Dubbel Kraftfahrzeugtechnik Q 2.1.4: Fst = m·g·sin α, Pst = Fst·v

Steigungswiderstand eines Fahrzeugs

Der Steigungswiderstand ist die Hangabtriebskraft des Fahrzeuggewichts entlang der geneigten Fahrbahn und geschwindigkeitsunabhängig.

MINTSI
01

Eingaben

Zusätzliche Antriebskraft, die allein zur Überwindung der Steigung erforderlich ist.

Gesamtmasse des Fahrzeugs einschließlich Zuladung.

Ortsabhängige Fallbeschleunigung, nahe Meereshöhe etwa 9,81 m/s².

Neigungswinkel der Fahrbahn zur Waagerechten.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

FSt = m·g·sin α

Der Steigungswiderstand ist die Hangabtriebskraft des Fahrzeuggewichts entlang der geneigten Fahrbahn und geschwindigkeitsunabhängig.

Eingaben verstehen
  • Steigungswiderstandskraft FStZusätzliche Antriebskraft, die allein zur Überwindung der Steigung erforderlich ist.
  • Fahrzeugmasse mGesamtmasse des Fahrzeugs einschließlich Zuladung.
  • Erdbeschleunigung gOrtsabhängige Fallbeschleunigung, nahe Meereshöhe etwa 9,81 m/s².
  • Steigungswinkel αNeigungswinkel der Fahrbahn zur Waagerechten.
Beispiel

m=1.500 kg, g=9,81 m/s² und α=10° ergeben FSt≈2.554,6 N.

Annahmen und Grenzen

Konstante Neigung und stationäre Fahrt; Beschleunigung, Rollwiderstand, Luftwiderstand und Bremswirkung bei Talfahrt sind zusätzlich zu bilanzieren.

Fachartikel

Steigungswiderstand eines Fahrzeugs verstehen

Der Rechner bestimmt den Steigungswiderstand, den dritten klassischen Fahrwiderstand neben Luft- und Rollwiderstand, aus Fahrzeugmasse und Neigungswinkel.

Was beschreibt diese Größe?

Auf einer geneigten Fahrbahn zerlegt sich die Gewichtskraft in einen Anteil senkrecht zur Fahrbahn und einen Anteil entlang der Fahrbahn; letzterer ist der Steigungswiderstand FSt=m·g·sin α.

Formel und Variablen

FSt = m·g·sin α

  • FSt = m·g·sin α
Symbol / EingabeBedeutung
Steigungswiderstandskraft FStZusätzliche Antriebskraft, die allein zur Überwindung der Steigung erforderlich ist.
Fahrzeugmasse mGesamtmasse des Fahrzeugs einschließlich Zuladung.
Erdbeschleunigung gOrtsabhängige Fallbeschleunigung, nahe Meereshöhe etwa 9,81 m/s².
Steigungswinkel αNeigungswinkel der Fahrbahn zur Waagerechten.

Eingaben richtig wählen

m ist die Fahrzeugmasse einschließlich Zuladung, g die Erdbeschleunigung und α der Neigungswinkel der Fahrbahn.

So benutzt du den Rechner

α aus dem Steigungsprozentsatz umrechnen (α=arctan(p/100)) oder direkt als Winkel übernehmen; m aus dem vollen Fahrzeuggewicht ansetzen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

m=1.500 kg, g=9,81 m/s² und α=10° ergeben FSt≈2.554,6 N.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Anders als Luft- und Rollwiderstand ist der Steigungswiderstand unabhängig von der Geschwindigkeit; bei Talfahrt wird er negativ und unterstützt die Fahrt.

m ist eine Masse, g eine Beschleunigung und α ein Winkel. FSt wird als Kraft ausgegeben.

Passender nächster Rechenschritt

Für die geschwindigkeitsabhängigen Anteile siehe Luftwiderstand eines Fahrzeugs und Rollwiderstand eines Fahrzeugs; Prozent und Winkel rechnet Gefälle und Steigung um.

Typische Anwendungen

Abschätzung der zusätzlich benötigten Antriebskraft und -leistung bei Bergfahrt, etwa für Anhängerbetrieb oder Elektrofahrzeug-Reichweitenplanung.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Stationäre Fahrt bei konstanter Steigung; Beschleunigung, Kurvenfahrt und wechselnde Steigung entlang der Strecke sind nicht enthalten.

Typischer Fehler: Nicht die Steigung in Prozent direkt als Winkel in Grad einsetzen; bei größeren Steigungen weichen beide Werte spürbar voneinander ab.

Häufige Fragen

Wofür ist „Steigungswiderstand eines Fahrzeugs“ gedacht?

Abschätzung der zusätzlich benötigten Antriebskraft und -leistung bei Bergfahrt, etwa für Anhängerbetrieb oder Elektrofahrzeug-Reichweitenplanung.

Woher kommen die Eingabewerte?

m ist die Fahrzeugmasse einschließlich Zuladung, g die Erdbeschleunigung und α der Neigungswinkel der Fahrbahn.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Stationäre Fahrt bei konstanter Steigung; Beschleunigung, Kurvenfahrt und wechselnde Steigung entlang der Strecke sind nicht enthalten.

Quellen, Methodik und Review

  • Dubbel, Kraftfahrzeugtechnik Q 2.1.4 Steigungswiderstand: Fst = m·g·sin α, Pst = Fst·v (lokale Kapitel-PDF)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

Verantwortlich
NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-16