P = k · A · ΔT / L
Gute Dämmung hat kleine Wärmeleitfähigkeit; größere Fläche und Temperaturdifferenz erhöhen den Verlust.
Gute Dämmung hat kleine Wärmeleitfähigkeit; größere Fläche und Temperaturdifferenz erhöhen den Verlust.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Gute Dämmung hat kleine Wärmeleitfähigkeit; größere Fläche und Temperaturdifferenz erhöhen den Verlust.
0,04 W/(m·K) · 10 m² · 20 K / 0,8 m = 10 W.
Ebene, homogene Wand und stationärer eindimensionaler Wärmestrom.
Der Rechner bestimmt aus vier bekannten Größen unter Wärmestrom P, Wärmeleitfähigkeit k, Fläche A, Temperaturdifferenz ΔT und Wanddicke L die jeweils fehlende Größe. Er erklärt am Beispiel der Thermoskanne, warum ein Vakuum die wirksamste Methode ist, Wärmeleitung nahezu vollständig zu unterbinden.
Der stationäre Wärmestrom durch eine ebene, homogene Wand ist P = k·A·ΔT/L. Er wächst mit Fläche und Temperaturdifferenz, sinkt aber mit zunehmender Wanddicke und ist umso kleiner, je niedriger die Wärmeleitfähigkeit k des Materials ist.
Eine Thermoskanne hält Getränke stundenlang heiß, weil sie Wärmeleitung nahezu vollständig unterbindet: Zwischen den doppelten Wänden befindet sich ein Vakuum, in dem keine Materieteilchen vorhanden sind, die Wärme durch Stoßübertragung weiterleiten könnten. Da Wärmeleitung zwingend ein Trägermedium benötigt, sinkt sie im Vakuum praktisch auf null – übrig bleibt nur der geringe Wärmeverlust über die schmalen Kontaktstellen der Wände am Kannenhals sowie Wärmestrahlung, die durch eine verspiegelte Innenfläche zusätzlich reduziert wird.
P = k · A · ΔT / L
P = k · A · ΔT / LL = k · A · ΔT / PΔT = P · L / (k·A)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Wärmestrom P | Der stationäre Wärmestrom, der durch die Wand hindurch verloren geht (keine Wärmemenge in Joule, sondern eine Leistung in Watt im eingeschwungenen Zustand). Als Ergebnis aus k·A·ΔT/L berechnet. |
| Wärmeleitfähigkeit k | Die Wärmeleitfähigkeit des Wandwerkstoffs – wie gut oder schlecht er Wärme leitet. Woher: Datenblatt; Richtwerte Mineralwolle ≈ 0,035–0,045, Beton ≈ 1,0–2,1, Stahl ≈ 50–60 W/(m·K). Kleine Werte bedeuten gute Dämmung. |
| Fläche A | Die vom Wärmestrom durchflossene Wandfläche, senkrecht zur Fließrichtung. Woher: aus Bauzeichnung berechnen oder ausmessen. |
| Temperaturdifferenz ΔT | Der Betrag der Temperaturdifferenz zwischen der warmen und der kalten Seite der Wand (Innen minus Außen, als positive Zahl). Woher: zwei Temperaturmessungen oder Auslegungsvorgabe. |
| Wanddicke L | Die Dicke der Wand in Richtung des Wärmestroms. Woher: Bauplan oder Messung. |
Gib drei der vier Größen ein, um die vierte zu bestimmen. Verwende für k einen zum tatsächlichen Wandmaterial passenden Wert; gängige Dämmstoffe wie Mineralwolle, Glasfaser oder Gänsedaunen erreichen niedrige Werte, weil sie durch eingeschlossene Luftpolster von deren geringer Wärmeleitfähigkeit profitieren.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die drei bekannten Werte mit Einheit ein. Bei mehrschichtigen Wänden addieren sich die Wärmedurchlasswiderstände (L/k) der Einzelschichten; berechne in diesem Fall zunächst den Gesamtwiderstand, bevor du den Wärmestrom bestimmst.
Gegeben sind k = 0,04 W/(m·K), A = 10 m², ΔT = 20 K und L = 0,8 m. Einsetzen ergibt P = 0,04 · 10 · 20 / 0,8 = 10 W.
Ein Wärmestrom von 10 W durch diese Wand ist bei den gegebenen Abmessungen und dieser Temperaturdifferenz gering – ein Hinweis auf eine gut dämmende Konstruktion. Bei geringerer Wanddicke oder einem Material mit höherer Wärmeleitfähigkeit würde derselbe Temperaturunterschied einen deutlich größeren Wärmeverlust verursachen.
Wärmestrom in Watt (W), Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K), Fläche in m², Temperaturdifferenz in Kelvin (oder gleichwertig in °C-Differenz) und Wanddicke in Metern.
Wärmeleitungsberechnungen werden bei der Gebäudedämmung, der Auslegung von Kühlkörpern und Wärmetauscherwänden, bei der Isolierung von Rohrleitungen sowie bei der Abschätzung von Wärmeverlusten technischer Behälter verwendet.
Die Formel gilt für stationäre, eindimensionale Wärmeleitung durch eine homogene, ebene Wand ohne Wärmeübergangswiderstände an den Oberflächen. Reale Bauteile mit Wärmebrücken, mehreren Materialschichten oder instationären Temperaturverläufen benötigen eine detailliertere Betrachtung, etwa über den U-Wert einschließlich Oberflächenwiderständen.
Typischer Fehler: Wärmeleitung nicht mit dem gesamten Wärmeverlust eines Bauteils gleichsetzen – Konvektion und Strahlung an den Oberflächen kommen bei realen Bauteilen zusätzlich hinzu und werden durch den reinen Wärmeleitkoeffizienten k nicht erfasst. Außerdem bei mehrschichtigen Wänden nicht einen einzelnen k-Wert für die gesamte Wand verwenden, sondern die Schichtwiderstände korrekt addieren.
Weil das Vakuum zwischen den doppelten Wänden Wärmeleitung nahezu vollständig unterbindet – ohne Trägermedium kann keine Wärme durch Teilchenstöße übertragen werden. Eine verspiegelte Innenfläche reduziert zusätzlich den verbleibenden Wärmeverlust durch Strahlung.
Weil sie viele kleine Luftpolster einschließen und dadurch von der geringen Wärmeleitfähigkeit ruhender Luft profitieren, statt selbst ein besonders schlecht leitendes Feststoffmaterial zu sein.
Addiere zunächst die Wärmedurchlasswiderstände L/k jeder Einzelschicht zu einem Gesamtwiderstand und berechne den Wärmestrom anschließend mit diesem kombinierten Widerstand.