Zacher/Reuter 2024, Kapitel 8: Überschwingweite und Dämpfung

PT2-Überschwingen-Rechner: erster Spitzenwert

Der Rechner zeigt unmittelbar, welchen Höchstwert ein schwingfähiges System nach einem Sprung erreicht – wichtig für Grenzwerte und Sicherheitsabstände.

MINTSI
01

Eingaben

Größter Ausgangswert beim ersten Überschwingen. Mit zulässigem Prozess-, Bauteil- oder Stellbereich vergleichen.

Dimensionsloses Abklingmaß des PT2-Modells aus Identifikation oder Modellparametern. Kleine Werte verursachen großes Überschwingen; gültig ist 0<D<1.

Tatsächlicher stationärer Ausgang direkt vor der Eingangsänderung, aus Messprotokoll oder Betriebspunkt.

Späterer stationärer Ausgang minus y0. Dieser Wert bestimmt zusammen mit D die absolute Höhe der ersten Spitze.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

PT2-Sprungantwort mit erstem Spitzenwert

Zeitachse normiert auf die Eigenzeit T₀ (kein Eingabewert). Der erste Scheitel liegt bei t = π·T₀/√(1−D²); seine Höhe hängt nur von D ab.

051015200510y₀ + Δy∞ymaxyt / T₀
Noch kein Kurvenpunkt ausgewählt.
Rechenweg

ymax=y0+Δy∞·[1+e^(−πD/√(1−D²))]

Der Rechner zeigt unmittelbar, welchen Höchstwert ein schwingfähiges System nach einem Sprung erreicht – wichtig für Grenzwerte und Sicherheitsabstände.

Eingaben verstehen
  • Erster Spitzenwert ymax — Größter Ausgangswert beim ersten Überschwingen. Mit zulässigem Prozess-, Bauteil- oder Stellbereich vergleichen.
  • Dämpfungsgrad D — Dimensionsloses Abklingmaß des PT2-Modells aus Identifikation oder Modellparametern. Kleine Werte verursachen großes Überschwingen; gültig ist 0<D<1.
  • Ausgangswert vor dem Sprung y0 — Tatsächlicher stationärer Ausgang direkt vor der Eingangsänderung, aus Messprotokoll oder Betriebspunkt.
  • Bleibende Ausgangsänderung Δy∞ — Späterer stationärer Ausgang minus y0. Dieser Wert bestimmt zusammen mit D die absolute Höhe der ersten Spitze.
Beispiel

D=0,5, y0=0 und Δy∞=10 ergeben 16,30 % Überschwingen und damit ymax≈11,6303.

Annahmen und Grenzen

Normiertes lineares PT2-System ohne Nullstellen oder Totzeit, unterdämpfter Fall 0<D<1 und positiver Sprung. Begrenzungen oder nichtlineare Reibung können die reale Spitze verändern.

Fachartikel

PT2-Überschwingen-Rechner: erster Spitzenwert verstehen

Berechne den ersten Spitzenwert einer unterdämpften PT2-Sprungantwort aus Dämpfungsgrad, Anfangswert und bleibender Änderung.

Was beschreibt diese Größe?

Der Rechner zeigt unmittelbar, welchen Höchstwert ein schwingfähiges System nach einem Sprung erreicht – wichtig für Grenzwerte und Sicherheitsabstände. Dieser Rechner bildet einen klar abgegrenzten technischen Zusammenhang aus den angezeigten Größen ab. Die Definition hilft, die Eingaben auf denselben Bezugszustand zu bringen, bevor das Ergebnis interpretiert wird.

Formel und Variablen

ymax=y0+Δy∞·[1+e^(−πD/√(1−D²))]

Symbol / EingabeBedeutung
Erster Spitzenwert ymaxGrößter Ausgangswert beim ersten Überschwingen. Mit zulässigem Prozess-, Bauteil- oder Stellbereich vergleichen.
Dämpfungsgrad DDimensionsloses Abklingmaß des PT2-Modells aus Identifikation oder Modellparametern. Kleine Werte verursachen großes Überschwingen; gültig ist 0<D<1.
Ausgangswert vor dem Sprung y0Tatsächlicher stationärer Ausgang direkt vor der Eingangsänderung, aus Messprotokoll oder Betriebspunkt.
Bleibende Ausgangsänderung Δy∞Späterer stationärer Ausgang minus y0. Dieser Wert bestimmt zusammen mit D die absolute Höhe der ersten Spitze.

Eingaben richtig wählen

Erster Spitzenwert ymax: Größter Ausgangswert beim ersten Überschwingen. Mit zulässigem Prozess-, Bauteil- oder Stellbereich vergleichen. Dämpfungsgrad D: Dimensionsloses Abklingmaß des PT2-Modells aus Identifikation oder Modellparametern. Kleine Werte verursachen großes Überschwingen; gültig ist 0<D<1. Ausgangswert vor dem Sprung y0: Tatsächlicher stationärer Ausgang direkt vor der Eingangsänderung, aus Messprotokoll oder Betriebspunkt. Bleibende Ausgangsänderung Δy∞: Späterer stationärer Ausgang minus y0. Dieser Wert bestimmt zusammen mit D die absolute Höhe der ersten Spitze.

So benutzt du den Rechner

Wähle die Zielgröße, trage die übrigen bekannten Größen mit Einheit ein und prüfe das Ergebnis anschließend mit dem angegebenen Beispiel und den Modellgrenzen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

D=0,5, y0=0 und Δy∞=10 ergeben 16,30 % Überschwingen und damit ymax≈11,6303.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Der Rechner zeigt unmittelbar, welchen Höchstwert ein schwingfähiges System nach einem Sprung erreicht – wichtig für Grenzwerte und Sicherheitsabstände. Lies das Ergebnis als Modellwert für den gewählten Betriebspunkt und prüfe anschließend Einheit, Vorzeichen, Größenordnung und die Randbedingungen deiner Anwendung.

Verwende die im Rechner angezeigten Einheiten und rechne erst danach um. Besonders häufige Fehler entstehen bei Vorsätzen wie k-, m- und µ-.

Typische Anwendungen

PT2-Überschwingen-Rechner: erster Spitzenwert: Solche Grundrechnungen dienen als Plausibilitätsprüfung, als Vorbereitung einer Bauteilauswahl und als Ausgangspunkt für einen vollständigen Nachweis.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Normiertes lineares PT2-System ohne Nullstellen oder Totzeit, unterdämpfter Fall 0<D<1 und positiver Sprung. Begrenzungen oder nichtlineare Reibung können die reale Spitze verändern.

Typischer Fehler: Ein formal korrektes Ergebnis kann fachlich unpassend sein, wenn Lastfall, Bezugszustand oder Einheit nicht zur Anwendung passen.

Häufige Fragen

Wie prüfe ich das Ergebnis?

Vergleiche Einheit und Größenordnung mit einer zweiten Rechnung und variiere die Eingaben einzeln.

Sind die Annahmen automatisch erfüllt?

Nein. Der Rechner zeigt das gewählte Modell; reale Randbedingungen müssen separat geprüft werden.

Kann ich beliebige Einheiten mischen?

Nur wenn der Rechner die Umrechnung innerhalb derselben physikalischen Größenart anbietet.

Quellen, Methodik und Review

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

Verantwortlich
NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-18