Âout = K·Âin / √[1+(2πfT)²]
Ein PT1-System überträgt langsame Sinussignale nahezu mit seiner statischen Verstärkung und schwächt schnellere Änderungen zunehmend ab.
Ein PT1-System überträgt langsame Sinussignale nahezu mit seiner statischen Verstärkung und schwächt schnellere Änderungen zunehmend ab.
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Ein PT1-System überträgt langsame Sinussignale nahezu mit seiner statischen Verstärkung und schwächt schnellere Änderungen zunehmend ab.
K=2, Âin=3, T=0,1 s und f=1 Hz ergeben 2πfT≈0,628 und Âout≈5,081. Ohne dynamische Abschwächung wären 6 Einheiten zu erwarten.
Lineares zeitinvariantes PT1-System im eingeschwungenen sinusförmigen Zustand, konstante Parameter und kein Gleichanteil in der Amplitudenrechnung. Totzeit, Sättigung, zusätzliche Pole, Rauschen und Einschwinganteil fehlen.
Der Rechner überträgt das PT1-Modell vom Zeit- in den Frequenzbereich. Er zeigt, welche Amplitude nach dem Einschwingen übrig bleibt, wenn der Eingang periodisch sinusförmig schwankt – etwa bei einer Temperaturwelle, Drehzahlschwankung oder einem geglätteten Sensorsignal.
PT1 bezeichnet ein proportional wirkendes System mit einer Verzögerung erster Ordnung. Sein Frequenzgang ist G(jω)=K/(1+jωT). Der Betrag |G(jω)| gibt an, mit welchem Faktor die Eingangsamplitude bei der Kreisfrequenz ω=2πf am Ausgang erscheint. j kennzeichnet dabei die imaginäre Einheit der komplexen Frequenzrechnung.
Âout = K·Âin / √[1+(2πfT)²]
Frequenzgang: G(jω)=K/(1+jωT)Betrag: |G(jω)|=K/√[1+(ωT)²]Kreisfrequenz: ω=2πfAusgangsamplitude: Âout=|G(jω)|·Âin| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Stationäre Ausgangsamplitude Âout | Halbe Spitze-zu-Spitze-Höhe des eingeschwungenen sinusförmigen Ausgangs. Mit zulässigem Messbereich oder gewünschter Nutzsignalamplitude vergleichen; der Einschwingvorgang ist nicht enthalten. |
| Statische Verstärkung K | Verhältnis einer sehr langsamen beziehungsweise stationären Ausgangsänderung zur Eingangsänderung. Aus zwei Beharrungszuständen oder dem PT1-Modell übernehmen. |
| Eingangsamplitude Âin | Abstand vom Mittelwert zum positiven Scheitel des sinusförmigen Eingangssignals. Bei bekanntem Spitze-zu-Spitze-Wert diesen durch zwei teilen; keinen Effektivwert verwenden. |
| Zeitkonstante T | PT1-Zeitkonstante aus Sprungmessung, Datenblatt oder Modellidentifikation. Sie legt die Eckfrequenz fE=1/(2πT) fest. |
| Anregungsfrequenz f | Anzahl vollständiger Sinusperioden pro Sekunde. Aus Signalgenerator, Messung oder erwarteter Prozessanregung übernehmen; f=0 beschreibt den statischen Grenzfall. |
K ist die statische Verstärkung aus zwei stationären Betriebspunkten. Âin ist die Scheitelamplitude relativ zum Mittelwert, also die Hälfte eines Spitze-zu-Spitze-Werts. T stammt aus einer Sprungmessung oder Modellidentifikation. f ist die Frequenz in vollständigen Perioden pro Sekunde und kommt aus der Anregungsquelle oder einer Messung.
Zuerst sicherstellen, dass das System näherungsweise linear ist und nach dem Anlaufen einen stationären Sinus zeigt. Eingangssignal um seinen Mittelwert auswerten und dessen Scheitelamplitude bestimmen. K und T aus demselben Betriebspunkt verwenden. Ausgangsamplitude mit Messbereich, Störgrenze oder benötigtem Nutzsignal vergleichen.
Bei K=2, Âin=3, T=0,1 s und f=1 Hz ist ωT≈0,628. Der Betragsfaktor beträgt 2/√(1+0,628²)≈1,694; damit folgt Âout≈5,081 statt des statischen Werts 6.
Für f→0 nähert sich Âout dem Wert K·Âin. An der Eckfrequenz fE=1/(2πT) sinkt die Amplitude auf 70,7 % dieses statischen Werts, entsprechend −3 dB. Oberhalb der Eckfrequenz werden schnelle Schwankungen zunehmend unterdrückt.
f wird in Hertz eingegeben; 1 Hz bedeutet eine Periode pro Sekunde. T wird intern in Sekunden umgerechnet, sodass 2πfT dimensionslos ist. Ein- und Ausgangsamplitude können physikalische Einheiten tragen; im allgemeinen Rechner werden sie konsistent normiert behandelt.
Nützlich zur Abschätzung von Sensor- und Prozessglättung, Filterwirkung, periodischer Störübertragung, Versuchsauslegung und zum Einstieg in Bode-Diagramme.
Berechnet wird ausschließlich der eingeschwungene Sinusanteil eines linearen zeitinvarianten PT1-Systems. Mittelwert, Einschwingvorgang, Phasenverschiebung, Totzeit, weitere Pole, Nichtlinearität und Sättigung sind nicht Bestandteil des Ausgabewerts. Für nichtsinusförmige Signale müssen deren Frequenzanteile getrennt betrachtet werden.
Typischer Fehler: Keine Spitze-zu-Spitze-Höhe oder keinen Effektivwert als Scheitelamplitude eintragen. Hertz nicht mit Kreisfrequenz in rad/s verwechseln; der Rechner bildet ω=2πf selbst. Eine Totzeit ändert zwar nicht den idealen Amplitudenbetrag, aber sehr wohl die Phase und mögliche Regelkreisstabilität.
Nützlich zur Abschätzung von Sensor- und Prozessglättung, Filterwirkung, periodischer Störübertragung, Versuchsauslegung und zum Einstieg in Bode-Diagramme.
K ist die statische Verstärkung aus zwei stationären Betriebspunkten. Âin ist die Scheitelamplitude relativ zum Mittelwert, also die Hälfte eines Spitze-zu-Spitze-Werts. T stammt aus einer Sprungmessung oder Modellidentifikation. f ist die Frequenz in vollständigen Perioden pro Sekunde und kommt aus der Anregungsquelle oder einer Messung.
Berechnet wird ausschließlich der eingeschwungene Sinusanteil eines linearen zeitinvarianten PT1-Systems. Mittelwert, Einschwingvorgang, Phasenverschiebung, Totzeit, weitere Pole, Nichtlinearität und Sättigung sind nicht Bestandteil des Ausgabewerts. Für nichtsinusförmige Signale müssen deren Frequenzanteile getrennt betrachtet werden.