W = F · s
Nur der Kraftanteil in Wegrichtung verrichtet Arbeit.
Nur der Kraftanteil in Wegrichtung verrichtet Arbeit.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Nur der Kraftanteil in Wegrichtung verrichtet Arbeit.
100 N über 10 m leisten 1.000 J Arbeit.
Konstante Kraft und gerader Weg; Winkelarbeit wird nicht separat eingegeben.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Arbeit W, Kraft F und Weg s die jeweils dritte, für eine konstante Kraft entlang des Weges. Er klärt den physikalisch strengen Arbeitsbegriff, nach dem eine Kraft ohne zurückgelegten Weg in Kraftrichtung keine Arbeit verrichtet – auch wenn sie subjektiv anstrengend ist.
Mechanische Arbeit ist die Energie, die von einer Kraft übertragen wird, während sich ihr Angriffspunkt entlang der Kraftrichtung bewegt: W = F·s. Wirkt die Kraft schräg zur Bewegungsrichtung, ist nur die Komponente in Bewegungsrichtung wirksam.
Wer einen schweren Koffer über eine ebene Fläche trägt, ohne ihn dabei anzuheben, verrichtet im physikalischen Sinn keine Arbeit, obwohl die Arme dabei ermüden – die Haltekraft wirkt senkrecht zur waagerechten Bewegungsrichtung und trägt daher nicht zu W = F·s bei. Wird derselbe Koffer dagegen angehoben, verrichtet die Hubkraft Arbeit gegen die Schwerkraft.
W = F · s
W = F · sF = W / ss = W / F| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Mechanische Arbeit W | Die von der Kraft F auf dem Weg s übertragene Energie. Nur die Kraftkomponente in Wegrichtung leistet Arbeit; eine Kraft quer zur Bewegung trägt nicht bei. |
| Kraftanteil F | Der Anteil der Kraft, der genau in Bewegungsrichtung wirkt (nicht die Gesamtkraft, falls diese schräg zur Bewegung steht). Bei einer Kraft im Winkel α zur Bewegungsrichtung ist dieser Anteil F·cos α. |
| Weg s | Der entlang der Kraftrichtung tatsächlich zurückgelegte Weg. Woher: Streckenmessung (Maßband, Wegsensor) oder aus einer Konstruktionsvorgabe (Hubhöhe, Verfahrweg). |
Gib zwei der drei Größen ein. Für die Arbeit werden Kraft und Weg benötigt, für die Kraft Arbeit und Weg, für den Weg Arbeit und Kraft. F bezeichnet dabei nur die Komponente der Kraft, die tatsächlich in Bewegungsrichtung wirkt.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Wirkt die Kraft schräg zur Bewegungsrichtung, bestimme zunächst mit F·cos(θ) die wirksame Komponente.
Gegeben sind F = 100 N und s = 10 m, die Kraft wirkt in Bewegungsrichtung. Einsetzen ergibt W = 100 N · 10 m = 1.000 J.
Eine verrichtete Arbeit von 1.000 J bedeutet, dass dem bewegten Körper 1.000 Joule Energie zugeführt wurden, die sich je nach Situation in kinetischer Energie, Höhenenergie oder als Reibungswärme wiederfinden.
Die SI-Einheit ist Joule (J = N·m). Größere Arbeitsmengen werden in kJ angegeben. Da Arbeit und Drehmoment dieselbe SI-Basiseinheit besitzen, wird für Drehmoment ausschließlich N·m, für Arbeit ausschließlich J verwendet.
Arbeitsberechnungen werden bei Hub- und Förderanlagen, in der Antriebsauslegung, bei der Abschätzung von Reibungsverlusten sowie als Grundlage für den Arbeits-Energie-Satz in der Mechanik verwendet.
Die Formel gilt für eine konstante Kraft entlang eines geraden Weges. Ändert sich die Kraft während der Bewegung oder ist der Weg gekrümmt, muss die Arbeit als Wegintegral ∫F·ds berechnet werden. Eine Kraft, die senkrecht zur Bewegungsrichtung wirkt (z. B. die Haltekraft beim horizontalen Tragen), verrichtet keine Arbeit.
Typischer Fehler: Physikalische Arbeit nicht mit subjektiver Anstrengung gleichsetzen: Eine Haltekraft ohne Weg in Kraftrichtung verrichtet keine Arbeit, auch wenn sie ermüdend ist. Außerdem darf nur die Kraftkomponente in Bewegungsrichtung eingesetzt werden, nicht die volle angreifende Kraft, wenn diese schräg wirkt.
Nein, sofern sich der Gegenstand nicht in Kraftrichtung bewegt. Physikalische Arbeit erfordert einen Weg entlang der Kraftrichtung; reines Halten ist im physikalischen Sinn arbeitsfrei, auch wenn es Muskelkraft kostet.
Dann ist nur die Komponente der Kraft in Bewegungsrichtung wirksam, allgemein W = F·s·cos(θ) mit θ als Winkel zwischen Kraft und Weg.
Arbeit ist eine skalare Energiegröße in Joule, Drehmoment eine gerichtete Größe in Newtonmeter. Beide besitzen dieselbe SI-Basiseinheit, werden aber bewusst unterschiedlich bezeichnet, um Verwechslungen zu vermeiden.