GM = IW/V − BG
Eine positive metazentrische Höhe zeigt eine rückstellende Tendenz bei kleiner Neigung. Das Ergebnis ist eine Anfangsstabilitätsgröße, kein vollständiger Kenter- oder Zulassungsnachweis.
Eine positive metazentrische Höhe zeigt eine rückstellende Tendenz bei kleiner Neigung. Das Ergebnis ist eine Anfangsstabilitätsgröße, kein vollständiger Kenter- oder Zulassungsnachweis.
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Eine positive metazentrische Höhe zeigt eine rückstellende Tendenz bei kleiner Neigung. Das Ergebnis ist eine Anfangsstabilitätsgröße, kein vollständiger Kenter- oder Zulassungsnachweis.
Bei IW = 2,667 m⁴, V = 4 m³ und BG = 0,20 m ergibt sich GM = 2,667/4 − 0,20 = 0,467 m: kleine Neigungen haben eine rückstellende Tendenz.
Schwimmendes Gleichgewicht mit Gewichtskraft gleich Auftrieb, kleine Neigungen und unveränderte Wasserliniengeometrie in erster Näherung. Freie Flüssigkeitsoberflächen an Bord, große Winkel, wechselnde Beladung, dynamische Wellen und regulatorische Sicherheitskriterien fehlen.
Kippt ein schwimmender Körper nach einer kleinen seitlichen Störung zurück? Die metazentrische Höhe beschreibt diese Anfangstendenz.
Ein schwimmender Körper verdrängt eine Flüssigkeitsmenge gleichen Gewichts. B ist der Auftriebsmittelpunkt, also der Schwerpunkt des verdrängten Volumens; G ist der Körperschwerpunkt. Bei kleiner Neigung verschiebt sich die Auftriebslinie und schneidet die ursprüngliche Senkrechte im Metazentrum M. Die metazentrische Höhe GM = IW/V − BG ist der Abstand von G nach M. IW ist das Flächenmoment zweiter Ordnung der Wasserlinienfläche um die Kippachse, V das verdrängte Volumen und BG der vorzeichenbehaftete senkrechte Abstand von B nach G.
GM = IW/V − BG
Metazentrischer Radius: BM = IW/VMetazentrische Höhe: GM = BM − BGAnfangstendenz: GM > 0 rückstellend; GM < 0 kippend| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Metazentrische Höhe GM | Senkrechter Abstand vom Körperschwerpunkt G zum Metazentrum M. Positiv bedeutet anfangs rückstellend, null indifferent, negativ anfangs kippend; für konstruktive Entscheidungen weitere Stabilitätsnachweise durchführen. |
| Flächenträgheitsmoment der Schwimmfläche IW | Flächenmoment zweiter Ordnung der Wasserlinienfläche um die betrachtete Kippachse durch deren Flächenschwerpunkt. Aus Geometrie oder CAD berechnen; für ein Rechteck der Länge L und Breite b bei Rollen um die Längsachse gilt IW = Lb³/12. |
| Verdrängtes Flüssigkeitsvolumen V | Volumen der unter Wasser befindlichen Körperteile im betrachteten schwimmenden Gleichgewicht. Aus Eintauchtiefe und Geometrie oder aus Masse und Flüssigkeitsdichte bestimmen. |
| Abstand BG der Schwerpunkte | Vertikaler Abstand vom Auftriebsmittelpunkt B, dem Schwerpunkt des verdrängten Volumens, zum Körperschwerpunkt G. Positiv, wenn G oberhalb von B liegt; negativ, wenn G tiefer liegt. |
IW in m⁴ aus dem Wasserlinienumriss um die betrachtete Kippachse berechnen; für ein Rechteck mit Länge L und Breite b beim Rollen um die Längsachse gilt IW = Lb³/12. V in m³ ist das im schwimmenden Gleichgewicht verdrängte Flüssigkeitsvolumen; aus Eintauchtiefe und Geometrie oder aus Masse durch Flüssigkeitsdichte bestimmen. BG in m ist positiv, wenn G über B liegt, und negativ, wenn G unter B liegt. Schwerpunktlagen aus Massen- und Volumenverteilung bestimmen.
Zuerst dieselbe Kippachse für IW und Schwerpunktabstand festlegen. Die Wasserlinienfläche und das verdrängte Volumen für den tatsächlichen Beladungszustand verwenden, dann BG mit seinem Vorzeichen eintragen. Ein positives GM deutet bei kleiner Neigung auf Rückstellung hin; für Betrieb und Zulassung weitere Stabilitätskriterien prüfen.
Ein rechteckiger Schwimmkörper hat IW = 2,667 m⁴, verdrängt V = 4 m³ und sein Körperschwerpunkt liegt BG = 0,20 m über dem Auftriebsmittelpunkt. Dann ist IW/V = 0,667 m und GM = 0,667 − 0,20 = 0,467 m. Kleine Neigungen sind nach diesem Modell rückstellend.
GM > 0 bedeutet Anfangsstabilität, GM = 0 eine indifferente Grenzlage und GM < 0 eine anfänglich kippende Tendenz. Ein positiver Wert allein sagt nichts über die Stabilität bei großen Winkeln, Wellen oder sich verlagernder Ladung.
IW wird intern in m⁴, V in m³ und BG sowie GM in Metern gerechnet. Das Verhältnis IW/V besitzt die Einheit Meter. Das Vorzeichen von BG und GM ist für die Deutung wesentlich.
Frühe Plausibilitätsprüfung von Pontons, Schwimmplattformen und schwimmenden Behältern; Vergleich von Wasserlinienbreite und Schwerpunktlage.
Gilt für schwimmendes Gleichgewicht und nur kleine Neigungen. Freie Flüssigkeitsoberflächen in Tanks, große Krängungswinkel, wechselnde Beladung, asymmetrische Geometrie bei großen Winkeln, Strömung und Wellen fehlen. Keine Aussage zur vollständigen Kenterstabilität oder zur Einhaltung von Schifffahrtsregeln.
Typischer Fehler: IW muss zur betrachteten Kippachse gehören; Länge und Breite des Rechtecks dürfen in Lb³/12 nicht vertauscht werden. BG ist vorzeichenbehaftet: liegt G unter B, ist BG negativ. Das verdrängte Volumen ist nicht das gesamte Hüllvolumen des Körpers.
Frühe Plausibilitätsprüfung von Pontons, Schwimmplattformen und schwimmenden Behältern; Vergleich von Wasserlinienbreite und Schwerpunktlage.
IW in m⁴ aus dem Wasserlinienumriss um die betrachtete Kippachse berechnen; für ein Rechteck mit Länge L und Breite b beim Rollen um die Längsachse gilt IW = Lb³/12. V in m³ ist das im schwimmenden Gleichgewicht verdrängte Flüssigkeitsvolumen; aus Eintauchtiefe und Geometrie oder aus Masse durch Flüssigkeitsdichte bestimmen. BG in m ist positiv, wenn G über B liegt, und negativ, wenn G unter B liegt. Schwerpunktlagen aus Massen- und Volumenverteilung bestimmen.
Gilt für schwimmendes Gleichgewicht und nur kleine Neigungen. Freie Flüssigkeitsoberflächen in Tanks, große Krängungswinkel, wechselnde Beladung, asymmetrische Geometrie bei großen Winkeln, Strömung und Wellen fehlen. Keine Aussage zur vollständigen Kenterstabilität oder zur Einhaltung von Schifffahrtsregeln.