P = 2π · n · M / 60
P = M·ω; bei gleicher Drehzahl führt doppeltes Drehmoment zu doppelter Leistung.
P = M·ω; bei gleicher Drehzahl führt doppeltes Drehmoment zu doppelter Leistung.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
P = M·ω; bei gleicher Drehzahl führt doppeltes Drehmoment zu doppelter Leistung.
47,75 N·m bei 1.500 min⁻¹ entsprechen rund 7,5 kW.
Konstantes Drehmoment und Wirkungsgrad 100 % zwischen Welle und Last.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Wellenleistung P, Drehmoment M und Drehzahl n die jeweils dritte. Er zeigt den direkten Zusammenhang zwischen Antriebsauslegung, Drehmoment und Drehzahl und erklärt die gebräuchliche Kurzformel P[kW] ≈ M[N·m]·n[min⁻¹]/9.550.
Die mechanische Leistung einer rotierenden Welle ist das Produkt aus Drehmoment M und Winkelgeschwindigkeit ω: P = M·ω. Da die Drehzahl n meist in Umdrehungen pro Minute angegeben wird, gilt umgerechnet P = 2π·n·M/60 in Watt, beziehungsweise näherungsweise P[kW] = M[N·m]·n[min⁻¹]/9.550.
Man kann sich die Wellenleistung wie die Leistung eines Ruderers vorstellen: Sie steigt sowohl mit der Kraft pro Ruderschlag (Drehmoment) als auch mit der Anzahl der Schläge pro Minute (Drehzahl). Ein Motor mit doppeltem Drehmoment bei gleicher Drehzahl liefert doppelte Leistung – ebenso ein Motor mit doppelter Drehzahl bei gleichem Drehmoment.
P = 2π · n · M / 60
P = 2π · n · M / 60P[kW] ≈ M[N·m] · n[min⁻¹] / 9.550M = P / (2π · n / 60)n = P / (2π · M / 60)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Wellenleistung P | Die an der Welle übertragene Leistung – wie schnell Energie durch die Drehbewegung fließt. Sie folgt aus Drehmoment M und Drehzahl n; bei gleichem Drehmoment führt eine höhere Drehzahl zu mehr Leistung. |
| Drehmoment M | Das übertragene Drehmoment an der Welle. Woher: Drehmomentsensor, das Typenschild eines Motors (Nenndrehmoment) oder als Ergebnis, wenn P und n bekannt sind. |
| Drehzahl n | Die Drehzahl der Welle in Umdrehungen pro Minute (min⁻¹). Woher: Drehzahlmesser (Tachometer), Motor-Typenschild oder eine Auslegungsvorgabe. |
Gib zwei der drei Größen ein. P ist die mechanische Arbeit pro Zeit an der betrachteten Welle, M das dort wirkende Drehmoment und n die zugehörige Drehzahl. Für P werden M und n benötigt, für M die Größen P und n, für n die Größen P und M. Alle Werte müssen zum selben Betriebspunkt und zur selben Welle gehören; die Drehzahl wird in Umdrehungen pro Minute (min⁻¹) angegeben, nicht als Winkelgeschwindigkeit in rad/s.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Für eine schnelle Überschlagsrechnung ohne Rechner genügt die Kurzformel P[kW] ≈ M[N·m]·n[min⁻¹]/9.550.
Gegeben sind M = 47,75 N·m und n = 1.500 min⁻¹. Einsetzen ergibt P = 2π · 1.500 · 47,75 / 60 ≈ 7.500 W = 7,5 kW. Mit der Kurzformel: P ≈ 47,75 · 1.500 / 9.550 ≈ 7,5 kW – beide Wege stimmen überein.
Eine Wellenleistung von 7,5 kW bei 1.500 min⁻¹ ist die momentan übertragene mechanische Leistung an genau diesem Betriebspunkt. Bei gleichbleibender Leistung, aber geringerer Drehzahl (z. B. nach einem idealisierten Untersetzungsgetriebe), steigt das Drehmoment entsprechend an. In einem realen Getriebe ist die Abtriebsleistung wegen des Wirkungsgrades kleiner als die Antriebsleistung; Eingangs- und Ausgangswerte dürfen deshalb nicht ohne Wirkungsgradkorrektur gemischt werden.
Die SI-Einheit der Leistung ist Watt (W), in der Antriebstechnik meist kW. Drehmoment wird in N·m angegeben, Drehzahl in min⁻¹ (Umdrehungen pro Minute) oder rad/s. Die Konstante 9.550 ergibt sich aus 60.000/(2π) und dient der direkten Umrechnung von N·m und min⁻¹ in kW.
Die Formel wird bei der Auslegung von Elektromotoren, Verbrennungsmotoren, Pumpen, Lüftern und Getrieben verwendet, um aus Katalogangaben zu Drehmoment und Drehzahl die erforderliche Antriebsleistung zu bestimmen oder umgekehrt aus einer bekannten Motorleistung das verfügbare Drehmoment abzuschätzen.
Die Formel setzt konstantes Drehmoment bei der betrachteten Drehzahl sowie einen Wirkungsgrad von 100 % zwischen Welle und Verbraucher voraus. Reale Antriebe verlieren durch Lager-, Getriebe- und Luftreibung einen Teil der Leistung; die tatsächlich nutzbare Abtriebsleistung liegt daher unter dem berechneten Wert.
Typischer Fehler: Drehzahl in min⁻¹ nicht ungeprüft direkt als Winkelgeschwindigkeit in rad/s in die Formel P = M·ω einsetzen – dafür ist zunächst die Umrechnung n[min⁻¹]·2π/60 = ω[rad/s] nötig. Außerdem darf ein bei einer bestimmten Drehzahl gemessenes Drehmoment nicht ungeprüft auf andere Drehzahlen desselben Motors übertragen werden, da die Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie meist nicht konstant ist.
Sie fasst die Umrechnung von Umdrehungen pro Minute in Radiant pro Sekunde und von Watt in Kilowatt zusammen: 9.550 ≈ 60.000/(2π). Damit lässt sich P[kW] direkt aus M[N·m] und n[min⁻¹] berechnen.
Bei vielen Motoren ist die Nennleistung über einen Drehzahlbereich annähernd konstant, wodurch das verfügbare Drehmoment mit steigender Drehzahl sinkt und umgekehrt.
Sie liefert die ideale mechanische Leistung ohne Verluste. Für die reale Motorauslegung müssen zusätzlich Wirkungsgrad, Anlaufmoment und Lastprofil berücksichtigt werden.
Nur Werte desselben Betriebspunkts an derselben Welle. Nennmoment mit Leerlaufdrehzahl oder Eingangsdrehmoment mit Ausgangsdrehzahl ergibt keine physikalisch zugehörige Leistung.
Es ist mechanische Wellenleistung. Die elektrische Aufnahmeleistung eines Motors ist wegen der Verluste größer; sie folgt erst aus der Wellenleistung und dem Motorwirkungsgrad.