p = F / A
Kleine Kontaktflächen erzeugen bei gleicher Kraft hohe Drücke.
Kleine Kontaktflächen erzeugen bei gleicher Kraft hohe Drücke.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Kleine Kontaktflächen erzeugen bei gleicher Kraft hohe Drücke.
1.000 N auf 100 cm² ergeben 1 bar.
Gleichmäßig verteilte, statische Normallast.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Druck p, Kraft F und Fläche A die jeweils dritte. Er zeigt, warum dieselbe Kraft je nach Flächengröße einen völlig unterschiedlichen Druck erzeugen kann, und erklärt den Unterschied zwischen Über- und Absolutdruck.
Druck ist die senkrecht auf eine Fläche wirkende Kraft, bezogen auf die Größe dieser Fläche: p = F/A. Bei gleicher Kraft erzeugt eine kleinere Fläche einen höheren Druck.
Eine Person in High-Heels und eine Person in flachen, breiten Schuhen können dasselbe Körpergewicht und damit dieselbe Kraft auf den Boden ausüben. Weil die Absatzfläche eines Stöckelschuhs jedoch sehr viel kleiner ist als eine flache Sohle, kann der Druck unter dem Absatz um ein Vielfaches höher sein als unter einem breiten Schuh – in Extremfällen sogar höher als unter dem Fuß eines Elefanten.
p = F / A
p = F / AF = p · AA = F / p| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Mittlerer Druck p | Die mittlere, als gleichmäßig verteilt angenommene Kraft je Flächeneinheit. Bei Gasen/Flüssigkeiten meist als Überdruck gegenüber der Atmosphäre gemeint (ein Manometer zeigt Überdruck an), nicht als Absolutdruck – im Zweifel am Messgerät oder im Datenblatt prüfen. |
| Normalkraft F | Die Kraft, die senkrecht auf die Fläche A drückt oder zieht. Woher: Kraftmessung, ein bekanntes Gewicht (F = m·g) oder als Ergebnis aus p·A. |
| Wirksame Fläche A | Die tatsächlich belastete Fläche, auf die F wirkt – nicht die Gesamtfläche des Bauteils, sondern nur der Kontakt- oder Wirkbereich. Woher: aus einer Zeichnung berechnen (z. B. Kreisfläche π·d²/4) oder direkt ausmessen. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für den Druck werden Kraft und Fläche benötigt, für die Kraft Druck und Fläche, für die Fläche Kraft und Druck. Kläre vor allem bei Fluiden, ob der angegebene oder gesuchte Druck ein Überdruck (relativ zur Atmosphäre) oder ein Absolutdruck ist.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Prüfe bei technischen Angaben, ob eine Kraft senkrecht zur Fläche wirkt oder ob zunächst eine Kraftkomponente bestimmt werden muss.
Gegeben sind F = 1.000 N und A = 100 cm² = 0,01 m². Einsetzen ergibt p = 1.000 N / 0,01 m² = 100.000 Pa = 1 bar. Würde dieselbe Kraft auf nur 1 cm² wirken, ergäbe sich bereits p = 100 bar.
Ein Druck von 1 bar (100.000 Pa) entspricht etwa dem mittleren Luftdruck auf Meereshöhe. Das Beispiel zeigt: Nicht allein die Kraft, sondern das Verhältnis von Kraft zu Fläche entscheidet über die mechanische Beanspruchung – deshalb verteilen breite Fundamente oder Ski eine gegebene Kraft auf eine größere Fläche und senken so den Druck.
Die SI-Einheit ist Pascal (Pa = N/m²). In der Technik sind bar, kPa, MPa und psi gebräuchlich: 1 bar = 100.000 Pa = 100 kPa, und 1 MPa = 1 N/mm². Eine physikalische Normatmosphäre (1 atm) entspricht 101.325 Pa.
Der Absolutdruck wird gegenüber dem Vakuum (Druck null) gemessen. Der Überdruck (Gauge-Druck) wird dagegen relativ zum aktuellen Atmosphärendruck angegeben und ist die an den meisten technischen Manometern übliche Anzeige. Es gilt näherungsweise Absolutdruck = Überdruck + Atmosphärendruck (rund 1,013 bar auf Meereshöhe). Bei Berechnungen mit idealen Gasen oder Vakuumanwendungen ist stets der Absolutdruck erforderlich.
Druckberechnungen werden bei der Auslegung von Fundamenten und Stützflächen, hydraulischen und pneumatischen Systemen, Reifendruckangaben sowie in der Werkstoffprüfung zur Abschätzung von Flächenpressung verwendet.
Die Formel liefert einen über die Fläche gemittelten Druck bei einer gleichmäßig verteilten, senkrechten Normalkraft. Bei ungleichmäßiger Lastverteilung, Kerbwirkung oder schräg angreifenden Kräften weicht die tatsächliche lokale Flächenpressung vom Mittelwert ab und erfordert eine genauere Spannungsanalyse.
Typischer Fehler: Kraft und Druck nicht gleichsetzen: Dieselbe Kraft kann je nach Fläche einen sehr unterschiedlichen Druck erzeugen. Bei Fluiddrücken Über- und Absolutdruck nicht verwechseln – ein Manometer zeigt üblicherweise den Überdruck gegenüber der Atmosphäre an, nicht den Absolutdruck.
Weil die Kraft (das Körpergewicht) bei beiden gleich ist, sich aber auf eine viel kleinere Absatzfläche verteilt. Nach p = F/A steigt der Druck, wenn die Fläche sinkt.
Nahezu: 1 bar = 100.000 Pa, 1 atm = 101.325 Pa. Für die meisten technischen Abschätzungen ist der Unterschied vernachlässigbar.
1 MPa entspricht 1.000.000 Pa und ist zugleich gleich 1 N/mm², was es für Bauteilberechnungen mit Millimeterabmessungen praktisch macht.
Nein, handelsübliche Reifendruckmesser zeigen den Überdruck gegenüber der Atmosphäre; der tatsächliche Absolutdruck im Reifen liegt um den Atmosphärendruck höher.