σ = F / A
Gleiche Kraft erzeugt bei kleinerem Querschnitt eine höhere Spannung.
Gleiche Kraft erzeugt bei kleinerem Querschnitt eine höhere Spannung.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Gleiche Kraft erzeugt bei kleinerem Querschnitt eine höhere Spannung.
10 kN / 100 mm² = 100 MPa.
Zentrische, gleichmäßig verteilte Last; Kerben und Biegung fehlen.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Normalspannung σ, Kraft F und Querschnittsfläche A die jeweils dritte. Er erklärt, warum bei der Auslegung von Zugstäben, Seilen und Bolzen nicht die Kraft allein, sondern das Verhältnis von Kraft zu tragendem Querschnitt über Sicherheit oder Versagen entscheidet.
Die mittlere Normalspannung in einem auf Zug oder Druck belasteten Querschnitt ist die Kraft bezogen auf die tragende Fläche: σ = F/A. Sie beschreibt die innere Materialbeanspruchung, unabhängig von der absoluten Bauteilgröße.
Ein Aufzugsseil und eine Anschlagkette für dieselbe Last können sehr unterschiedlich dimensioniert sein: Ein dünneres Seil erfährt bei gleicher Traglast eine höhere Spannung als ein dickeres. Deshalb schreiben Normen für personenbefördernde Aufzüge Sicherheitsfaktoren von etwa 8- bis 10-fach gegenüber der Bruchlast vor, während allgemeine Hebezeuge häufig mit einem Mindestfaktor von 5 ausgelegt werden.
σ = F / A
σ = F / AF = σ · AA = F / σ| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Normalspannung σ | Mittlere Spannung senkrecht zur Querschnittsfläche. |
| Axialkraft F | Zug- oder Druckkraft durch den Schwerpunkt. |
| Tragender Querschnitt A | Nettofläche senkrecht zur Kraft; Bohrungen abziehen. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für die Spannung werden Kraft und Fläche benötigt, für die Kraft Spannung und Fläche, für die Fläche Kraft und Spannung. Verwende die tatsächlich tragende Nettofläche; Bohrungen oder Kerben müssen gegebenenfalls abgezogen werden.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Vergleiche das Ergebnis anschließend mit der zulässigen Spannung des Werkstoffs (Streckgrenze geteilt durch einen Sicherheitsfaktor), nicht direkt mit der Zugfestigkeit.
Gegeben sind F = 10.000 N und A = 100 mm². Einsetzen ergibt σ = 10.000 N / 100 mm² = 100 MPa.
Eine Spannung von 100 MPa bedeutet, dass im betrachteten Querschnitt eine Kraft von 100 Newton auf jeden Quadratmillimeter Fläche wirkt. Ob das unkritisch ist, hängt vom Werkstoff ab: Für Baustahl mit einer Streckgrenze von etwa 235–355 MPa liegt diese Spannung deutlich im elastischen Bereich, für viele Aluminiumlegierungen kann sie dagegen bereits nahe an der Streckgrenze liegen.
Die SI-Einheit ist Pascal (Pa = N/m²), in der Technik praktischer als N/mm² beziehungsweise MPa, wobei 1 N/mm² = 1 MPa gilt. Bauteilbezogene Tabellenwerte verwenden häufig N/mm², da diese Einheit direkt zu typischen Abmessungen in Millimetern passt.
Bei personenbefördernden Aufzügen schreiben Normen wie EN 81 beziehungsweise ASME A17.1 Sicherheitsfaktoren von etwa 8:1 bis 10:1 gegenüber der Bruchlast der Tragmittel vor. Allgemeine Hebe- und Anschlagmittel werden dagegen häufig mit einem Mindestsicherheitsfaktor von etwa 5:1 ausgelegt. Der jeweils erforderliche Faktor hängt vom Personenrisiko, der Lastart (statisch oder dynamisch) und der einschlägigen Norm ab und ersetzt nicht die Prüfung nach den für die konkrete Anwendung gültigen Vorschriften.
Spannungsberechnungen werden bei der Auslegung von Zugstäben, Seilen, Ketten, Schraubverbindungen, Anschlagmitteln und Bauteilen mit einfacher Zug- oder Druckbeanspruchung verwendet.
Die Formel liefert eine über den Querschnitt gemittelte Spannung bei zentrischer, gleichmäßig verteilter Last. Bei Kerben, Bohrungen, Querschnittssprüngen oder außermittigem Kraftangriff treten lokale Spannungsüberhöhungen auf, die deutlich über dem hier berechneten Mittelwert liegen können und eine gesonderte Kerbfaktor- oder FEM-Betrachtung erfordern.
Typischer Fehler: Die berechnete Spannung nicht direkt mit der Zugfestigkeit vergleichen, sondern mit der zulässigen Spannung (meist Streckgrenze geteilt durch einen Sicherheitsfaktor). Außerdem bei gekerbten oder gebohrten Querschnitten nicht den ungeschwächten Bruttoquerschnitt verwenden, da die tatsächliche Spannung an der Kerbe deutlich höher als der Mittelwert sein kann.
Das hängt vom Werkstoff ab: Für Baustahl mit typischen Streckgrenzen von 235–355 MPa liegt das deutlich im sicheren Bereich, für schwächere Werkstoffe kann es bereits kritisch sein. Maßgeblich ist der Vergleich mit der zulässigen Spannung, nicht ein absoluter Zahlenwert.
Um Unsicherheiten in Material, Fertigung, Lastannahmen und Alterung abzudecken. Je nach Anwendung und Norm liegen übliche Faktoren zwischen etwa 1,5 (allgemeiner Maschinenbau) und 10 (personenbefördernde Aufzüge).
Weil am Rand einer Bohrung eine lokale Spannungsüberhöhung (Kerbwirkung) auftritt, die deutlich über der über den Nettoquerschnitt gemittelten Spannung liegen kann.