- Brückenspeisespannung U_B [V]
- Die Brückenspeisespannung ist die Gleich- oder Wechselspannung, mit der der Messverstärker die Brückenschaltung versorgt. Das Messsignal ist proportional zu ihr – deshalb wird das Signal meist als Verhältnis mV/V angegeben und die Speisespannung nur für die absolute Signalspannung gebraucht. Woher: Einstellung am Messverstärker, üblich 2,5 V, 5 V oder 10 V; die Obergrenze bestimmt die Eigenerwärmung des DMS (siehe Rechner Speisespannung).
- DMS-Widerstand R [Ω]
- Elektrischer Widerstand eines einzelnen Dehnungsmessstreifens, nicht der gesamten Brücke. Bei gleicher Speisespannung fließt durch 350 Ohm weniger Strom als durch 120 Ohm; dadurch entsteht weniger Wärme. Woher: Aufdruck auf der Packung oder Herstellerdatenblatt des verwendeten Streifens.
- Messgitterlänge [mm]
- Länge des aktiven Messgitters (die gewellte Leiterbahn, nicht die Trägerfolie). Zusammen mit der Breite ergibt sie die Fläche, über die die Wärme ins Bauteil abfließt: Ein großes Gitter verträgt mehr Leistung. Woher: Datenblatt; gängig 1,5 / 3 / 6 / 10 mm.
- Messgitterbreite [mm]
- Breite des aktiven Messgitters, gemessen quer zur Messrichtung. Zusammen mit der Gitterlänge ergibt sie die wärmeabführende Fläche; bei Rosetten mit übereinanderliegenden Gittern zählt nur die Fläche des jeweils obersten Gitters. Woher: Maßskizze im DMS-Datenblatt.
- Zulässige Leistungsdichte [mW/mm²]
- Richtwert, wie viel elektrische Verlustleistung je Quadratmillimeter Messgitterfläche das Bauteil abführen kann, ohne die Messstelle merklich zu erwärmen. Gut leitende, massive Metalle vertragen mehr; dünne Bleche, Kunststoffe, Holz und gestapelte Rosetten deutlich weniger. Woher: Belastbarkeitstabelle des Streifenherstellers für Bauteilwerkstoff, Gittergröße und gewünschte Messgenauigkeit. Im Zweifel den kleineren Wert ansetzen.