ΔL = α · L · ΔT
Die Längenänderung wächst linear mit Ausgangslänge und Temperaturänderung; der Ausdehnungskoeffizient ist eine Materialkonstante.
Die Längenänderung wächst linear mit Ausgangslänge und Temperaturänderung; der Ausdehnungskoeffizient ist eine Materialkonstante.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Die Längenänderung wächst linear mit Ausgangslänge und Temperaturänderung; der Ausdehnungskoeffizient ist eine Materialkonstante.
Ein 10 m langer Baustahlträger (α ≈ 12 µm/(m·K)) dehnt sich bei 50 K Erwärmung um etwa 6 mm.
Isotropes Material und über den betrachteten Bereich konstanter Ausdehnungskoeffizient.
Der Rechner bestimmt aus drei bekannten Größen unter Längenänderung ΔL, Ausdehnungskoeffizient α, Ausgangslänge L und Temperaturänderung ΔT die jeweils vierte Größe. Er zeigt am Beispiel der Golden-Gate-Bridge, warum große Stahlbauwerke messbare Dehnfugen benötigen, obwohl sich einzelne Bauteile nur um wenige Millimeter je Meter ausdehnen.
Die lineare Wärmeausdehnung eines Bauteils ist ΔL = α·L·ΔT. Der Ausdehnungskoeffizient α ist eine Materialkonstante, die angibt, um welchen Bruchteil sich ein Material je Kelvin Temperaturänderung längt.
Die Golden Gate Bridge in San Francisco besteht überwiegend aus Stahl mit einem Ausdehnungskoeffizienten von etwa 12 µm/(m·K). Über den dort typischen Temperaturbereich von rund 55 K zwischen kaltem und warmem Extrem dehnt sich die Brücke rechnerisch um mehrere Zentimeter je 100 Meter Bauwerkslänge aus – bei einer Gesamtlänge von weit über einem Kilometer summiert sich das zu einer Längenänderung, die durch spezielle Dehnfugen aufgenommen werden muss.
ΔL = α · L · ΔT
ΔL = α · L · ΔTα = ΔL / (L·ΔT)L = ΔL / (α·ΔT)ΔT = ΔL / (α·L)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Längenänderung ΔL | Änderung der Bauteillänge durch die Temperaturänderung. |
| Längenausdehnungskoeffizient α | Materialkonstante; Baustahl etwa 12 µm/(m·K), Aluminium etwa 23 µm/(m·K). |
| Ausgangslänge L | Bauteillänge bei der Bezugstemperatur. |
| Temperaturänderung ΔT | Differenz zwischen End- und Ausgangstemperatur. |
Gib drei der vier Größen ein, um die vierte zu bestimmen. Verwende für α einen zum tatsächlichen Werkstoff passenden Tabellenwert; Baustahl liegt bei etwa 12 µm/(m·K), Aluminium bei etwa 23 µm/(m·K).
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die drei bekannten Werte mit Einheit ein. Achte darauf, dass ΔT als Temperaturdifferenz in Kelvin eingesetzt wird, nicht als Absoluttemperatur.
Gegeben sind ein 10 m langer Baustahlträger (α ≈ 12 µm/(m·K)) und eine Erwärmung um ΔT = 50 K. Einsetzen ergibt ΔL = 12·10⁻⁶ · 10 m · 50 K = 0,006 m = 6 mm.
Eine Längenänderung von 6 mm bei 10 m Ausgangslänge und 50 K Temperaturhub zeigt, wie viel Bewegungsspielraum eine Konstruktion an dieser Stelle vorsehen muss, etwa in Form einer Dehnfuge oder eines Loslagers, damit keine unzulässigen Zwängungsspannungen entstehen.
Längenänderung und Ausgangslänge in derselben oder umrechenbaren Längeneinheit, der Ausdehnungskoeffizient in µm/(m·K) (entspricht 10⁻⁶/K) oder direkt in 1/K, die Temperaturänderung in Kelvin.
Die Formel wird bei der Auslegung von Dehnfugen in Brücken und Gebäuden, bei der Rohrleitungsplanung mit Kompensatoren, bei Präzisionsmessungen mit temperaturabhängigen Maßstäben sowie bei der Passungsauslegung für Bauteile mit unterschiedlichen Betriebstemperaturen verwendet.
Die Formel gilt für isotrope Materialien mit einem über den betrachteten Temperaturbereich konstanten Ausdehnungskoeffizienten. Bei sehr großen Temperaturspannen ändert sich α selbst geringfügig mit der Temperatur; bei anisotropen Werkstoffen (z. B. vielen Verbundwerkstoffen oder Holz) muss die Ausdehnung richtungsabhängig getrennt betrachtet werden.
Typischer Fehler: Temperaturänderung ΔT nicht mit einer Absoluttemperatur verwechseln – es zählt ausschließlich die Differenz zwischen End- und Anfangstemperatur. Außerdem den Ausdehnungskoeffizienten nicht in der falschen Einheit einsetzen: 12 µm/(m·K) entspricht 12·10⁻⁶/K, nicht 12/K.
Weil sich Baustahl bei Temperaturschwankungen über die gesamte Bauwerkslänge messbar ausdehnt und zusammenzieht. Ohne Dehnfugen oder Loslager würden dabei unzulässig hohe Zwängungsspannungen entstehen.
Baustahl liegt bei etwa 12 µm/(m·K), Aluminium mit etwa 23 µm/(m·K) fast doppelt so hoch – Aluminiumbauteile dehnen sich bei gleicher Temperaturänderung entsprechend stärker aus.
Ja, bei einer Abkühlung (negatives ΔT) ist ΔL ebenfalls negativ und beschreibt eine Verkürzung des Bauteils.