Was beschreibt diese Größe?
Schraubenrechner beschreiben eine Verbindung über Geometrie, Vorspannung, Reibung und Werkstoffgrenzen. Die Vorspannkraft hält Klemmteile zusammen; äußere Last, Setzen und Temperatur verändern die Reserve.
So benutzt du den Rechner
Wähle Gewindegröße oder trage den Spannungsquerschnitt Aₛ direkt ein, wähle die Festigkeitsklasse und den gewünschten Anteil der Prüfspannung. Der Rechner liefert die daraus resultierende Prüfkraft.
Schritt-für-Schritt-Beispiel
Bei Aₛ = 58 mm² und 600 MPa Prüfspannung ergibt sich 34,8 kN.
Ergebnis und Einheiten verstehen
Aₛ übersetzt eine Werkstoff-Prüfspannung in eine Kraft am konkreten Gewinde. Die Festigkeitsklasse ist deshalb zwingend: dieselbe Schraubengröße kann je nach Klasse eine deutlich andere Prüfkraft haben. Ein positives Prüfergebnis bedeutet nur, dass das gewählte Modell die eingegebenen Grenzwerte einhält. Streuung des Anziehverfahrens und reale Kontaktflächen können die Restklemmkraft bestimmen.
Fläche in mm², Spannung in MPa, Ergebnis in kN.
Typische Anwendungen
Einordnen, wie viel Reserve eine gewählte Montagevorspannung gegenüber der normativen Prüfkraft hat, oder Nachvollziehen von Prüfprotokollen nach ISO 898-1.
Annahmen, Grenzen und typische Fehler
ISO 898-1 enthält mechanische Eigenschaften und Prüfspannungen metrischer Schrauben.
Typischer Fehler: Die Prüfkraft nicht als zulässige Betriebs- oder Montagevorspannkraft verwenden – sie ist ein normativer Prüfwert nahe der Streckgrenze und liegt über der für den Dauerbetrieb sinnvollen Vorspannung. Prüfspannung nicht mit Zugfestigkeit verwechseln; beide Werte unterscheiden sich je nach Festigkeitsklasse.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Prüfkraft und Streckgrenze?
Die Prüfspannung liegt normativ etwas unterhalb der garantierten Mindeststreckgrenze der Festigkeitsklasse; die Prüfkraft ist also die Kraft, bei der die Schraube gerade noch keine relevante bleibende Verformung zeigen darf.
Welchen Anteil der Prüfspannung soll ich für die Montagevorspannung wählen?
Übliche Werte liegen bei 70 bis 90 % der Prüfspannung, abhängig vom Anziehverfahren und dessen Streuung; die konkrete Norm oder Konstruktionsrichtlinie ist maßgebend.
Gilt dieselbe Prüfkraft für jede Schraube derselben Nenngröße?
Nein, sie hängt direkt von der Festigkeitsklasse ab – eine 8.8-Schraube hat bei gleicher Größe eine deutlich niedrigere Prüfkraft als eine 12.9-Schraube.