Roloff/Matek Gl. (23.18)

Wirkungsgrad eines Schneckengetriebes

Kleine Steigungswinkel begünstigen hohe Übersetzung, verschlechtern aber den Wirkungsgrad.

MINTSI
01

Eingaben

Wirkungsgrad des Zahneingriffs als Dezimalzahl, z. B. 0,8 für 80 %.

Mittlerer Steigungswinkel der Schnecke.

Aus Reibzahl und Flankenwinkel abgeleiteter Reibungswinkel.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

ηZ = tan γm/tan(γm+ρ′)

Kleine Steigungswinkel begünstigen hohe Übersetzung, verschlechtern aber den Wirkungsgrad.

Eingaben verstehen
  • Zahnwirkungsgrad ηZWirkungsgrad des Zahneingriffs als Dezimalzahl, z. B. 0,8 für 80 %.
  • Steigungswinkel γmMittlerer Steigungswinkel der Schnecke.
  • Ersatzreibungswinkel ρ′Aus Reibzahl und Flankenwinkel abgeleiteter Reibungswinkel.
Beispiel

γm=10° und ρ′=5° ergeben ηZ≈0,658 beziehungsweise 65,8 %.

Annahmen und Grenzen

Treibende Schnecke, stationärer Zustand; Lager-, Dichtungs- und Planschverluste fehlen.

Fachartikel

Wirkungsgrad eines Schneckengetriebes verstehen

Zahnwirkungsgrad eines Schneckengetriebes ist eine überschaubare Vorberechnung nach Roloff/Matek. Der Rechner stellt die geschlossene Grundgleichung nach jeder enthaltenen Größe um und trennt das Rechenergebnis bewusst vom vollständigen Bauteilnachweis.

Was beschreibt diese Größe?

Bei treibender Schnecke ergibt sich der Zahnwirkungsgrad aus dem mittleren Steigungswinkel und dem Ersatzreibungswinkel: ηZ=tanγm/tan(γm+ρ′).

Formel und Variablen

ηZ = tan γm/tan(γm+ρ′)

  • ηZ = tan γm / tan(γm + ρ′)
Symbol / EingabeBedeutung
Zahnwirkungsgrad ηZWirkungsgrad des Zahneingriffs als Dezimalzahl, z. B. 0,8 für 80 %.
Steigungswinkel γmMittlerer Steigungswinkel der Schnecke.
Ersatzreibungswinkel ρ′Aus Reibzahl und Flankenwinkel abgeleiteter Reibungswinkel.

Eingaben richtig wählen

γm ist der mittlere Steigungswinkel. ρ′ bildet Flankenreibung einschließlich des Profilwinkeleinflusses ab; ηZ wird als Dezimalzahl ausgegeben.

So benutzt du den Rechner

Zielgröße auswählen, alle übrigen Felder mit den Größen des tatsächlich betrachteten Bauteils füllen und die Einheiten kontrollieren. Das Resultat anschließend mit den genannten Modellgrenzen sowie den erforderlichen Festigkeits-, Sicherheits- und Betriebsnachweisen abgleichen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

10° und 5° ergeben ηZ=0,658 beziehungsweise 65,8 %.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Sinkt γm in die Nähe von ρ′, fällt der Wirkungsgrad stark; die im Buch beschriebene Selbsthemmung darf dennoch nicht allein aus einem Idealwert freigegeben werden.

Der Rechner wandelt intern in kohärente SI-Einheiten um. Längen, Kräfte, Momente, Spannungen und Winkel dürfen daher in den angebotenen Einheiten eingegeben werden; dimensionslose Faktoren werden als Dezimalzahl eingegeben.

Was aus Roloff/Matek übernommen wurde

Verwendet wird ausschließlich die geschlossene Beziehung aus Kapitel 23.2.3, Zahnwirkungsgrad. Tabellenwerte, Werkstoffgrenzen und konstruktive Detailnachweise werden nicht stillschweigend ergänzt; sie bleiben sichtbare Eingaben oder ausdrücklich außerhalb des Modells.

Typische Anwendungen

Zahnwirkungsgrad eines Schneckengetriebes eignet sich für Variantenvergleich, Plausibilitätskontrolle und frühe Dimensionierung innerhalb des jeweiligen Maschinenelement-Clusters. Für die Freigabe einer Konstruktion sind die weiterführenden Nachweise des genannten Kapitels erforderlich.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Nur treibende Schnecke und Zahnverlust; Lager-, Dichtungs-, Plansch-, Temperatur- und Einlaufeinflüsse fehlen. Für treibendes Rad gilt eine andere Beziehung.

Typischer Fehler: Typische Fehler sind eine falsch verstandene Wirklänge oder Kraft, Prozentwerte statt Dezimalzahlen und das Gleichsetzen der Vorberechnung mit einem vollständigen Nachweis. Besonders wichtig: Nur treibende Schnecke und Zahnverlust; Lager-, Dichtungs-, Plansch-, Temperatur- und Einlaufeinflüsse fehlen. Für treibendes Rad gilt eine andere Beziehung.

Häufige Fragen

Ist Zahnwirkungsgrad eines Schneckengetriebes ein vollständiger Festigkeitsnachweis?

Nein. Nur treibende Schnecke und Zahnverlust; Lager-, Dichtungs-, Plansch-, Temperatur- und Einlaufeinflüsse fehlen. Für treibendes Rad gilt eine andere Beziehung.

Woher stammen Gleichung und Gültigkeitsgrenzen?

Aus Roloff/Matek, Maschinenelemente, Kapitel 23.2.3, Zahnwirkungsgrad; die lokale 21. Auflage wurde mit der vorhandenen 24. Auflage gegengeprüft.

Kann ich das Ergebnis direkt als Nennwert bestellen?

Nur nach Abgleich mit verfügbaren Norm- oder Herstellerreihen und nach den zusätzlich erforderlichen Sicherheits-, Werkstoff- und Betriebsnachweisen.

Quellen, Methodik und Review

  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 21. Auflage, Kapitel 23.2.3, Zahnwirkungsgrad (lokale PDF 978-3-658-02327-0)
  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 24. Auflage, Kapitel 23.2.3, Zahnwirkungsgrad (lokale PDF 978-3-658-26280-8)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-09