Steigung [%] = 100 · Δh / L
Das Gefälle ist das Verhältnis von Höhenänderung zu waagerechter Strecke; Prozent und Winkel sind verschiedene Angaben.
Das Gefälle ist das Verhältnis von Höhenänderung zu waagerechter Strecke; Prozent und Winkel sind verschiedene Angaben.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Das Gefälle ist das Verhältnis von Höhenänderung zu waagerechter Strecke; Prozent und Winkel sind verschiedene Angaben.
1 m auf 10 m = 10 % bzw. 5,71°.
Gerade Strecke; Winkel wird aus arctan(Δh/L) abgeleitet.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Steigung s (als Verhältnis oder Prozent), Steigungswinkel α, Höhenänderung Δh und horizontaler Strecke L die übrigen Werte. Er klärt den häufigen Irrtum, dass 100 % Steigung einem 90°-Winkel entsprechen, obwohl tatsächlich 45° gemeint sind.
Die Steigung s ist das Verhältnis von vertikaler Höhenänderung Δh zu horizontaler Strecke L: s = Δh/L. Multipliziert mit 100 ergibt sich die Prozentangabe. Der zugehörige Steigungswinkel folgt aus α = arctan(Δh/L), da Steigung und Winkel über den Tangens und nicht linear zusammenhängen.
Eine Straßenrampe mit 10 % Steigung steigt auf 100 m horizontaler Strecke um 10 m an. Das entspricht einem Winkel von nur etwa 5,7° zur Waagerechten – deutlich flacher, als die Prozentzahl auf den ersten Blick vermuten lässt, weil Prozent und Grad unterschiedlichen mathematischen Funktionen folgen.
Steigung [%] = 100 · Δh / L
s = Δh / Ls [%] = 100 · Δh / Lα = arctan(Δh / L)Δh = L · tan(α)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Steigung s | Dimensionsloses Verhältnis Δh/L; 0,1 entspricht 10 %. Beim Lösen nach Δh oder L wird dieser Wert verwendet; 0 eingeben, um stattdessen den Winkel zu nutzen. |
| Steigungswinkel α | Winkel zur Waagerechten; 45° entspricht 100 % Steigung. |
| Höhenänderung Δh | Vertikaler Höhenunterschied, positiv bergauf. |
| Horizontale Strecke L | Waagerechte Projektion der Strecke. |
Gib zwei der vier Größen ein: Steigung, Winkel, Höhenänderung oder horizontale Strecke – wobei Steigung und Winkel bereits eine vollständige Beschreibung derselben Neigung sind und nur zusammen mit einer Streckenlänge eine konkrete Höhenänderung ergeben. Achte darauf, ob eine Prozent- oder eine Verhältnisangabe erwartet wird.
Wähle die gesuchte Zielgröße. Bei bekannter Neigung reicht die Angabe von Steigung oder Winkel; für eine konkrete Höhenänderung wird zusätzlich die horizontale Streckenlänge benötigt. Prüfe, ob die horizontale Strecke L oder die schräge (tatsächlich zurückgelegte) Weglänge gemeint ist, da beide bei steilen Neigungen spürbar voneinander abweichen.
Gegeben sind Δh = 1 m und L = 10 m. Einsetzen ergibt s = 1/10 = 0,1, also 10 %. Der Winkel folgt aus α = arctan(0,1) ≈ 5,71°. Bei 100 % Steigung (Δh = L) ergäbe sich dagegen α = arctan(1) = 45°.
Eine Steigung von 10 % bedeutet, dass die Strecke auf 100 m horizontaler Entfernung um 10 m ansteigt. Der zugehörige Winkel von 5,71° zeigt, dass Prozentangaben bei moderaten Steigungen deutlich größer wirken als der tatsächliche Neigungswinkel.
Steigung wird dimensionslos als Verhältnis oder in Prozent angegeben, der Winkel in Grad oder Radiant. Es gilt exakt: 100 % Steigung entspricht einem Winkel von 45°, nicht 90°, da tan(45°) = 1 ist.
Die Prozentangabe der Steigung ist das Verhältnis Δh/L, multipliziert mit 100. Bei 100 % ist Δh gleich L, sodass sich ein gleichschenkliges rechtwinkliges Dreieck ergibt und der Winkel zur Waagerechten arctan(1) = 45° beträgt. Ein senkrechter Anstieg (90°) entspräche dagegen einer horizontalen Strecke L von null, bei der die Prozentangabe rechnerisch gegen unendlich strebt. Diese nichtlineare Beziehung ist der Grund, warum bereits Steigungen ab etwa 30–40 % (entsprechend 17–22°) in Straßen- und Rampenbau als sehr steil gelten, obwohl die Prozentzahl auf den ersten Blick moderat wirken mag.
Steigungsberechnungen werden bei Straßen- und Rampenplanung, im Bahnbau, bei Förderbandneigungen, in der Vermessung sowie bei Dachneigungen verwendet.
Die Formeln gelten für eine gerade, gleichmäßig geneigte Strecke. Bei gekrümmten Trassen oder wechselnder Neigung ist die Steigung nur ein lokaler oder gemittelter Wert. Bei sehr steilen Neigungen ist zusätzlich zu beachten, dass die tatsächlich zurückgelegte (schräge) Weglänge größer als die horizontale Strecke L ist.
Typischer Fehler: 100 % Steigung nicht mit einem 90°-Winkel (senkrechte Wand) verwechseln – tatsächlich entsprechen 100 % einem 45°-Winkel, weil die Prozentangabe dem Tangens und nicht dem Winkel selbst proportional ist. Außerdem horizontale Strecke L und tatsächliche (schräge) Weglänge nicht gleichsetzen, besonders bei steilen Rampen.
Nein. 100 % Steigung entspricht exakt 45°, weil Δh und L dann gleich groß sind und tan(45°) = 1 ist. Ein 90°-Winkel würde eine unendlich große Prozentangabe bedeuten.
Teile die Prozentangabe durch 100 und bilde davon den Arkustangens: α = arctan(s/100).
Die horizontale Strecke L ist die waagerechte Projektion. Die tatsächlich zurückgelegte, schräge Weglänge ist bei geneigten Strecken immer etwas länger und ergibt sich aus L/cos(α).
Das hängt von der Anwendung ab; im Straßenbau gelten Steigungen ab etwa 10–15 % bereits als anspruchsvoll, sehr steile Rampen liegen oft über 20 %.