- Brückensignal U_M/U_B [mV/V]
- Das Brückensignal ist das, was der Messverstärker als Rohwert liefert: die Ausgangsspannung der Wheatstone-Brücke geteilt durch die Speisespannung, in Millivolt pro Volt. Ein typischer DMS-Aufnehmer liefert bei Nennlast 1 bis 2 mV/V; 1000 µm/m an einem einzelnen Streifen mit k = 2 ergeben 0,5 mV/V. Woher: Anzeige des Verstärkers im Modus mV/V nach dem Nullabgleich, oder das Prüfprotokoll eines Aufnehmers.
- k-Faktor
- Der k-Faktor ist die Empfindlichkeit des Dehnungsmessstreifens: Er sagt, wie stark sich der elektrische Widerstand ändert, wenn der Streifen gedehnt wird (ΔR/R = k·ε). Ohne ihn lässt sich aus einem elektrischen Signal keine Dehnung berechnen. Woher: Er steht auf jeder DMS-Packung bzw. im Datenblatt des Herstellers, typisch 2,0 bis 2,1 für Konstantan-Folienstreifen; die Angabe gilt für Raumtemperatur. Der Wert muss auch im Messverstärker eingestellt sein.
- Brückenfaktor B
- Der Brückenfaktor sagt, wie oft die Dehnung eines einzelnen Streifens im Signal steckt – er hängt nur von der Verschaltung ab: 1 für einen einzelnen DMS (Viertelbrücke), 2 für zwei Streifen oben/unten bei Biegung, 4 für vier Streifen bei Biegung oder Torsion, 2(1+ν) ≈ 2,6 für zwei Längs- und zwei Querstreifen am Zugstab. Woher: aus der eigenen Verdrahtung ablesen oder mit dem Rechner ‚Viertel-, Halb- und Vollbrücke' bestimmen. Achtung: Wurde B bereits im Messverstärker eingestellt, zeigt dieser schon Dehnung an – dann hier 1 eintragen.
- Elastizitätsmodul E [N/mm²]
- Der Elastizitätsmodul beschreibt, wie steif der Werkstoff des Bauteils ist – wie viel Spannung nötig ist, um eine bestimmte Dehnung zu erzeugen (σ = E·ε). Er wird gebraucht, um aus gemessenen oder berechneten Dehnungen Spannungen zu machen und umgekehrt. Woher: Werkstofftabellen oder Datenblatt; Stahl ≈ 210 000 N/mm², Aluminium ≈ 70 000 N/mm², Titan ≈ 110 000 N/mm². Bei erhöhter Temperatur sinkt E.