Berechne Grundmaße, Toleranzen und Grenzmaße metrischer Innen- und Außengewinde.
ISO965724 · 261
02
Ergebnisse
Eingaben und Rechenweg
Metrisches ISO-Gewinde verstehen
Ermittle Grunddurchmesser, Flanken- und Kerndurchmesser sowie die Toleranzklasse eines Regel- oder Feingewindes.
Eingaben
Gewindebezeichnung, Nenndurchmesser, Steigung und Innen-/Außengewinde-Toleranzlage und -grad bestimmen die Geometrie. Ein Beispiel ist M12×1,75–6H/6g.
Die Steigung legt Flankenwinkel, Kerndurchmesser und axiale Vorschubstrecke fest. Innen- und Außengewindeklasse müssen zusammenpassen; eine feinere Steigung erhöht die Selbsthemmung, senkt aber die zulässige Fertigungstoleranz je Gewindegang.
Zusammenhang
Aus Profilwinkel 60° und Steigung werden d₂ und d₃ beziehungsweise D₂ und D₁ abgeleitet. Die Toleranzklasse verschiebt und verbreitert die Grenzmaße.
Beispiel
M12×1,75–6H/6g bezeichnet ein Innengewinde 6H und ein Außengewinde 6g mit Regelsteigung 1,75 mm; die Kombination ist ein üblicher Ausgangspunkt für allgemeine Schraubverbindungen.
Quellen und Grenzen: ISO 261 definiert die Gewindereihen, ISO 724 das Grundprofil und ISO 965 die Toleranzen. Tragfähigkeit und Einschraublänge sind eigene Nachweise.
Fachartikel
Metrisches ISO-Gewinde verstehen im Detail
Ermittle Grunddurchmesser, Flanken- und Kerndurchmesser sowie die Toleranzklasse eines Regel- oder Feingewindes.
Was beschreibt diese Größe?
Schraubenrechner beschreiben eine Verbindung über Geometrie, Vorspannung, Reibung und Werkstoffgrenzen. Die Vorspannkraft hält Klemmteile zusammen; äußere Last, Setzen und Temperatur verändern die Reserve.
Formel und Variablen
Aus Profilwinkel 60° und Steigung werden d₂ und d₃ beziehungsweise D₂ und D₁ abgeleitet. Die Toleranzklasse verschiebt und verbreitert die Grenzmaße.
Eingaben richtig wählen
Gewindebezeichnung, Nenndurchmesser, Steigung und Innen-/Außengewinde-Toleranzlage und -grad bestimmen die Geometrie. Ein Beispiel ist M12×1,75–6H/6g. Die Steigung legt Flankenwinkel, Kerndurchmesser und axiale Vorschubstrecke fest. Innen- und Außengewindeklasse müssen zusammenpassen; eine feinere Steigung erhöht die Selbsthemmung, senkt aber die zulässige Fertigungstoleranz je Gewindegang.
So benutzt du den Rechner
Gib den Nenndurchmesser und die Steigung ein (oder wähle eine Normbezeichnung wie M12×1,75) sowie die gewünschte Toleranzlage und -grad für Innen- und Außengewinde. Der Rechner liefert Flanken-, Kern- und weitere Grenzmaße getrennt für beide Gewindeteile.
Schritt-für-Schritt-Beispiel
M12×1,75–6H/6g bezeichnet ein Innengewinde 6H und ein Außengewinde 6g mit Regelsteigung 1,75 mm; die Kombination ist ein üblicher Ausgangspunkt für allgemeine Schraubverbindungen.
Ergebnis und Einheiten verstehen
Die Steigung legt Flankenwinkel, Kerndurchmesser und axiale Vorschubstrecke fest. Innen- und Außengewindeklasse müssen zusammenpassen; eine feinere Steigung erhöht die Selbsthemmung, senkt aber die zulässige Fertigungstoleranz je Gewindegang. Ein positives Prüfergebnis bedeutet nur, dass das gewählte Modell die eingegebenen Grenzwerte einhält. Streuung des Anziehverfahrens und reale Kontaktflächen können die Restklemmkraft bestimmen.
Durchmesser und Steigung in Millimeter; Toleranzlage als Buchstabe (z. B. H, g) und -grad als Zahl (z. B. 6H, 6g) nach ISO 965.
Typische Anwendungen
Nachschlagen der Grenzmaße für Werkstattzeichnungen, Prüfmittelauswahl (Gewindelehren) oder zur Kontrolle, ob ein Innen- und ein Außengewinde unterschiedlicher Herkunft tatsächlich zusammenpassen.
Annahmen, Grenzen und typische Fehler
ISO 261 definiert die Gewindereihen, ISO 724 das Grundprofil und ISO 965 die Toleranzen. Tragfähigkeit und Einschraublänge sind eigene Nachweise.
Typischer Fehler: Regel- und Feingewinde derselben Nenngröße nicht verwechseln – sie haben unterschiedliche Steigung und damit unterschiedliche Kern- und Flankendurchmesser. Groß- und Kleinbuchstaben der Toleranzlage sind fest vergeben: Großbuchstaben (z. B. H) stehen für Innengewinde, Kleinbuchstaben (z. B. g) für Außengewinde – eine Vertauschung ergibt eine ungültige Paarung.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Bezeichnung 6H/6g?
6 ist der Toleranzgrad (Breite des Toleranzfelds), H bzw. g die Toleranzlage. 6H beschreibt ein Innengewinde mit der Grundabweichung H (kein Übermaß), 6g ein Außengewinde mit kleiner Grundabweichung g.
Warum unterscheiden sich Flanken- und Kerndurchmesser vom Nenndurchmesser?
Der Nenndurchmesser bezeichnet nur den Außendurchmesser des Außengewindes. Flanken- und Kerndurchmesser folgen aus dem 60°-Grundprofil und der Steigung und sind für die tragende Fläche entscheidend.
Sagt dieser Rechner etwas über die Tragfähigkeit der Schraube aus?
Nein. Er liefert nur die Geometrie. Zugspannung, Vorspannkraft und Anziehdrehmoment werden mit den dafür vorgesehenen Schraubenrechnern ermittelt, die auf demselben Spannungsquerschnitt Aₛ aufbauen.
M10×1,5
Geometrie, Toleranz, Prüfbarkeit
Was dieser Rechner leistet
Aus Gewindegröße, Steigung und Toleranzklassen werden Grundmaße, Grenzmaße und Flankendurchmesserspiel von Innen- und Außengewinde berechnet.
Grundmaße und Grenzmaße helfen bei Konstruktion und Prüfung. Eingriffslänge, Beschichtung, Lehrenkonzept und das konkrete Verbindungselement bleiben separate Entscheidungen.
Mit deiner Einwilligung lädt die Seite Google Analytics. Gemessen werden Seitenaufrufe und ob ein Rechner erfolgreich aufgerufen wurde – niemals deine eingegebenen technischen Werte. Ablehnen hat keine Nachteile.