Busch 2006, Abschnitt 5.11.3, Gl. (5.96) und (5.97)

Sternschaltung: Leiterspannung aus Strangspannung

In Stern addieren sich zwei um 120° versetzte Strangspannungen geometrisch zur Leiterspannung; der Faktor dazwischen ist stets √3.

MINTSI
01

Eingaben

Effektivspannung zwischen zwei Außenleitern des Sternverbrauchers.

Effektivspannung über einem einzelnen Strang, also zwischen Außenleiter und Sternpunkt.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

Uleiter = √3 · Ustrang

In Stern addieren sich zwei um 120° versetzte Strangspannungen geometrisch zur Leiterspannung; der Faktor dazwischen ist stets √3.

Eingaben verstehen
  • Leiterspannung UleiterEffektivspannung zwischen zwei Außenleitern des Sternverbrauchers.
  • Strangspannung UstrangEffektivspannung über einem einzelnen Strang, also zwischen Außenleiter und Sternpunkt.
Beispiel

Ustrang=230 V ergibt Uleiter=√3·230≈398,37 V (Normwert 400 V).

Annahmen und Grenzen

Symmetrische Sternschaltung mit gleichen Strangspannungen und 120°-Phasenversatz; Unsymmetrie und Nullleiterstrom fehlen.

Fachartikel

Sternschaltung: Leiterspannung aus Strangspannung verstehen

Der Rechner rechnet zwischen Strang- und Leiterspannung einer symmetrischen Sternschaltung um, eine der grundlegendsten Beziehungen der Drehstromtechnik.

Was beschreibt diese Größe?

In Stern liegt jeder Strang zwischen einem Außenleiter und dem gemeinsamen Sternpunkt. Zwei um 120° versetzte Strangspannungen addieren sich geometrisch zur Leiterspannung: Uleiter=√3·Ustrang.

Formel und Variablen

Uleiter = √3 · Ustrang

  • Uline = √3 · Uphase
  • Uphase = Uline / √3
Symbol / EingabeBedeutung
Leiterspannung UleiterEffektivspannung zwischen zwei Außenleitern des Sternverbrauchers.
Strangspannung UstrangEffektivspannung über einem einzelnen Strang, also zwischen Außenleiter und Sternpunkt.

Eingaben richtig wählen

Uphase ist die Spannung über einem einzelnen Strang (Außenleiter gegen Sternpunkt), Uline die Spannung zwischen zwei Außenleitern.

So benutzt du den Rechner

Eine der beiden Größen aus Typenschild oder Messung übernehmen; die andere ergibt sich direkt aus dem Faktor √3.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Ustrang=230 V ergibt Uleiter=√3·230≈398,37 V, im Netz auf 400 V normiert.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Der Faktor √3≈1,732 ist unabhängig von der Last und gilt für jede symmetrische Sternschaltung.

Uphase und Uline sind Spannungen.

Passender nächster Rechenschritt

Die entsprechende Beziehung für Dreieckschaltung liefert Dreieckschaltung: Leiterstrom.

Typische Anwendungen

Umrechnung zwischen Netz- und Gerätespannung bei Drehstromanschlüssen, Auslegung von Wicklungen in Stern und Verständnis des deutschen 230/400-V-Netzes.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Symmetrische Sternschaltung mit gleichen Strangspannungen und exaktem 120°-Versatz; Unsymmetrie, Oberschwingungen und Nullleiterstrom fehlen.

Typischer Fehler: Nicht Strang- und Leiterspannung verwechseln, wenn eine Wicklung für 230 V statt 400 V ausgelegt werden soll.

Häufige Fragen

Wofür ist „Sternschaltung: Leiterspannung aus Strangspannung“ gedacht?

Umrechnung zwischen Netz- und Gerätespannung bei Drehstromanschlüssen, Auslegung von Wicklungen in Stern und Verständnis des deutschen 230/400-V-Netzes.

Woher kommen die Eingabewerte?

Uphase ist die Spannung über einem einzelnen Strang (Außenleiter gegen Sternpunkt), Uline die Spannung zwischen zwei Außenleitern.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Symmetrische Sternschaltung mit gleichen Strangspannungen und exaktem 120°-Versatz; Unsymmetrie, Oberschwingungen und Nullleiterstrom fehlen.

Quellen, Methodik und Review

  • Rudolf Busch, Elektrotechnik und Elektronik für Maschinenbauer und Verfahrenstechniker, 4. Auflage 2006, Abschnitt 5.11.3, Gl. (5.96)/(5.97); Buchbeispiel 400 V/1,732 = 230 V (lokale Kapitel-PDF)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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Zuletzt aktualisiert
2026-09-17