Roloff/Matek Gl. (12.38)

Drehmoment einer geteilten Klemmnabe

Mehr Schrauben, Klemmkraft, Durchmesser oder Haftreibung erhöhen die Kapazität linear.

MINTSI
01

Eingaben

Kapazität nach den eingegebenen Betriebs- und Sicherheitsfaktoren.

Gleichmäßig tragende Klemmschrauben.

Wellendurchmesser in der Klemmfuge.

Haftbeiwert der Welle-Nabe-Fuge.

Wirksame Klemmkraft einer Schraube, nicht bloß Anziehmoment.

Produkt aus Anwendungsfaktor und Haftsicherheit; Modell setzt gleichmäßige Pressung K=1 voraus.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

Tnenn = n·π·DF·μ·FK/(2·C)

Mehr Schrauben, Klemmkraft, Durchmesser oder Haftreibung erhöhen die Kapazität linear.

Eingaben verstehen
  • Nenndrehmoment TnennKapazität nach den eingegebenen Betriebs- und Sicherheitsfaktoren.
  • Schraubenzahl nGleichmäßig tragende Klemmschrauben.
  • Fugendurchmesser DFWellendurchmesser in der Klemmfuge.
  • Haftbeiwert μHaftbeiwert der Welle-Nabe-Fuge.
  • Klemmkraft je Schraube FKWirksame Klemmkraft einer Schraube, nicht bloß Anziehmoment.
  • Gesamtfaktor CProdukt aus Anwendungsfaktor und Haftsicherheit; Modell setzt gleichmäßige Pressung K=1 voraus.
Beispiel

n=2, D=50 mm, μ=0,15, FK=20 kN und C=1,5 ergeben 314 N·m.

Annahmen und Grenzen

Geteilte Nabe mit gleichmäßiger Flächenpressung K=1; Schraubenvorspannung und Fugenpressung separat nachweisen.

Fachartikel

Drehmoment einer geteilten Klemmnabe verstehen

Drehmoment einer geteilten Klemmnabe ist eine überschaubare Vorberechnung nach Roloff/Matek. Der Rechner stellt die geschlossene Grundgleichung nach jeder enthaltenen Größe um und trennt das Rechenergebnis bewusst vom vollständigen Bauteilnachweis.

Was beschreibt diese Größe?

Die nach Gleichung 12.38 umgestellte Beziehung liefert das Nenndrehmoment aus Schraubenzahl, Klemmkraft, Fugendurchmesser, Haftbeiwert und Gesamtfaktor; verwendet wird K=1 für gleichmäßige Pressung.

Formel und Variablen

Tnenn = n·π·DF·μ·FK/(2·C)

  • Tnenn = n π DF μ FK / (2 KA SH)
Symbol / EingabeBedeutung
Nenndrehmoment TnennKapazität nach den eingegebenen Betriebs- und Sicherheitsfaktoren.
Schraubenzahl nGleichmäßig tragende Klemmschrauben.
Fugendurchmesser DFWellendurchmesser in der Klemmfuge.
Haftbeiwert μHaftbeiwert der Welle-Nabe-Fuge.
Klemmkraft je Schraube FKWirksame Klemmkraft einer Schraube, nicht bloß Anziehmoment.
Gesamtfaktor CProdukt aus Anwendungsfaktor und Haftsicherheit; Modell setzt gleichmäßige Pressung K=1 voraus.

Eingaben richtig wählen

n zählt die tragenden Schrauben, FK ist die wirksame Klemmkraft je Schraube, DF der Wellendurchmesser, μ der Haftbeiwert und C=KA·SH fasst Anwendung und Haftsicherheit zusammen.

So benutzt du den Rechner

Zielgröße auswählen, alle übrigen Felder mit den Größen des tatsächlich betrachteten Bauteils füllen und die Einheiten kontrollieren. Das Resultat anschließend mit den genannten Modellgrenzen sowie den erforderlichen Festigkeits-, Sicherheits- und Betriebsnachweisen abgleichen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

2 Schrauben, 50 mm, μ=0,15, je 20 kN und C=1,5 ergeben 314 N·m.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Das Resultat sinkt proportional mit C. Ein Anziehdrehmoment darf nicht direkt als Klemmkraft eingesetzt werden.

Der Rechner wandelt intern in kohärente SI-Einheiten um. Längen, Kräfte, Momente, Spannungen und Winkel dürfen daher in den angebotenen Einheiten eingegeben werden; dimensionslose Faktoren werden als Dezimalzahl eingegeben.

Was aus Roloff/Matek übernommen wurde

Verwendet wird ausschließlich die geschlossene Beziehung aus Kapitel 12.3.4, Gleichung (12.38). Tabellenwerte, Werkstoffgrenzen und konstruktive Detailnachweise werden nicht stillschweigend ergänzt; sie bleiben sichtbare Eingaben oder ausdrücklich außerhalb des Modells.

Typische Anwendungen

Drehmoment einer geteilten Klemmnabe eignet sich für Variantenvergleich, Plausibilitätskontrolle und frühe Dimensionierung innerhalb des jeweiligen Maschinenelement-Clusters. Für die Freigabe einer Konstruktion sind die weiterführenden Nachweise des genannten Kapitels erforderlich.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Nur für die geteilte Nabe mit gleichmäßiger Flächenpressung K=1; Montagevorspannkraft und zulässige Fugenpressung nach Gleichung 12.39 separat prüfen.

Typischer Fehler: Typische Fehler sind eine falsch verstandene Wirklänge oder Kraft, Prozentwerte statt Dezimalzahlen und das Gleichsetzen der Vorberechnung mit einem vollständigen Nachweis. Besonders wichtig: Nur für die geteilte Nabe mit gleichmäßiger Flächenpressung K=1; Montagevorspannkraft und zulässige Fugenpressung nach Gleichung 12.39 separat prüfen.

Häufige Fragen

Ist Drehmoment einer geteilten Klemmnabe ein vollständiger Festigkeitsnachweis?

Nein. Nur für die geteilte Nabe mit gleichmäßiger Flächenpressung K=1; Montagevorspannkraft und zulässige Fugenpressung nach Gleichung 12.39 separat prüfen.

Woher stammen Gleichung und Gültigkeitsgrenzen?

Aus Roloff/Matek, Maschinenelemente, Kapitel 12.3.4, Gleichung (12.38); die lokale 21. Auflage wurde mit der vorhandenen 24. Auflage gegengeprüft.

Kann ich das Ergebnis direkt als Nennwert bestellen?

Nur nach Abgleich mit verfügbaren Norm- oder Herstellerreihen und nach den zusätzlich erforderlichen Sicherheits-, Werkstoff- und Betriebsnachweisen.

Quellen, Methodik und Review

  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 21. Auflage, Kapitel 12.3.4, Gleichung (12.38) (lokale PDF 978-3-658-02327-0)
  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 24. Auflage, Kapitel 12.3.4, Gleichung (12.38) (lokale PDF 978-3-658-26280-8)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-09