M₂ = M₁ · i · η
Untersetzung erhöht das Moment proportional zur Übersetzung, Verluste reduzieren den nutzbaren Wert.
Untersetzung erhöht das Moment proportional zur Übersetzung, Verluste reduzieren den nutzbaren Wert.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Untersetzung erhöht das Moment proportional zur Übersetzung, Verluste reduzieren den nutzbaren Wert.
100 N·m · 2,5 · 95 % = 237,5 N·m.
Konstante Übersetzung; Lastspitzen und Zahnflankenfaktoren fehlen.
Der Rechner bestimmt aus drei bekannten Größen unter Abtriebsmoment M₂, Antriebsmoment M₁, Übersetzung i und Wirkungsgrad η die vierte Größe. Er zeigt, warum sich Verluste in mehrstufigen Getrieben multiplizieren statt addieren – und warum bereits mehrere gute Einzelwirkungsgrade zusammen einen spürbar niedrigeren Gesamtwirkungsgrad ergeben können.
Das Abtriebsmoment eines Getriebes ergibt sich aus dem Antriebsmoment, multipliziert mit der Übersetzung und dem Wirkungsgrad: M₂ = M₁·i·η. Der Wirkungsgrad η fasst dabei alle Verluste durch Zahnreibung, Lager und Verzahnungswirkungsgrad in einer einzigen Kennzahl zusammen.
Bei einem zweistufigen Planetengetriebe mit je 96 % und 95 % Stufenwirkungsgrad ergibt sich der Gesamtwirkungsgrad nicht als Mittelwert, sondern als Produkt: 0,96 · 0,95 ≈ 91,2 %. Obwohl jede einzelne Stufe für sich genommen als effizient gilt, addieren sich die Verluste über mehrere Stufen spürbar – ein Effekt, der bei der Auswahl mehrstufiger Getriebe leicht unterschätzt wird.
M₂ = M₁ · i · η
M₂ = M₁ · i · ηM₁ = M₂ / (i · η)η = M₂ / (M₁ · i)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Abtriebsmoment M₂ | Das an der Abtriebswelle nutzbar verfügbare Drehmoment. Als Ergebnis folgt es aus M₁·i·η. |
| Antriebsmoment M₁ | Das an der Antriebswelle anliegende Drehmoment. Woher: Drehmomentsensor oder das Nenndrehmoment des Antriebsmotors laut Typenschild. |
| Übersetzung i | Die Übersetzung i = n₁/n₂. Woher: Getriebe-Typenschild oder aus den Zähnezahlen berechnet. |
| Wirkungsgrad η | Der Wirkungsgrad des Getriebes – der Anteil der eingehenden Leistung, der nach Reibungs- und Verzahnungsverlusten am Abtrieb ankommt (0,95 = 95 %). Woher: Getriebe-Datenblatt; Richtwert Stirnradstufe etwa 0,96–0,99, Schneckengetriebe deutlich niedriger. |
Gib drei der vier Größen ein, um die vierte zu bestimmen. Der Wirkungsgrad η ist dimensionslos und liegt typischerweise zwischen 0,9 und 0,99 je Getriebestufe. Bei mehrstufigen Getrieben ist η bereits der Gesamtwirkungsgrad aller Stufen zusammen, nicht nur einer einzelnen Stufe.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die drei bekannten Werte mit Einheit ein. Ermittle bei mehrstufigen Getrieben den Gesamtwirkungsgrad zunächst als Produkt der Einzelwirkungsgrade, bevor du ihn in diesen Rechner einträgst.
Gegeben sind M₁ = 100 N·m, i = 2,5 und η = 0,95. Einsetzen ergibt M₂ = 100 · 2,5 · 0,95 = 237,5 N·m.
Ein Abtriebsmoment von 237,5 N·m liegt unter dem idealen, verlustfreien Wert von 250 N·m (100 · 2,5), da 5 % der übertragenen Leistung als Verlustwärme abgeführt werden. Für die Bauteilauslegung nachgeschalteter Komponenten ist stets das reale, wirkungsgradbehaftete Abtriebsmoment maßgeblich.
Drehmoment in Newtonmeter (N·m), Übersetzung i und Wirkungsgrad η sind dimensionslose Verhältniszahlen.
Jede Getriebestufe gibt nur einen Anteil η der bei ihr ankommenden Leistung an die nächste Stufe weiter; der Rest geht als Wärme verloren. Bei zwei hintereinandergeschalteten Stufen kommt bei der zweiten Stufe daher nicht mehr die volle Eingangsleistung an, sondern bereits nur der Anteil η₁ davon – die zweite Stufe wendet ihren eigenen Wirkungsgrad η₂ auf diese bereits reduzierte Leistung an. Das Ergebnis ist das Produkt η₁·η₂, nicht deren Summe oder Mittelwert. Bei drei oder mehr Stufen setzt sich dieser Effekt fort und kann den Gesamtwirkungsgrad deutlich unter den scheinbar guten Einzelwerten drücken.
Die Formel wird bei der Auslegung von Getriebemotoren, Förderantrieben, Werkzeugmaschinen sowie bei der Abschätzung des tatsächlich nutzbaren Drehmoments hinter mehrstufigen Getrieben verwendet.
Die Formel setzt einen für den Betriebspunkt konstanten Wirkungsgrad voraus. Real hängt der Wirkungsgrad von Last, Drehzahl, Temperatur und Schmierung ab und kann bei Teillast oder ungünstigen Betriebsbedingungen niedriger als der Nennwirkungsgrad ausfallen.
Typischer Fehler: Bei mehrstufigen Getrieben die Wirkungsgrade der Einzelstufen nicht addieren oder mitteln, sondern multiplizieren – zwei Stufen mit je 95 % ergeben zusammen etwa 90,25 %, nicht 95 %. Außerdem darf das ideale Abtriebsmoment (ohne η) nicht als reale Auslegungsgrundlage für nachgeschaltete Bauteile verwendet werden.
Als Produkt der drei Einzelwirkungsgrade, zum Beispiel η_ges = η₁·η₂·η₃. Bei je 97 %, 96 % und 95 % ergibt das rund 88,5 % statt der scheinbar unkritischen Einzelwerte.
Weil ein Teil der übertragenen Leistung durch Reibung in Verzahnung und Lagern als Wärme verloren geht. Der Wirkungsgrad η erfasst genau diesen Anteil.
Für viele Zahnradstufen ja, insbesondere für Stirnradstufen, die oft 97–99 % erreichen. Bei mehrstufigen Getrieben zählt aber immer der Gesamtwirkungsgrad aller Stufen zusammen.