τ = F/AKS = τB/τ
S vergleicht nur die nominelle Mittelspannung mit der Bindefestigkeit; Umgebungseinflüsse, Alterung und Fertigungsstreuung sind darin nicht enthalten.
S vergleicht nur die nominelle Mittelspannung mit der Bindefestigkeit; Umgebungseinflüsse, Alterung und Fertigungsstreuung sind darin nicht enthalten.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
S vergleicht nur die nominelle Mittelspannung mit der Bindefestigkeit; Umgebungseinflüsse, Alterung und Fertigungsstreuung sind darin nicht enthalten.
5.000 N auf 1.250 mm² ergeben τ = 4 MPa; bei einer Bindefestigkeit von 20 MPa folgt S = 20/4 = 5.
S ist ein rein rechnerischer Wert auf Basis der nominellen mittleren Spannung; er deckt weder Spannungsüberhöhung an den Überlappungsenden noch Alterung, Temperatur- oder Feuchteeinfluss ab.
Der Rechner bestimmt die nominelle Betriebsspannung einer Überlappklebung und den rechnerischen Sicherheitsfaktor gegenüber der Bindefestigkeit des verwendeten Klebstoffs.
Der Rechner behandelt zwei flache Fügeteile, die sich auf einer Länge überlappen und zwischen den überlappten Flächen verklebt sind (einfacher Überlappstoß, kein stumpfer Stoßstoß). An den freien Enden wirken entgegengesetzte Längskräfte F parallel zur Klebefläche. Die Klebschicht überträgt sie nominell als Schub. Eine direkte Zugkraft senkrecht zur Klebfläche ist nicht erfasst. Durch den Versatz der Kraftlinien können zusätzlich Biegung und Schälspannung entstehen; beides berechnet die Nennspannungsformel nicht. Aus F und AK folgt τ = F/AK; der Sicherheitsfaktor ist S = τB/τ.
Der Sicherheitsfaktor funktioniert wie bei jeder anderen Festigkeitsrechnung: Er gibt an, um welchen Faktor die Belastung steigen müsste, bis die nominelle Beanspruchung die nominelle Werkstoffgrenze erreicht – vergleichbar mit dem Sicherheitsfaktor eines auf Zug beanspruchten Stabes gegenüber seiner Zugfestigkeit.
τ = F/AKS = τB/τ
τ = F/AKS = τB/ττB = S·τ| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Rechnerischer Sicherheitsfaktor S | Verhältnis von Bindefestigkeit zu nomineller Betriebsspannung. |
| Nominelle Betriebsspannung τ | Aus Kraft und Klebfläche berechnete mittlere Scherspannung im Betrieb. |
| Betriebskraft F | Betriebskraft in der Ebene der überlappenden Fügeteile, parallel zur Klebfuge. Sie erzeugt nominelle Schubspannung im Klebstoff; keine Zugkraft senkrecht zur Klebfläche. |
| Klebfugenfläche AK | Tatsächlich verklebte Fläche zwischen den zwei überlappenden Fügeteilen: Überlappungslänge mal Breite senkrecht zur Querschnittsskizze. Nicht die Stirnfläche eines Stoßstoßes. |
| Bindefestigkeit τB | Statische Bindefestigkeit (Zugscherfestigkeit) des Klebstoffs nach Datenblatt oder Prüfung. |
F ist die Längskraft an jedem freien Bauteilende, parallel zur Klebfuge. AK ist die tatsächlich verklebte Überlappungsfläche: Überlappungslänge mal Breite senkrecht zur gezeigten Schnittebene. Daraus folgt die nominelle Scherspannung τ; τB ist die zugehörige Zugscherfestigkeit aus Datenblatt oder Prüfung und ergibt mit τ den Sicherheitsfaktor S.
Wähle zuerst τ als Zielgröße und berechne die nominelle Scherspannung aus F und Ak. Wähle danach S als Zielgröße; der eben berechnete τ-Wert bleibt im Feld stehen und wird mit der eingegebenen Bindefestigkeit τB verglichen. Bei direkter Wahl von S sind F und Ak keine Eingaben dieser zweiten Rechnung.
