F = m·g/n

Flaschenzug-Rechner: Zugkraft

Jeder tragende Seilstrang teilt die ideale Last; Reibung erhöht die reale Zugkraft.

MINTSI
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Eingaben

Die ideale (reibungsfreie) Zug- oder Antriebskraft am freien Seilende, um die Lastmasse zu halten oder zu heben. Die real nötige Kraft ist wegen Reibung in Rollen und Seil etwas größer.

Die zu hebende oder haltende Masse. Woher: Wiegen oder aus einem Datenblatt/Lastenheft.

Die Fallbeschleunigung; Richtwert 9,81 m/s².

Die Anzahl der Seilstränge, die die bewegliche (lose) Rolle tatsächlich tragen – nicht die Anzahl der Rollen. Beim einfachen Flaschenzug mit einer losen Rolle und zwei tragenden Strängen ist n = 2; jeder weitere tragende Strang halbiert die ideale Zugkraft erneut.

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Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

F = m·g / n

Jeder tragende Seilstrang teilt die ideale Last; Reibung erhöht die reale Zugkraft.

Eingaben verstehen
  • Zugkraft F — Die ideale (reibungsfreie) Zug- oder Antriebskraft am freien Seilende, um die Lastmasse zu halten oder zu heben. Die real nötige Kraft ist wegen Reibung in Rollen und Seil etwas größer.
  • Lastmasse m — Die zu hebende oder haltende Masse. Woher: Wiegen oder aus einem Datenblatt/Lastenheft.
  • Erdbeschleunigung g — Die Fallbeschleunigung; Richtwert 9,81 m/s².
  • Tragende Seilstränge n — Die Anzahl der Seilstränge, die die bewegliche (lose) Rolle tatsächlich tragen – nicht die Anzahl der Rollen. Beim einfachen Flaschenzug mit einer losen Rolle und zwei tragenden Strängen ist n = 2; jeder weitere tragende Strang halbiert die ideale Zugkraft erneut.
Beispiel

100 kg mit zwei tragenden Strängen: 490 N ideal.

Annahmen und Grenzen

Reibungsfreier Flaschenzug; Seilgewicht und Elastizität fehlen.

Fachartikel

Flaschenzug-Rechner: Zugkraft verstehen

Der Rechner bestimmt die ideale Zugkraft eines Flaschenzugs aus der Lastmasse und der Anzahl tragender Seilstränge. Er erklärt, warum ein Flaschenzug keine Arbeit spart, sondern Kraft gegen Zugweg tauscht – ein Prinzip, das seit Jahrhunderten beim Trimmen von Segeln auf Schiffen genutzt wird.

Was beschreibt diese Größe?

Bei einem idealen, reibungsfreien Flaschenzug verteilt sich die Gewichtskraft der Last gleichmäßig auf alle tragenden Seilstränge: F = m·g/n. Je mehr tragende Stränge n vorhanden sind, desto geringer ist die am freien Seilende nötige Zugkraft.

Bei einem Flaschenzug mit vier tragenden Strängen (4:1) muss zum Anheben der Last um 1 m das freie Seilende um 4 m gezogen werden – die Kraft sinkt auf ein Viertel, der zurückzulegende Weg steigt aber auf das Vierfache. Genau dieses Prinzip nutzen Seemannsknoten und Talje-Systeme beim Segeltrimm seit Jahrhunderten: Ein Mensch kann damit Lasten bewegen, die weit über seiner eigenen Zugkraft liegen.

Formel und Variablen

F = m·g / n

  • F = m·g / n
  • m = F·n / g
  • n = m·g / F
Symbol / EingabeBedeutung
Zugkraft FDie ideale (reibungsfreie) Zug- oder Antriebskraft am freien Seilende, um die Lastmasse zu halten oder zu heben. Die real nötige Kraft ist wegen Reibung in Rollen und Seil etwas größer.
Lastmasse mDie zu hebende oder haltende Masse. Woher: Wiegen oder aus einem Datenblatt/Lastenheft.
Erdbeschleunigung gDie Fallbeschleunigung; Richtwert 9,81 m/s².
Tragende Seilstränge nDie Anzahl der Seilstränge, die die bewegliche (lose) Rolle tatsächlich tragen – nicht die Anzahl der Rollen. Beim einfachen Flaschenzug mit einer losen Rolle und zwei tragenden Strängen ist n = 2; jeder weitere tragende Strang halbiert die ideale Zugkraft erneut.

Eingaben richtig wählen

Gib zwei der drei Größen ein. Für die Zugkraft werden Lastmasse und Anzahl tragender Stränge benötigt, für die Lastmasse Zugkraft und Stränge, für die Stränge Zugkraft und Lastmasse. n ist die Anzahl der Seilabschnitte, die die bewegliche Rolle tatsächlich tragen, nicht die Gesamtzahl der Rollen.

So benutzt du den Rechner

Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Bedenke, dass der reale Kraftaufwand wegen Reibung in Rollen und Seil etwas über dem hier berechneten idealen Wert liegt.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Gegeben sind m = 100 kg und n = 2 tragende Stränge. Einsetzen ergibt F = 100 kg · 9,80665 m/s² / 2 ≈ 490,3 N.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Eine ideale Zugkraft von 490,3 N bedeutet, dass bei zwei tragenden Strängen nur die Hälfte der Gewichtskraft der Last (rund 981 N) am freien Seilende aufgebracht werden muss. Im Gegenzug muss das Seil doppelt so weit gezogen werden, wie die Last angehoben wird.

Kraft in Newton (N), Masse in Kilogramm (kg), Erdbeschleunigung g in m/s². Die Anzahl tragender Stränge n ist eine dimensionslose ganze Zahl.

Typische Anwendungen

Flaschenzüge werden in der Hebetechnik, bei Kranen und Wincheninstallationen, in der Bergungstechnik sowie beim Segeltrimm zur Kraftübersetzung eingesetzt, wenn die verfügbare Antriebs- oder Handkraft begrenzt ist.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Die Formel beschreibt den idealen, reibungsfreien Flaschenzug. Reale Systeme benötigen wegen Rollenreibung und Seilsteifigkeit eine etwas höhere Zugkraft als den idealen Wert; zusätzlich wird beim Beschleunigen der Last dynamisch mehr Kraft benötigt als im statischen Gleichgewicht.

Typischer Fehler: Einen Flaschenzug nicht als Weg, Energie zu sparen, missverstehen: Die insgesamt verrichtete Arbeit (Kraft mal Weg) bleibt bei idealer, verlustfreier Betrachtung gleich – ein Flaschenzug tauscht ausschließlich Kraft gegen Zugweg. Außerdem darf n nicht mit der Gesamtzahl aller Rollen im System verwechselt werden, sondern zählt ausschließlich die tatsächlich tragenden Seilabschnitte an der beweglichen Rolle.

Häufige Fragen

Spart ein Flaschenzug Energie oder Arbeit?

Nein. Bei idealer, reibungsfreier Betrachtung bleibt die verrichtete Arbeit gleich; ein Flaschenzug tauscht lediglich weniger Kraft gegen einen längeren Zugweg.

Wie viele tragende Stränge zählen bei einem Flaschenzug mit mehreren Rollen?

Es zählen nur die Seilabschnitte, die tatsächlich die bewegliche (lasttragende) Rolle direkt tragen, nicht die Gesamtzahl aller im System verbauten Rollen.

Warum ist die reale Zugkraft höher als der berechnete ideale Wert?

Wegen Reibung in den Rollenlagern und Seilsteifigkeit, die einen Teil der eingesetzten Kraft in Wärme umsetzt, statt sie vollständig auf die Last zu übertragen.