aθ = 2 · ω · vr
Gleitet ein Körper in einem drehenden radialen Schlitz, entsteht neben der radialen Bewegung eine quergerichtete Coriolisbeschleunigung.
Gleitet ein Körper in einem drehenden radialen Schlitz, entsteht neben der radialen Bewegung eine quergerichtete Coriolisbeschleunigung.
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Gleitet ein Körper in einem drehenden radialen Schlitz, entsteht neben der radialen Bewegung eine quergerichtete Coriolisbeschleunigung.
Bei ω = 2 rad/s und radialer Gleitgeschwindigkeit vr = 1 m/s nach außen ergibt sich aθ = 2·2·1 = 4 m/s² quer zur Führung.
Ebene Bewegung in einer starren, radialen Führung mit gemeinsamer Drehachse; aθ ist nur der Coriolisanteil der absoluten Beschleunigung. Zentripetal-, Winkelbeschleunigungs- und relative Beschleunigungsanteile sind gesondert zu addieren. Für allgemeine Raumbewegungen gilt die Vektorform 2Ω×vrel.
Ein Gleitkörper bewegt sich entlang einer radialen Führung, während sich diese dreht. Der Rechner bestimmt die dadurch zusätzlich entstehende seitliche Beschleunigung.
Die Coriolisbeschleunigung ist der Teil der absoluten Beschleunigung, der aus der gleichzeitigen Drehung der Führung und Bewegung relativ zur Führung entsteht. Für einen radialen Schlitz gilt aθ = 2ωvr. ω ist die Winkelgeschwindigkeit der Führung, vr die radiale Relativgeschwindigkeit und aθ die Querbeschleunigung. Positives ω bedeutet Drehung gegen den Uhrzeigersinn, positives vr Bewegung von der Achse weg; ein negatives Ergebnis zeigt in die entgegengesetzte Umfangsrichtung.
aθ = 2 · ω · vr
Radiale Führung: aθ = 2ωvrAllgemeine Vektorform: aC = 2Ω×vrel| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Querbeschleunigung aθ | Vorzeichenbehaftete Coriolisbeschleunigung quer zur radialen Führung; positive Richtung ist die Drehrichtung bei positivem ω. Der Wert dient mit der Masse zur Abschätzung der seitlichen Führungskraft. |
| Winkelgeschwindigkeit ω | Drehgeschwindigkeit der Führung um ihre Achse aus Drehzahlangabe oder Messung, mit positivem Vorzeichen gegen den Uhrzeigersinn. |
| Relative radiale Gleitgeschwindigkeit vr | Geschwindigkeit des Körpers relativ zur Führung entlang des radialen Schlitzes; positiv nach außen, negativ zur Drehachse. |
ω in rad/s stammt aus Drehzahlmessung oder Antriebsdaten: ω = 2πn/60 bei n in Umdrehungen je Minute. vr in m/s ist die gegenüber der Führung gemessene Gleitgeschwindigkeit; sie ergibt sich zum Beispiel aus einem Weg-Zeit-Diagramm. Beide Werte dürfen positiv, null oder negativ sein; die Vorzeichen beschreiben die Richtungen. aθ in m/s² ist die Querbeschleunigung und kann zur Abschätzung der seitlichen Kontaktkraft mit der Körpermasse multipliziert werden.
Drehsinn und radiale Richtung festlegen. Winkelgeschwindigkeit und relative Gleitgeschwindigkeit für denselben Zeitpunkt eintragen. Das Vorzeichen der Ausgabe anhand der gewählten Richtungen lesen und für die gesamte absolute Beschleunigung die übrigen Bewegungsanteile separat ergänzen.
Eine Führung dreht mit ω = 2 rad/s gegen den Uhrzeigersinn. Ein Körper gleitet mit vr = 1 m/s nach außen: aθ = 2·2·1 = 4 m/s² in positive Umfangsrichtung. Bei vr = −1 m/s ergibt sich −4 m/s².
Bei ruhender Führung oder ohne relatives Gleiten ist der Coriolisanteil null. Verdoppelt sich ω oder vr, verdoppelt sich aθ. Die Beschleunigung steht senkrecht zur radialen Gleitgeschwindigkeit.
Intern werden ω in rad/s, vr in m/s und aθ in m/s² verwendet. Eine Umdrehung je Minute entspricht 2π/60 rad/s; Einheitenwechsel erfolgen über das vorhandene SI-Register.
Vorberechnung der seitlichen Belastung von Gleitsteinen in rotierenden Führungen, Kurbeltrieben und rotierenden Messaufbauten.
Die Beziehung setzt eine ebene Bewegung in einer starren, exakt radialen Führung voraus. Sie liefert nur den Coriolisanteil. Zentripetalbeschleunigung, Winkelbeschleunigung der Führung und die relative Beschleunigung entlang der Führung fehlen. Bei schräger oder räumlicher Bewegung muss die Vektorform 2Ω×vrel verwendet werden.
Typischer Fehler: Die absolute Geschwindigkeit des Körpers nicht als vr einsetzen: vr ist ausschließlich die Geschwindigkeit relativ zur drehenden Führung. Das Ergebnis nicht mit der Zentripetalbeschleunigung ω²r verwechseln; diese hängt vom Radius ab, der Coriolisanteil hier von der Gleitgeschwindigkeit.
Vorberechnung der seitlichen Belastung von Gleitsteinen in rotierenden Führungen, Kurbeltrieben und rotierenden Messaufbauten.
ω in rad/s stammt aus Drehzahlmessung oder Antriebsdaten: ω = 2πn/60 bei n in Umdrehungen je Minute. vr in m/s ist die gegenüber der Führung gemessene Gleitgeschwindigkeit; sie ergibt sich zum Beispiel aus einem Weg-Zeit-Diagramm. Beide Werte dürfen positiv, null oder negativ sein; die Vorzeichen beschreiben die Richtungen. aθ in m/s² ist die Querbeschleunigung und kann zur Abschätzung der seitlichen Kontaktkraft mit der Körpermasse multipliziert werden.
Die Beziehung setzt eine ebene Bewegung in einer starren, exakt radialen Führung voraus. Sie liefert nur den Coriolisanteil. Zentripetalbeschleunigung, Winkelbeschleunigung der Führung und die relative Beschleunigung entlang der Führung fehlen. Bei schräger oder räumlicher Bewegung muss die Vektorform 2Ω×vrel verwendet werden.