5.000 N auf 1.250 mm² ergeben τ = 4 MPa. Bei einer Bindefestigkeit von 20 MPa folgt ein rechnerischer Sicherheitsfaktor von S = 20/4 = 5.
Ein Sicherheitsfaktor von 5 bezogen auf die nominelle Mittelspannung klingt komfortabel, deckt aber ausschließlich statische, ideal gleichmäßig verteilte Last ab. Die tatsächliche Spannungsspitze an den Überlappungsenden kann real einen erheblichen Teil dieser rechnerischen Reserve aufzehren.
Kraft wird in N angegeben, Fläche in mm², Spannungen in MPa und der Sicherheitsfaktor ist dimensionslos.
Der hier berechnete Sicherheitsfaktor S ist ein rein rechnerischer Vergleich zweier Mittelwerte: der nominellen Betriebsspannung und der unter Laborbedingungen ermittelten Bindefestigkeit. Er sagt nichts über die tatsächliche, örtlich stark schwankende Spannungsverteilung in der Klebfuge aus, nichts über den Einfluss von Temperatur, Feuchtigkeit oder UV-Strahlung auf die Alterung des Klebstoffs, und nichts über das Verhalten unter schwingender oder schlagartiger Last. Für sicherheitsrelevante Verbindungen sind deshalb zusätzliche, oft deutlich konservativere Nachweise sowie experimentelle Absicherung erforderlich, nicht nur ein rechnerisch komfortabler S-Wert.
Die Berechnung wird zur überschlägigen Bewertung bestehender oder geplanter Klebverbindungen verwendet, um festzustellen, ob eine ausreichende rechnerische Reserve gegenüber der Bindefestigkeit vorliegt, bevor eine detailliertere Nachrechnung oder Versuchsreihe angesetzt wird.
S basiert ausschließlich auf der nominellen, gleichmäßig verteilten mittleren Spannung. Spannungsüberhöhung an den Überlappungsenden, Schälspannungen, Temperatur- und Feuchteeinfluss, Alterung des Klebstoffs sowie dynamische oder schlagartige Lasten sind darin nicht enthalten und erfordern zusätzliche, üblicherweise deutlich höhere Sicherheiten oder eine detaillierte Nachrechnung.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, einen rechnerisch hohen S-Wert als Beleg für eine sichere Verbindung unter allen Bedingungen zu werten, obwohl S ausschließlich die nominelle statische Spannung erfasst. Ebenso wird die Bindefestigkeit manchmal aus generischen Tabellenwerken übernommen, obwohl reale Bindefestigkeit stark von Oberflächenvorbehandlung, Aushärtebedingungen und dem konkreten Fügeteilmaterial abhängt.
Nein. F wirkt hier parallel zur Klebfläche, und S vergleicht nominelle Zugscherbeanspruchung mit Zugscherfestigkeit. Direkter Zug senkrecht zur Klebfläche ist ein anderer Lastfall.
Die nominelle Bindefestigkeit liegt beim Fünffachen der nominellen Betriebsspannung; die Last müsste sich verfünffachen, bevor die nominelle Grenze erreicht wäre.
Nein, S vergleicht ausschließlich nominelle Scherspannungen. Schälspannung an freien Rändern muss separat betrachtet werden.
Aus dem aktuellen Datenblatt des konkret verwendeten Klebstoffs für die vorgesehenen Fügeteilmaterialien, idealerweise bestätigt durch eine eigene Prüfung.
Für statische Klebverbindungen werden in der Literatur häufig Sicherheiten von 1,5 bis 2,5 gegenüber der Bindefestigkeit genannt; sicherheitsrelevante oder dynamisch belastete Verbindungen benötigen zusätzliche, projektspezifische Nachweise.
Ja indirekt: Die Bindefestigkeit vieler Klebstoffe sinkt bei erhöhter Temperatur, wodurch S bei gleicher Last und Fläche kleiner wird, auch wenn dieser Rechner die Temperaturabhängigkeit nicht automatisch abbildet.