W = F·s

Arbeit-Rechner: Kraft mal Weg

Nur der Kraftanteil in Wegrichtung verrichtet Arbeit.

MINTSI
01

Eingaben

Die von der Kraft F auf dem Weg s übertragene Energie. Nur die Kraftkomponente in Wegrichtung leistet Arbeit; eine Kraft quer zur Bewegung trägt nicht bei.

Der Anteil der Kraft, der genau in Bewegungsrichtung wirkt (nicht die Gesamtkraft, falls diese schräg zur Bewegung steht). Bei einer Kraft im Winkel α zur Bewegungsrichtung ist dieser Anteil F·cos α.

Der entlang der Kraftrichtung tatsächlich zurückgelegte Weg. Woher: Streckenmessung (Maßband, Wegsensor) oder aus einer Konstruktionsvorgabe (Hubhöhe, Verfahrweg).

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

W = F · s

Nur der Kraftanteil in Wegrichtung verrichtet Arbeit.

Eingaben verstehen
  • Mechanische Arbeit W — Die von der Kraft F auf dem Weg s übertragene Energie. Nur die Kraftkomponente in Wegrichtung leistet Arbeit; eine Kraft quer zur Bewegung trägt nicht bei.
  • Kraftanteil F — Der Anteil der Kraft, der genau in Bewegungsrichtung wirkt (nicht die Gesamtkraft, falls diese schräg zur Bewegung steht). Bei einer Kraft im Winkel α zur Bewegungsrichtung ist dieser Anteil F·cos α.
  • Weg s — Der entlang der Kraftrichtung tatsächlich zurückgelegte Weg. Woher: Streckenmessung (Maßband, Wegsensor) oder aus einer Konstruktionsvorgabe (Hubhöhe, Verfahrweg).
Beispiel

100 N über 10 m leisten 1.000 J Arbeit.

Annahmen und Grenzen

Konstante Kraft und gerader Weg; Winkelarbeit wird nicht separat eingegeben.

Fachartikel

Arbeit-Rechner: Kraft mal Weg verstehen

Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Arbeit W, Kraft F und Weg s die jeweils dritte, für eine konstante Kraft entlang des Weges. Er klärt den physikalisch strengen Arbeitsbegriff, nach dem eine Kraft ohne zurückgelegten Weg in Kraftrichtung keine Arbeit verrichtet – auch wenn sie subjektiv anstrengend ist.

Was beschreibt diese Größe?

Mechanische Arbeit ist die Energie, die von einer Kraft übertragen wird, während sich ihr Angriffspunkt entlang der Kraftrichtung bewegt: W = F·s. Wirkt die Kraft schräg zur Bewegungsrichtung, ist nur die Komponente in Bewegungsrichtung wirksam.

Wer einen schweren Koffer über eine ebene Fläche trägt, ohne ihn dabei anzuheben, verrichtet im physikalischen Sinn keine Arbeit, obwohl die Arme dabei ermüden – die Haltekraft wirkt senkrecht zur waagerechten Bewegungsrichtung und trägt daher nicht zu W = F·s bei. Wird derselbe Koffer dagegen angehoben, verrichtet die Hubkraft Arbeit gegen die Schwerkraft.

Formel und Variablen

W = F · s

  • W = F · s
  • F = W / s
  • s = W / F
Symbol / EingabeBedeutung
Mechanische Arbeit WDie von der Kraft F auf dem Weg s übertragene Energie. Nur die Kraftkomponente in Wegrichtung leistet Arbeit; eine Kraft quer zur Bewegung trägt nicht bei.
Kraftanteil FDer Anteil der Kraft, der genau in Bewegungsrichtung wirkt (nicht die Gesamtkraft, falls diese schräg zur Bewegung steht). Bei einer Kraft im Winkel α zur Bewegungsrichtung ist dieser Anteil F·cos α.
Weg sDer entlang der Kraftrichtung tatsächlich zurückgelegte Weg. Woher: Streckenmessung (Maßband, Wegsensor) oder aus einer Konstruktionsvorgabe (Hubhöhe, Verfahrweg).

Eingaben richtig wählen

Gib zwei der drei Größen ein. Für die Arbeit werden Kraft und Weg benötigt, für die Kraft Arbeit und Weg, für den Weg Arbeit und Kraft. F bezeichnet dabei nur die Komponente der Kraft, die tatsächlich in Bewegungsrichtung wirkt.

So benutzt du den Rechner

Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Wirkt die Kraft schräg zur Bewegungsrichtung, bestimme zunächst mit F·cos(θ) die wirksame Komponente.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Gegeben sind F = 100 N und s = 10 m, die Kraft wirkt in Bewegungsrichtung. Einsetzen ergibt W = 100 N · 10 m = 1.000 J.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Eine verrichtete Arbeit von 1.000 J bedeutet, dass dem bewegten Körper 1.000 Joule Energie zugeführt wurden, die sich je nach Situation in kinetischer Energie, Höhenenergie oder als Reibungswärme wiederfinden.

Die SI-Einheit ist Joule (J = N·m). Größere Arbeitsmengen werden in kJ angegeben. Da Arbeit und Drehmoment dieselbe SI-Basiseinheit besitzen, wird für Drehmoment ausschließlich N·m, für Arbeit ausschließlich J verwendet.

Typische Anwendungen

Arbeitsberechnungen werden bei Hub- und Förderanlagen, in der Antriebsauslegung, bei der Abschätzung von Reibungsverlusten sowie als Grundlage für den Arbeits-Energie-Satz in der Mechanik verwendet.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Die Formel gilt für eine konstante Kraft entlang eines geraden Weges. Ändert sich die Kraft während der Bewegung oder ist der Weg gekrümmt, muss die Arbeit als Wegintegral ∫F·ds berechnet werden. Eine Kraft, die senkrecht zur Bewegungsrichtung wirkt (z. B. die Haltekraft beim horizontalen Tragen), verrichtet keine Arbeit.

Typischer Fehler: Physikalische Arbeit nicht mit subjektiver Anstrengung gleichsetzen: Eine Haltekraft ohne Weg in Kraftrichtung verrichtet keine Arbeit, auch wenn sie ermüdend ist. Außerdem darf nur die Kraftkomponente in Bewegungsrichtung eingesetzt werden, nicht die volle angreifende Kraft, wenn diese schräg wirkt.

Häufige Fragen

Verrichtet man Arbeit, wenn man einen Gegenstand nur hält?

Nein, sofern sich der Gegenstand nicht in Kraftrichtung bewegt. Physikalische Arbeit erfordert einen Weg entlang der Kraftrichtung; reines Halten ist im physikalischen Sinn arbeitsfrei, auch wenn es Muskelkraft kostet.

Was passiert, wenn die Kraft schräg zur Bewegung wirkt?

Dann ist nur die Komponente der Kraft in Bewegungsrichtung wirksam, allgemein W = F·s·cos(θ) mit θ als Winkel zwischen Kraft und Weg.

Wie unterscheidet sich Arbeit von Drehmoment, wenn beide in N·m bzw. J angegeben werden können?

Arbeit ist eine skalare Energiegröße in Joule, Drehmoment eine gerichtete Größe in Newtonmeter. Beide besitzen dieselbe SI-Basiseinheit, werden aber bewusst unterschiedlich bezeichnet, um Verwechslungen zu vermeiden.