Roloff/Matek Kap. 12.3.2

Reibmoment einer Kegelverbindung

Der Rechner bildet den örtlich konzentrierten Reibschluss am mittleren Kegelumfang ab.

MINTSI
01

Eingaben

Ideal übertragbares Moment vor Sicherheitsbeiwerten.

Resultierende Anpresskraft normal zur Kegelfläche.

Belegter Haftbeiwert der realen Fugenpaarung.

Mittelwert aus großem und kleinem Kegeldurchmesser.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

T = FN·μ·DmF/2

Der Rechner bildet den örtlich konzentrierten Reibschluss am mittleren Kegelumfang ab.

Eingaben verstehen
  • Reibmoment TIdeal übertragbares Moment vor Sicherheitsbeiwerten.
  • Normalkraft FNResultierende Anpresskraft normal zur Kegelfläche.
  • Haftbeiwert μBelegter Haftbeiwert der realen Fugenpaarung.
  • Mittlerer Fugendurchmesser DmFMittelwert aus großem und kleinem Kegeldurchmesser.
Beispiel

FN=20 kN, μ=0,1 und DmF=250 mm ergeben 250 N·m.

Annahmen und Grenzen

Idealer Reibschluss ohne Drehzahl-, Toleranz- und Pressungsverteilungseinfluss; Sicherheit separat anwenden.

Fachartikel

Reibmoment einer Kegelverbindung verstehen

Reibmoment einer Kegelverbindung ist eine überschaubare Vorberechnung nach Roloff/Matek. Der Rechner stellt die geschlossene Grundgleichung nach jeder enthaltenen Größe um und trennt das Rechenergebnis bewusst vom vollständigen Bauteilnachweis.

Was beschreibt diese Größe?

Am mittleren Kegelumfang erzeugen Normalkraft und Haftbeiwert die Umfangskraft FR=FNμ und damit T=FNμDmF/2.

Formel und Variablen

T = FN·μ·DmF/2

  • T = FN μ DmF / 2
Symbol / EingabeBedeutung
Reibmoment TIdeal übertragbares Moment vor Sicherheitsbeiwerten.
Normalkraft FNResultierende Anpresskraft normal zur Kegelfläche.
Haftbeiwert μBelegter Haftbeiwert der realen Fugenpaarung.
Mittlerer Fugendurchmesser DmFMittelwert aus großem und kleinem Kegeldurchmesser.

Eingaben richtig wählen

FN ist die Resultierende normal zur Kegelfläche, μ der Haftbeiwert gegen Rutschen und DmF der Mittelwert aus großem und kleinem Fugendurchmesser.

So benutzt du den Rechner

Zielgröße auswählen, alle übrigen Felder mit den Größen des tatsächlich betrachteten Bauteils füllen und die Einheiten kontrollieren. Das Resultat anschließend mit den genannten Modellgrenzen sowie den erforderlichen Festigkeits-, Sicherheits- und Betriebsnachweisen abgleichen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

20 kN, μ=0,1 und 250 mm ergeben ideal 250 N·m.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Das Resultat ist die ideale Reibmomentkapazität vor Haftsicherheit; nicht die erforderliche Einpresskraft nach Gleichung 10.29.

Der Rechner wandelt intern in kohärente SI-Einheiten um. Längen, Kräfte, Momente, Spannungen und Winkel dürfen daher in den angebotenen Einheiten eingegeben werden; dimensionslose Faktoren werden als Dezimalzahl eingegeben.

Was aus Roloff/Matek übernommen wurde

Verwendet wird ausschließlich die geschlossene Beziehung aus Kapitel 12.3.2, Herleitung vor Gleichung (12.29). Tabellenwerte, Werkstoffgrenzen und konstruktive Detailnachweise werden nicht stillschweigend ergänzt; sie bleiben sichtbare Eingaben oder ausdrücklich außerhalb des Modells.

Typische Anwendungen

Reibmoment einer Kegelverbindung eignet sich für Variantenvergleich, Plausibilitätskontrolle und frühe Dimensionierung innerhalb des jeweiligen Maschinenelement-Clusters. Für die Freigabe einer Konstruktion sind die weiterführenden Nachweise des genannten Kapitels erforderlich.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Idealfall gleicher Kegelwinkel ohne Fertigungsabweichung und Drehzahleinfluss; Aufschub, Fugendruck, Einpresskraft und Haftsicherheit separat bestimmen.

Typischer Fehler: Typische Fehler sind eine falsch verstandene Wirklänge oder Kraft, Prozentwerte statt Dezimalzahlen und das Gleichsetzen der Vorberechnung mit einem vollständigen Nachweis. Besonders wichtig: Idealfall gleicher Kegelwinkel ohne Fertigungsabweichung und Drehzahleinfluss; Aufschub, Fugendruck, Einpresskraft und Haftsicherheit separat bestimmen.

Häufige Fragen

Ist Reibmoment einer Kegelverbindung ein vollständiger Festigkeitsnachweis?

Nein. Idealfall gleicher Kegelwinkel ohne Fertigungsabweichung und Drehzahleinfluss; Aufschub, Fugendruck, Einpresskraft und Haftsicherheit separat bestimmen.

Woher stammen Gleichung und Gültigkeitsgrenzen?

Aus Roloff/Matek, Maschinenelemente, Kapitel 12.3.2, Herleitung vor Gleichung (12.29); die lokale 21. Auflage wurde mit der vorhandenen 24. Auflage gegengeprüft.

Kann ich das Ergebnis direkt als Nennwert bestellen?

Nur nach Abgleich mit verfügbaren Norm- oder Herstellerreihen und nach den zusätzlich erforderlichen Sicherheits-, Werkstoff- und Betriebsnachweisen.

Quellen, Methodik und Review

  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 21. Auflage, Kapitel 12.3.2, Herleitung vor Gleichung (12.29) (lokale PDF 978-3-658-02327-0)
  • Roloff/Matek, Maschinenelemente, 24. Auflage, Kapitel 12.3.2, Herleitung vor Gleichung (12.29) (lokale PDF 978-3-658-26280-8)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-09