Busch 2006, Abschnitt 2.6.1, Gl. (2.52)

Spulen in Reihe schalten (ungekoppelt)

Ohne magnetische Kopplung addieren sich die Induktivitäten in Reihe geschalteter Spulen direkt, wie bei Widerständen.

MINTSI
01

Eingaben

Induktivität der gesamten Reihenschaltung ohne gegenseitige Kopplung.

Erste in Reihe geschaltete Spule.

Zweite in Reihe geschaltete Spule.

Dritte Spule; auf 0 setzen, wenn nur zwei Spulen vorhanden sind.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

Lges = L1 + L2 (+ L3)

Ohne magnetische Kopplung addieren sich die Induktivitäten in Reihe geschalteter Spulen direkt, wie bei Widerständen.

Eingaben verstehen
  • Gesamtinduktivität LgesInduktivität der gesamten Reihenschaltung ohne gegenseitige Kopplung.
  • Induktivität L1Erste in Reihe geschaltete Spule.
  • Induktivität L2Zweite in Reihe geschaltete Spule.
  • Induktivität L3 (optional)Dritte Spule; auf 0 setzen, wenn nur zwei Spulen vorhanden sind.
Beispiel

10 mH und 22 mH in Reihe ergeben 32 mH.

Annahmen und Grenzen

Keine magnetische Kopplung (Gegeninduktivität M=0) und ideale, widerstandsfreie Spulen; bei Kopplung sind zusätzliche ±2M-Terme zu berücksichtigen.

Fachartikel

Spulen in Reihe schalten (ungekoppelt) verstehen

Der Rechner bestimmt die Gesamtinduktivität von zwei oder drei magnetisch ungekoppelten, in Reihe geschalteten Spulen.

Was beschreibt diese Größe?

Ohne magnetische Kopplung addieren sich bei in Reihe geschalteten Spulen die Induktivitäten direkt: Lges=L1+L2(+L3), analog zu Widerständen in Reihe.

Formel und Variablen

Lges = L1 + L2 (+ L3)

  • Lges = L1 + L2 (+ L3)
Symbol / EingabeBedeutung
Gesamtinduktivität LgesInduktivität der gesamten Reihenschaltung ohne gegenseitige Kopplung.
Induktivität L1Erste in Reihe geschaltete Spule.
Induktivität L2Zweite in Reihe geschaltete Spule.
Induktivität L3 (optional)Dritte Spule; auf 0 setzen, wenn nur zwei Spulen vorhanden sind.

Eingaben richtig wählen

L1, L2 und optional L3 sind die Induktivitäten der in Reihe geschalteten, ungekoppelten Spulen.

So benutzt du den Rechner

Induktivitätswerte aus Datenblatt oder Messung übernehmen; sicherstellen, dass keine nennenswerte magnetische Kopplung zwischen den Spulen besteht.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

10 mH und 22 mH in Reihe ergeben Lges=32 mH.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Lges wächst linear mit jeder zusätzlichen Spule; bei vorhandener Kopplung würde ein zusätzlicher ±2M-Term hinzukommen.

Alle Induktivitäten werden in derselben oder in umrechenbaren Einheiten (H, mH, µH) eingegeben.

Passender nächster Rechenschritt

Für die Parallelschaltung siehe Spulen parallel schalten.

Typische Anwendungen

Kombinieren vorhandener Spulen zu einer benötigten Gesamtinduktivität, etwa in Filterschaltungen oder Drosseln.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Keine magnetische Kopplung (M=0) und ideale, widerstandsfreie Spulen. Reale Wicklungswiderstände und Kopplung sind nicht enthalten.

Typischer Fehler: Nicht ungeprüft von fehlender Kopplung ausgehen, wenn Spulen nahe beieinander oder auf einem gemeinsamen Kern angeordnet sind.

Häufige Fragen

Wofür ist „Spulen in Reihe schalten (ungekoppelt)“ gedacht?

Kombinieren vorhandener Spulen zu einer benötigten Gesamtinduktivität, etwa in Filterschaltungen oder Drosseln.

Woher kommen die Eingabewerte?

L1, L2 und optional L3 sind die Induktivitäten der in Reihe geschalteten, ungekoppelten Spulen.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Keine magnetische Kopplung (M=0) und ideale, widerstandsfreie Spulen. Reale Wicklungswiderstände und Kopplung sind nicht enthalten.

Quellen, Methodik und Review

  • Rudolf Busch, Elektrotechnik und Elektronik für Maschinenbauer und Verfahrenstechniker, 4th ed. 2006, Abschnitt 2.6.1, Gl. (2.52) Reihenschaltung von Spulen (local chapter PDF)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-16