i = z₂ / z₁
Mehr Zähne am Abtrieb reduzieren die Drehzahl und erhöhen idealisiert das Drehmoment.
Mehr Zähne am Abtrieb reduzieren die Drehzahl und erhöhen idealisiert das Drehmoment.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Mehr Zähne am Abtrieb reduzieren die Drehzahl und erhöhen idealisiert das Drehmoment.
20/50 Zähne ergeben i = 2,5.
Ideale Außenverzahnung ohne Schlupf und Verluste.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Übersetzung i sowie den Zähnezahlen z₁ (Ritzel) und z₂ (Rad) die jeweils dritte. Er erklärt, wie die Zähnezahl über Drehzahl und Drehmoment eines Zahnradpaares entscheidet – nach demselben Prinzip wie die Gangschaltung eines Fahrrads.
Die Übersetzung eines einfachen Stirnradpaares ist das Verhältnis der Zähnezahlen von angetriebenem Rad z₂ zu antreibendem Ritzel z₁: i = z₂/z₁. Bei i > 1 (Untersetzung) sinkt die Abtriebsdrehzahl gegenüber der Antriebsdrehzahl, das Drehmoment steigt im gleichen Verhältnis, wenn Verluste vernachlässigt werden.
Bei einer Fahrradschaltung entspricht ein kleines Kettenblatt vorne mit einem großen Ritzel hinten einer großen Übersetzung: Die Pedale drehen sich mehrmals, das Hinterrad dafür langsamer, aber mit spürbar mehr Kraft – ideal für den Berganstieg. Ein großes Kettenblatt mit kleinem Ritzel kehrt das Verhältnis um und liefert höhere Geschwindigkeit bei geringerem Drehmoment.
i = z₂ / z₁
i = z₂ / z₁z₂ = i · z₁z₁ = z₂ / i| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Übersetzung i | Die Übersetzung – das Verhältnis von Antriebs- zu Abtriebsdrehzahl (bzw. Zähnezahl Abtrieb zu Zähnezahl Antrieb). i > 1 bedeutet Untersetzung (Abtrieb dreht langsamer, Moment steigt ideal); i < 1 bedeutet Übersetzung ins Schnelle. |
| Zähnezahl Ritzel z₁ | Die Zähnezahl des antreibenden Zahnrads (Ritzel). Woher: am Rad abzählen oder aus der Zeichnung/Stückliste. |
| Zähnezahl Rad z₂ | Die Zähnezahl des angetriebenen Zahnrads (Rad). Woher: am Rad abzählen oder aus der Zeichnung. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für die Übersetzung werden beide Zähnezahlen benötigt, für z₂ die Übersetzung und z₁, für z₁ die Übersetzung und z₂. Zähnezahlen sind stets positive ganze Zahlen; der Rechner akzeptiert zur Berechnung auch Zwischenwerte, technisch sinnvoll sind aber nur ganzzahlige Zähnezahlen.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte ein. Prüfe bei mehrstufigen Getrieben, dass du die Zähnezahlen des jeweils betrachteten Radpaares und nicht die des gesamten Getriebes einsetzt; die Gesamtübersetzung mehrstufiger Getriebe ist das Produkt der Einzelübersetzungen.
Gegeben sind z₁ = 20 und z₂ = 50. Einsetzen ergibt i = 50/20 = 2,5. Die Abtriebsdrehzahl sinkt damit gegenüber der Antriebsdrehzahl auf das 1/2,5-Fache, das ideale Abtriebsdrehmoment steigt auf das 2,5-Fache.
Eine Übersetzung von i = 2,5 bedeutet, dass das Ritzel 2,5 Umdrehungen ausführt, während sich das große Rad einmal dreht. Für die Auslegung bedeutet das: Bei gleichbleibender Antriebsleistung steht am Abtrieb ein höheres Drehmoment, aber eine niedrigere Drehzahl zur Verfügung.
Die Übersetzung i ist eine dimensionslose Verhältniszahl. Zähnezahlen z₁ und z₂ sind ebenfalls dimensionslos und werden als ganze Zahlen angegeben.
Zahnradübersetzungen werden bei der Auslegung von Getrieben, Antrieben von Werkzeugmaschinen, Fahrzeuggetrieben sowie Förder- und Hebezeugen verwendet, um Drehzahl und Drehmoment eines Antriebs an die Anwendung anzupassen.
Die Formel beschreibt die ideale, verlustfreie Übersetzung eines einzelnen Außenverzahnungspaares. Reale Getriebe weisen zusätzlich Verzahnungswirkungsgrade (typischerweise 96–99 % je Stufe), Spiel und Lagerreibung auf, wodurch das tatsächlich abgegebene Drehmoment etwas unter dem idealen Wert liegt.
Typischer Fehler: Übersetzung nicht mit dem Verhältnis der Wellendurchmesser oder der Modulzahl verwechseln – maßgeblich ist ausschließlich das Verhältnis der Zähnezahlen. Bei mehrstufigen Getrieben darf außerdem nicht die Zähnezahl des ersten mit der des letzten Rades kombiniert werden, ohne die Zwischenstufen korrekt zu multiplizieren.
Eine Untersetzung: Die Abtriebsdrehzahl ist niedriger als die Antriebsdrehzahl, das ideale Drehmoment dafür entsprechend höher.
Als Produkt der Einzelübersetzungen jeder Zahnradstufe, nicht als Summe.
Weil die mechanische Leistung P = M·ω bei idealerweise verlustfreier Übertragung erhalten bleibt: Sinkt die Winkelgeschwindigkeit ω, muss das Drehmoment M im gleichen Verhältnis steigen.