen Zyklusverbrauch, beim Luftentfeuchter und beim Heizwäscheständer mit dem gemessenen Verbrauch einer vollständigen Trocknung. Die Rechnung aus Leistung mal Laufzeit ist dagegen eine Näherung: Sie unterstellt, dass das Gerät während der gesamten Laufzeit konstant die angegebene Leistung aufnimmt. Geräte mit Hygrostat, Thermostat oder geregeltem Kompressor takten jedoch und nehmen zeitweise weniger auf. Ergebnisse, die auf einer Schätzung beruhen, kennzeichnet der Rechner entsprechend.
Der Rechner vergleicht direkte Energiekosten. Nicht bewertet werden Komfort, die eigene Zeit, Textilschonung, benötigte Wohnfläche, Geräusch, Trocknungsgeschwindigkeit und das Schimmelrisiko. Diese Punkte lassen sich nicht seriös in Euro umrechnen, ohne Zahlen zu erfinden. Die günstigste Methode im Rechner ist deshalb ausdrücklich die Methode mit den niedrigsten direkten Energiekosten und nicht automatisch die für dich beste.
Häufige Fragen
Was kostet ein Wäschetrockner pro Trockengang?
Die Kosten sind Energiebedarf je Zyklus mal Strompreis. Bei 0,78 kWh je Zyklus und 33 ct/kWh sind das 0,26 € pro Trockengang. Den Energiebedarf entnimmst du dem EU-Energielabel: Der dort angegebene Wert je 100 Trocknungszyklen geteilt durch 100 ergibt den Verbrauch eines Zyklus.
Wie viel Strom verbraucht ein Wäschetrockner pro Trockengang?
Das hängt stark vom Gerätetyp ab, eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Das Umweltbundesamt nennt für moderne Wärmepumpentrockner rund 73 bis 97 kWh je 100 Zyklen, also etwa 0,73 bis 0,97 kWh je Trockengang, und für ältere Geräte ohne Wärmepumpe rund 340 kWh je 100 Zyklen, also etwa 3,4 kWh. Der Wert deines eigenen Geräts steht auf dem Energielabel.
Wie viel kostet ein Wärmepumpentrockner pro Trockengang?
Setze den Labelwert deines Geräts und deinen Arbeitspreis ein. Beispiel: 78 kWh je 100 Zyklen ergeben 0,78 kWh je Trockengang; bei 33 ct/kWh sind das 0,26 €. Bei einem sparsameren Gerät mit 73 kWh je 100 Zyklen wären es 0,24 €, bei 97 kWh je 100 Zyklen 0,32 €.
Wie viel Strom verbraucht ein Wärmepumpentrockner?
Als Orientierung nennt das Umweltbundesamt 73 bis 97 kWh je 100 Trocknungszyklen für moderne Geräte. Bei 156 Trocknungsgängen im Jahr entspricht das etwa 114 bis 151 kWh jährlich. Für deine eigene Rechnung ist der Labelwert deines Modells aussagekräftiger als diese Spanne – du findest ihn auf dem Energielabel oder über dessen QR-Code in der EU-Datenbank EPREL.
Was kostet ein Wäschetrockner im Jahr?
Jahreskosten sind Verbrauch je Zyklus mal Anzahl der Trockengänge mal Strompreis. Bei 0,78 kWh je Zyklus, drei Ladungen pro Woche und 33 ct/kWh ergeben sich 121,68 kWh und 40,15 € pro Jahr. Das Umweltbundesamt beziffert die Spanne über alle Gerätetypen hinweg mit ungefähr 40 € bei sehr effizienten bis rund 200 € bei älteren Geräten.
Was bedeuten kWh pro 100 Trocknungszyklen?
Das neue EU-Energielabel gibt den Energieverbrauch nicht mehr pro Jahr an, sondern für 100 Trocknungszyklen. Teile den Wert durch 100, um den Verbrauch eines einzelnen Zyklus zu erhalten: 80 kWh je 100 Zyklen sind 0,8 kWh je Trockengang. Der Wert ist ein gewichteter Durchschnitt aus 76 Zyklen mit halber und 24 Zyklen mit voller Beladung.
Wo finde ich den Stromverbrauch meines Trockners?
Auf dem EU-Energielabel des Geräts, in den Herstellerunterlagen oder über den QR-Code des Labels in der EU-Produktdatenbank EPREL. Wenn du den Verbrauch selbst prüfen möchtest, misst ein Strommessgerät zwischen Steckdose und Gerät den tatsächlichen Verbrauch eines vollständigen Programms.
