F = m · v² / r
Die Kraft wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit und sinkt mit größerem Radius.
Die Kraft wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit und sinkt mit größerem Radius.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
F = m·v²/r steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit: Die doppelte Geschwindigkeit erfordert bei gleichem Radius die vierfache Kraft, etwa als Haftreibung in einer Kurve oder als Seilkraft.
Die Kraft wächst quadratisch mit der Geschwindigkeit und sinkt mit größerem Radius.
100 kg, 10 m/s und 10 m Radius ergeben 1.000 N.
Gleichförmige Kreisbewegung; Lager- und Reibungskräfte fehlen.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Zentripetalkraft F, Masse m, Bahngeschwindigkeit v und Kreisradius r die jeweils dritte. Er klärt einen der hartnäckigsten physikalischen Irrtümer: Die vermeintliche 'Fliehkraft', die man in einer Kurve nach außen zu spüren glaubt, ist keine reale, am Körper angreifende Kraft.
Die Zentripetalkraft ist die resultierende, zum Kreismittelpunkt gerichtete Kraft, die einen Körper auf einer Kreisbahn hält: F = m·v²/r. Ohne diese nach innen gerichtete Kraft würde sich der Körper nach dem Trägheitsprinzip geradlinig weiterbewegen.
In einer Kurve liefert die Haftreibung zwischen Reifen und Fahrbahn die Zentripetalkraft, die das Fahrzeug auf der Kreisbahn hält – reicht die Reibung nicht aus, rutscht das Fahrzeug tangential aus der Kurve, statt nach außen 'geschleudert' zu werden. Das Gefühl, in der Kurve nach außen gedrückt zu werden, entsteht nur, weil der eigene Körper (in einem mitrotierenden, nicht-trägen Bezugssystem) der tatsächlichen Kreisbewegung des Fahrzeugs hinterherhinkt; eine reale, nach außen wirkende Kraft existiert dabei nicht.
F = m · v² / r
F = m · v² / rv = √(F·r/m)r = m·v²/F| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Zentripetalkraft F | Die nach innen zum Kreismittelpunkt gerichtete Kraft, die die Kreisbewegung erzwingt (z. B. Seilspannung, Kurvenreibung oder Schienendruck) – sie ist keine zusätzliche, nach außen wirkende „Fliehkraft“, sondern deren Gegenstück. |
| Masse m | Die bewegte Masse. Woher: Wiegen oder aus einer Zeichnung/Stückliste. |
| Bahngeschwindigkeit v | Die Bahngeschwindigkeit (Betrag der Geschwindigkeit entlang der Kreisbahn), nicht die Winkelgeschwindigkeit. |
| Kreisradius r | Der Radius der Kreisbahn, gemessen vom Drehzentrum bis zum Körper. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für die Zentripetalkraft werden Masse, Geschwindigkeit und Radius benötigt (zwei davon zusammen mit F, um die dritte zu bestimmen). F ist dabei stets die resultierende radiale Kraft, die tatsächlich zum Kreismittelpunkt wirkt – bei einer Kurvenfahrt üblicherweise die Reibkraft der Reifen.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Vergleiche das Ergebnis anschließend mit der maximal verfügbaren Kraft (z. B. der maximalen Haftreibung), um zu prüfen, ob die Kreisbewegung bei dieser Geschwindigkeit und diesem Radius überhaupt aufrechterhalten werden kann.
Gegeben sind m = 100 kg, v = 10 m/s und r = 10 m. Einsetzen ergibt F = 100 kg · 10² m²/s² / 10 m = 1.000 N.
Eine Zentripetalkraft von 1.000 N ist die Kraft, die nötig ist, um die 100-kg-Masse bei 10 m/s auf einer Kreisbahn mit 10 m Radius zu halten. Reicht die tatsächlich verfügbare Kraft (etwa Reibung oder Seilzugkraft) nicht aus, verlässt der Körper die Kreisbahn tangential in Bewegungsrichtung.
Kraft in Newton (N), Masse in Kilogramm (kg), Geschwindigkeit in m/s, Radius in Metern. Die Formel setzt konsistente SI-Einheiten voraus, da v quadratisch eingeht.
In einem ruhenden Bezugssystem außerhalb des rotierenden Körpers wirkt auf diesen ausschließlich die reale Zentripetalkraft nach innen zum Kreismittelpunkt – ohne sie würde sich der Körper geradlinig weiterbewegen, wie es das erste Newtonsche Gesetz vorhersagt. Die 'Fliehkraft' erscheint nur, wenn man die Bewegung aus einem mitrotierenden, also beschleunigten Bezugssystem betrachtet: In diesem nicht-trägen System muss eine zusätzliche Scheinkraft eingeführt werden, damit die Newtonschen Bewegungsgleichungen weiter gelten. Diese Scheinkraft entspricht keiner tatsächlichen physikalischen Wechselwirkung zwischen zwei Körpern und tritt in einem Inertialsystem nicht auf.
Zentripetalkraftberechnungen werden bei der Kurvenauslegung im Straßen- und Schienenbau, bei der Dimensionierung von Zentrifugen und Karussells sowie bei der Sicherheitsbewertung rotierender Maschinenteile verwendet.
Die Formel gilt für eine gleichförmige Kreisbewegung mit konstanter Bahngeschwindigkeit und konstantem Radius. Bei sich änderndem Radius oder ungleichförmiger Bahngeschwindigkeit sind zusätzlich Radial- und Tangentialbeschleunigung getrennt zu betrachten.
Typischer Fehler: Die 'Fliehkraft' nicht als reale, am Körper angreifende Kraft behandeln – sie ist eine Scheinkraft, die nur in einem mitrotierenden Bezugssystem auftritt. In einem ruhenden (Inertial-)Bezugssystem wirkt ausschließlich die reale Zentripetalkraft nach innen. Außerdem darf F nicht mit der Tangentialkraft verwechselt werden, die für eine Änderung der Bahngeschwindigkeit selbst zuständig wäre.
Nein. Aus Sicht eines ruhenden Beobachters wirkt nur die reale Zentripetalkraft nach innen. Die 'Fliehkraft' ist eine Scheinkraft, die nur in einem mitrotierenden, beschleunigten Bezugssystem auftritt.
In der Regel die Haftreibung zwischen Reifen und Fahrbahn. Reicht diese nicht aus, rutscht das Fahrzeug tangential aus der Kurve.
Der Körper kann die Kreisbahn nicht mehr halten und bewegt sich stattdessen näherungsweise geradlinig in Richtung seiner momentanen Bahngeschwindigkeit weiter.