ε = ΔL / L0
Dehnung ist dimensionslos; 0,001 entspricht 0,1 % beziehungsweise 1.000 µm/m.
Dehnung ist dimensionslos; 0,001 entspricht 0,1 % beziehungsweise 1.000 µm/m.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Dehnung ist dimensionslos; 0,001 entspricht 0,1 % beziehungsweise 1.000 µm/m.
0,1 mm auf 100 mm entspricht ε = 0,001 = 0,1 %.
Kleine Dehnung; lokale Plastifizierung und Querkontraktion werden nicht ausgewertet.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter technischer Dehnung ε, Längenänderung ΔL und Ausgangslänge L0 die jeweils dritte. Er zeigt, warum Dehnung als dimensionslose Verhältniszahl angegeben wird, und ordnet typische Dehnungswerte anhand des enormen Unterschieds zwischen dehnbarem Gummi und sprödem Stahl ein.
Die technische Dehnung ist die relative Längenänderung eines belasteten Bauteils: ε = ΔL/L0. Sie ist dimensionslos und wird häufig zusätzlich in Prozent oder als µm/m angegeben.
Naturkautschuk kann sich vor dem Reißen um bis zu etwa 700 % dehnen, während viele Stahlsorten bereits bei rund 10–20 % Dehnung brechen – und im rein elastischen Bereich sogar nur bei einigen Zehntel Prozent bleiben. Dieser Größenunterschied von mehr als dem Tausendfachen erklärt, warum ein Gummiband sich weit dehnen lässt, ein Stahldraht dagegen bei vergleichbarer relativer Dehnung längst gerissen wäre.
ε = ΔL / L0
ε = ΔL / L0ΔL = ε · L0L0 = ΔL / ε| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Technische Dehnung ε | Die technische Dehnung – wie stark sich das Bauteil relativ zu seiner Ausgangslänge verlängert oder verkürzt hat. Dimensionslos; oft auch in µm/m oder Prozent angegeben (0,001 = 1000 µm/m = 0,1 %). |
| Längenänderung ΔL | Die gemessene Längenänderung zwischen unbelastetem und belastetem Zustand. Woher: Messschieber, Feinzeiger oder Dehnungsmessstreifen. Positiv bei Verlängerung (Zug), negativ bei Verkürzung (Druck). |
| Ausgangslänge L0 | Die Ausgangs- bzw. Messlänge vor dem Aufbringen der Last. Woher: Messschieber oder ein Zeichnungsmaß. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für die Dehnung werden Längenänderung und Ausgangslänge benötigt, für die Längenänderung Dehnung und Ausgangslänge, für die Ausgangslänge Dehnung und Längenänderung. Miss ΔL und L0 an derselben, klar definierten Messstrecke.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Prüfe, ob eine Prozent- oder eine reine Verhältnisangabe erwartet wird, und rechne bei Bedarf mit dem Faktor 100 um.
Gegeben sind ΔL = 0,1 mm und L0 = 100 mm. Einsetzen ergibt ε = 0,1/100 = 0,001, also 0,1 % beziehungsweise 1.000 µm/m.
Eine Dehnung von 0,001 (0,1 %) bedeutet, dass sich das Bauteil um ein Tausendstel seiner Ausgangslänge verlängert hat. Für viele metallische Werkstoffe liegt der rein elastische Bereich, in dem sich das Bauteil nach Entlastung vollständig zurückbildet, nur bei Dehnungen bis etwa 0,1–0,2 %.
Dehnung ist dimensionslos; gebräuchliche Angabeformen sind das reine Verhältnis (z. B. 0,001), Prozent (0,1 %) oder µm/m beziehungsweise µε (1.000 µm/m entsprechen 0,001).
Dehnungsmessungen werden in der Werkstoffprüfung (Zugversuch), bei der Auswertung von Dehnungsmessstreifen an Bauteilen, in der Baustatik zur Verformungskontrolle sowie bei der Qualitätsprüfung dehnbarer Materialien wie Gummi und Kunststoffen verwendet.
Die Formel beschreibt die technische (nominelle) Dehnung bezogen auf die ursprüngliche Länge L0. Bei großen Verformungen, wie sie bei Gummi oder duktilen Metallen kurz vor dem Bruch auftreten, weicht die technische Dehnung zunehmend von der wahren (logarithmischen) Dehnung ab, die auf die jeweils aktuelle Länge bezogen ist.
Typischer Fehler: Dehnung nicht mit Längenänderung verwechseln: ΔL ist eine absolute Länge (z. B. in mm), ε ist das dimensionslose Verhältnis dazu. Außerdem bei sehr großen Dehnungen (deutlich über einigen Prozent) nicht unkritisch mit der linearen Näherung ε = ΔL/L0 arbeiten, da diese die Querkontraktion und andere nichtlineare Effekte nicht erfasst.
Weil sie das Verhältnis zweier Längen ist (ΔL/L0), wobei sich die Längeneinheiten kürzen. Gebräuchlich sind dennoch Prozent- oder µm/m-Angaben zur besseren Anschaulichkeit.
Naturkautschuk erreicht bis zu etwa 700 % Dehnung vor dem Reißen, viele Stahlsorten dagegen nur etwa 10–20 % – ein Unterschied um mehr als das 30-Fache.
Für die meisten Baustähle liegt das bereits im oberen Bereich des rein elastischen Verhaltens; für Gummi oder viele Kunststoffe ist es dagegen eine sehr kleine, unkritische Dehnung.