lü = F / (b · τzul)
Die Vorbemessung stellt nur die nominelle mittlere Spannung ein; ab einer gewissen Länge bringt zusätzliche Überlappung wegen der ungleichmäßigen Spannungsverteilung kaum noch Tragfähigkeit.
Die Vorbemessung stellt nur die nominelle mittlere Spannung ein; ab einer gewissen Länge bringt zusätzliche Überlappung wegen der ungleichmäßigen Spannungsverteilung kaum noch Tragfähigkeit.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Die Vorbemessung stellt nur die nominelle mittlere Spannung ein; ab einer gewissen Länge bringt zusätzliche Überlappung wegen der ungleichmäßigen Spannungsverteilung kaum noch Tragfähigkeit.
5.000 N bei 25 mm Klebbreite und einer zulässigen Spannung von 10 MPa ergeben eine erforderliche Überlappungslänge von lü = 5.000 N / (25 mm · 10 MPa) = 20 mm.
Reine Vorbemessung auf Basis der nominellen mittleren Spannung; die tatsächliche Randspannungsüberhöhung, Schälspannungen und Fügeteilsteifigkeit sind nicht enthalten und erfordern eine gesonderte Prüfung.
Der Rechner bestimmt die überschlägig erforderliche Überlappungslänge einer Klebverbindung aus der zu übertragenden Kraft, der Klebbreite und einer zulässigen nominellen Scherspannung.
Aus der nominellen Scherspannung τ = F/(b·lü) einer Überlappklebung folgt durch Umstellen die für eine zulässige Spannung τzul erforderliche Überlappungslänge: lü = F/(b·τzul). Die zulässige Spannung ergibt sich üblicherweise aus der Bindefestigkeit des Klebstoffs geteilt durch einen Sicherheitsfaktor.
Das ist wie die Dimensionierung eines Trägerquerschnitts für eine zulässige Biegespannung: Man kennt die Last und die zulässige Beanspruchung und löst die Spannungsformel nach der gesuchten geometrischen Größe auf, statt umgekehrt bei gegebener Geometrie die Spannung zu prüfen.
lü = F / (b · τzul)
lü = F/(b·τzul)F = lü·b·τzulτzul = F/(lü·b)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Erforderliche Überlappungslänge lü | Überschlägige Mindestlänge der Überlappung für die eingestellte zulässige Spannung. |
| Zu übertragende Kraft F | Längskraft, die über die Klebfuge übertragen werden soll. |
| Klebbreite b | Breite der Klebfuge quer zur Kraftrichtung. |
| Zulässige nominelle Scherspannung τzul | Bindefestigkeit geteilt durch Sicherheit, τzul = τKB/S; Richtwerte aus dem Klebstoff-Datenblatt. |
Zu übertragende Kraft F, Klebbreite b und zulässige nominelle Scherspannung τzul bestimmen die erforderliche Überlappungslänge. τzul sollte aus der Bindefestigkeit des konkret verwendeten Klebstoffs geteilt durch eine angemessene Sicherheit gewählt werden, nicht pauschal angenommen werden.
Gib die zu übertragende Kraft, die verfügbare oder gewünschte Klebbreite und die zulässige Spannung ein, um die erforderliche Überlappungslänge zu erhalten. Prüfe das Ergebnis anschließend gegen die Faustregel lü ≈ (10…20)·t (t = kleinste Bauteildicke) aus der Literatur als Plausibilitätscheck.
5.000 N bei 25 mm Klebbreite und einer zulässigen Spannung von 10 MPa ergeben eine erforderliche Überlappungslänge von lü = 5.000 N / (25 mm · 10 MPa) = 20 mm.
Eine erforderliche Länge von 20 mm bei 25 mm Breite ergibt ein Länge-zu-Breite-Verhältnis von 0,8 – ein plausibler Wert für eine kompakte, gut ausgenutzte Überlappklebung. Deutlich längere Überlappungen als von der Faustregel lü ≈ (10…20)·t vorgeschlagen bringen wegen der ungleichmäßigen Spannungsverteilung kaum noch zusätzliche Tragfähigkeit.
Kraft wird in N angegeben, Breite und Überlappungslänge in mm, zulässige Spannung in MPa (N/mm²).
Neben der kraftbasierten Berechnung nennt die Literatur eine unabhängige Faustregel für eine gute Ausnutzung der Bindefestigkeit bei Leichtmetallen: lü ≈ (10 bis 20)·t, wobei t die kleinste Dicke der überlappten Bauteile ist. Weicht die kraftbasiert berechnete Länge stark von diesem Bereich ab – etwa weil die zulässige Spannung sehr niedrig oder die Kraft sehr hoch angesetzt ist –, lohnt sich eine zweite Betrachtung: Möglicherweise ist die gewählte Geometrie für eine reine Überlappklebung ungünstig, und eine andere Verbindungsart oder zusätzliche konstruktive Maßnahmen sind vorzuziehen.
Die Berechnung wird in der Vorauslegung verwendet, um für eine bekannte Last und ein verfügbares Klebstoffsystem eine erste Überlappungslänge festzulegen, bevor die endgültige Verbindung im Detail geprüft wird.
Dies ist eine reine Vorbemessung auf Basis der nominellen mittleren Spannung. Sie berücksichtigt weder die reale Spannungsüberhöhung an den Überlappungsenden noch Schälspannungen, Fügeteilsteifigkeit, Temperatur- oder Alterungseinflüsse. Bei sehr großen rechnerischen Überlappungslängen ist zu prüfen, ob stattdessen eine steifere Verbindungsart oder mehrere Klebstellen sinnvoller sind, da die reale Tragfähigkeit nicht proportional mit der Länge wächst.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, τzul direkt als die vom Hersteller angegebene Bindefestigkeit τKB ohne Sicherheitsabschlag zu verwenden – üblich sind Sicherheiten von 1,5 bis 2,5 gegenüber τKB. Ebenso wird die berechnete Länge manchmal unkritisch übernommen, obwohl ab einer gewissen Länge zusätzliche Fläche kaum noch zur Tragfähigkeit beiträgt.
Aus der Bindefestigkeit im Datenblatt des Klebstoffs, geteilt durch eine dem Anwendungsfall angemessene Sicherheit, üblicherweise etwa 1,5 bis 2,5.
Prüfe, ob eine größere Klebbreite, ein stärkerer Klebstoff, eine steifere Verbindungsart oder mehrere Klebstellen wirtschaftlicher sind, da eine sehr lange Überlappung ihre Fläche wegen der ungleichmäßigen Spannungsverteilung nicht voll ausnutzt.
Beide Ansätze sollten sich in derselben Größenordnung bewegen; eine starke Abweichung deutet auf eine für die gewählte Verbindungsart ungünstige Kombination aus Last, Fläche und Bauteildicke hin.
Ja, da AK = b·lü symmetrisch in b und lü ist, kann bei begrenztem Bauraum in einer Richtung die andere Abmessung vergrößert werden, um dieselbe Fläche zu erreichen.
Nicht proportional: Ab einer gewissen Länge trägt zusätzliche Fläche in der Mitte kaum noch zur Kraftübertragung bei, sodass die reale Sicherheit langsamer wächst als die nominelle Rechnung suggeriert.