Ist ein Luftentfeuchter günstiger als ein Wäschetrockner?
Nicht grundsätzlich. Entscheidend ist die tatsächlich benötigte Energie je vollständiger Trocknung. Ein Luftentfeuchter mit 300 W, der acht Stunden läuft, benötigt 2,4 kWh – deutlich mehr als die 0,78 kWh eines modernen Wärmepumpentrockners. Läuft das Gerät kürzer, taktet es stark oder ist der Trockner ein altes Modell, kann das Ergebnis umgekehrt ausfallen. Vergleiche deshalb gemessene Kilowattstunden statt Faustregeln.
Wie viel kostet Wäsche trocknen mit einem Luftentfeuchter?
Multipliziere die mittlere Leistungsaufnahme mit der tatsächlichen Laufzeit je Wäscheladung und dann mit dem Strompreis. 300 W über acht Stunden ergeben 2,4 kWh, bei 33 ct/kWh also 0,79 € je Trocknung. Genauer wird es, wenn du den Verbrauch einer kompletten Trocknung mit einem Strommessgerät misst.
Wie viel Strom verbraucht ein Luftentfeuchter beim Wäschetrocknen?
Das hängt von Gerät, Laufzeit, Raumtemperatur, Luftfeuchte und Wäschemenge ab. Die Rechnung Nennleistung mal Laufzeit ist eine Obergrenzenschätzung, weil Geräte mit Hygrostat oder geregeltem Kompressor zeitweise weniger aufnehmen. Ein gemessener Wert über eine vollständige Trocknung ist deshalb deutlich belastbarer.
Ist ein Wäscheständer günstiger als ein Trockner?
Bei den direkten Stromkosten ja: Ein normaler Wäscheständer verbraucht selbst keinen Strom, seine direkten Energiekosten sind null. Beim Trocknen in beheizten Innenräumen kommt allerdings Feuchtigkeit in die Raumluft, die durch Lüften abgeführt werden muss. Dieser Effekt wird hier bewusst nicht in Euro beziffert.
Kostet Wäsche trocknen auf dem Wäscheständer wirklich nichts?
Die direkten Stromkosten betragen null – das ist eindeutig. Davon zu unterscheiden sind mögliche indirekte Effekte: Trocknest du in einem beheizten Raum, verdunstet Wasser in die Raumluft, und das zusätzliche Lüften führt geheizte Luft nach außen. Wie groß dieser Effekt ist, hängt von so vielen Faktoren ab, dass eine pauschale Eurozahl unseriös wäre. Draußen oder in einem unbeheizten Trockenraum entfällt er ohnehin weitgehend.
Wie viel Strom verbraucht ein beheizbarer Wäscheständer?
Energie = Leistung × Laufzeit. Ein Modell mit 230 W benötigt in sechs Stunden 0,23 kW × 6 h = 1,38 kWh. Läuft dasselbe Gerät zwölf Stunden, sind es 2,76 kWh. Die Laufzeit ist damit genauso wichtig wie die Wattzahl.
Was kostet ein Heizwäscheständer pro Stunde?
Kosten je Stunde sind Leistung in kW mal Strompreis: 0,23 kW × 0,33 €/kWh ergeben rund 0,08 € pro Stunde. Für den Methodenvergleich sind allerdings die Kosten je vollständiger Trocknung aussagekräftiger, denn erst die Laufzeit macht daraus einen vergleichbaren Wert: dieselben 230 W kosten über sechs Stunden 0,46 €, über zwölf Stunden 0,91 €.
Heizwäscheständer oder Wäschetrockner – was ist günstiger?
Das entscheidet der Energiebedarf je vollständiger Trocknung. Ein Heizwäscheständer mit 230 W über sechs Stunden benötigt 1,38 kWh, ein moderner Wärmepumpentrockner rund 0,78 kWh je Zyklus. Bei diesen Werten ist der Trockner günstiger. Bei einem alten Trockner ohne Wärmepumpe mit rund 3,4 kWh je Zyklus kehrt sich das Verhältnis um.
Heizwäscheständer oder Luftentfeuchter?
Auch hier gibt es keine pauschale Antwort, sondern nur den Vergleich der Kilowattstunden je Trocknung. Funktional unterscheiden sich die Geräte: Der Heizwäscheständer erwärmt die Wäsche direkt, der Luftentfeuchter senkt die Feuchte der Raumluft und wirkt damit auf den gesamten Raum. Das kann je nach Situation ein zusätzlicher Nutzen oder überflüssig sein.
Trockner oder Wäscheständer – was ist besser?
Finanziell hat der Wäscheständer bei den direkten Energiekosten die Nase vorn, weil er null Strom benötigt. „Besser“ umfasst aber mehr: Geschwindigkeit, benötigten Platz, den Umgang mit der Raumfeuchte und die Textilbelastung. Dieser Rechner bewertet ausschließlich die Kosten und weist die günstigste Methode deshalb als „niedrigste direkte Energiekosten“ aus, nicht als beste Methode.
Lohnt sich ein Wärmepumpentrockner?
Je häufiger du trocknest und je größer der Verbrauchsunterschied zum bisherigen Gerät, desto stärker wirkt die Energieersparnis. Beispiel: Ein alter Trockner mit 340 kWh je 100 Zyklen kostet bei 156 Ladungen und 33 ct/kWh 175,03 € pro Jahr, ein neuer mit 78 kWh je 100 Zyklen 40,15 € – 134,88 € Unterschied jährlich. Ob sich der Kaufpreis rechnet, zeigt der optionale Anschaffungsmodus.
Wie lange dauert es, bis sich ein Wärmepumpentrockner amortisiert?
Der Break-even ist Kaufpreisdifferenz geteilt durch jährliche Betriebskostenersparnis. Bei 700 € Kaufpreis und 134,88 € Ersparnis pro Jahr sind das rund 5,19 Jahre. Eine pauschale Jahreszahl gibt es nicht: Wer selten trocknet oder bereits ein sparsames Gerät besitzt, erreicht den Break-even deutlich später oder gar nicht.
Ist ein alter Kondenstrockner teuer im Stromverbrauch?
Im Vergleich zu Wärmepumpengeräten ja. Das Umweltbundesamt nennt für ältere Geräte ohne Wärmepumpe rund 340 kWh je 100 Zyklen gegenüber 73 bis 97 kWh bei modernen Wärmepumpentrocknern. Das entspricht etwa dem Drei- bis Vierfachen. Maßgeblich bleibt der Wert deines konkreten Geräts.
Spart stärkeres Schleudern Strom beim Trocknen?
Ja. Wasser mechanisch herauszuschleudern kostet ein Vielfaches weniger Energie, als es anschließend über Wärme zu verdampfen. Das Umweltbundesamt nennt als Richtwert die höchstmögliche geeignete Schleuderdrehzahl, orientierend 1.400 Umdrehungen pro Minute. Entscheidend ist aber, was das jeweilige Textil verträgt – nicht jedes Kleidungsstück ist für die höchste Drehzahl geeignet.
Welche Luftfeuchtigkeit ist beim Wäschetrocknen in der Wohnung sinnvoll?
Das Umweltbundesamt nennt als Orientierung eine relative Raumluftfeuchte von 40 bis 60 Prozent und empfiehlt, ab etwa 60 Prozent verstärkt zu lüften. Ein einfaches Hygrometer macht den Wert sichtbar. Wenn möglich, sollte Wäsche nicht in Wohnräumen, sondern in einem geeigneten Trockenraum oder draußen getrocknet werden.
Kann Wäsche trocknen in der Wohnung Schimmel verursachen?
Feuchte Wäsche erhöht die Raumluftfeuchtigkeit deutlich. Wird diese Feuchte nicht ausreichend durch Lüften abgeführt, kann dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung begünstigen. Das ist eine Frage des Feuchtemanagements und keine zwangsläufige Folge: Regelmäßiges Lüften, ein Hygrometer und nach Möglichkeit ein geeigneter Trockenraum halten das Risiko gering.
Quellen
- Wäschetrockner: Bei Kauf und Nutzung auf Energieeffizienz achten – Verbrauchsbereiche, Trocknungsgänge pro Jahr, Strompreisspanne und Schleuderdrehzahl
Umweltbundesamt · Stand abgerufen 2026 · www.umweltbundesamt.de - Wie lüfte ich richtig? Tipps und Tricks zur Schimmelvermeidung – Zielbereich der relativen Raumluftfeuchte
Umweltbundesamt · Stand abgerufen 2026 · www.umweltbundesamt.de - Energieverbrauchskennzeichnung für Haushaltswäschetrockner: neue Skala A bis G und Angabe je 100 Trocknungszyklen, verpflichtend seit 1. Juli 2025
Europäische Kommission / EU-Energieverbrauchskennzeichnung · Stand seit 01.07.2025 · energy-efficient-products.ec.europa.eu - EPREL – Europäische Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung
Europäische Kommission · Stand abgerufen 2026 · eprel.ec.europa.eu