T'Br = JL · ωA/tR + TL
Das erforderliche Bremsmoment muss kleiner oder gleich dem tatsächlich von der Bremse erzeugten Bremsmoment TBr sein.
Das erforderliche Bremsmoment muss kleiner oder gleich dem tatsächlich von der Bremse erzeugten Bremsmoment TBr sein.
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Das erforderliche Bremsmoment muss kleiner oder gleich dem tatsächlich von der Bremse erzeugten Bremsmoment TBr sein.
JL = 0,5 kg·m², nA = 1.500 min⁻¹, tR = 2 s und TL = 5 N·m ergeben T'Br ≈ 44,3 N·m.
Gleichmäßige (lineare) Verzögerung bis zum Stillstand (ωL0 = 0); konstantes Lastmoment während des gesamten Bremsvorgangs.
Der Rechner bestimmt das für eine geforderte Bremszeit erforderliche Bremsmoment aus dem zu verzögernden Trägheitsmoment, der Ausgangsdrehzahl und einem gegebenenfalls wirkenden Lastmoment.
Um eine Drehmasse mit Trägheitsmoment JL innerhalb der Zeit tR aus der Winkelgeschwindigkeit ωA bis zum Stillstand abzubremsen, ist ein Bremsmoment T'Br = JL·ωA/tR erforderlich – ergänzt um ein zusätzlich wirkendes Lastmoment TL. Das tatsächlich installierte Bremsmoment TBr muss mindestens diesem erforderlichen Wert entsprechen.
Man kann sich das wie das Bremsmoment eines Fahrrads vorstellen: Um dieselbe Geschwindigkeit in kürzerer Zeit abzubauen, ist ein größeres Bremsmoment nötig; ein schwereres Rad (größeres Trägheitsmoment) benötigt bei gleicher Bremszeit ebenfalls mehr Bremsmoment.
T'Br = JL · ωA/tR + TL
T'Br = JL · ωA/tR + TLJL = (T'Br−TL) · tR/ωAtR = JL · ωA / (T'Br−TL)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Erforderliches Bremsmoment T'Br | Mindestens erforderliches Bremsmoment für die geforderte Bremszeit. |
| Zu bremsendes Trägheitsmoment JL | Auf die Bremswelle bezogenes Trägheitsmoment aller zu verzögernden Massen. |
| Drehzahl vor dem Bremsen nA | Betriebsdrehzahl unmittelbar vor Bremsbeginn. |
| Geforderte Bremszeit tR | Zeit, in der die Welle bis zum Stillstand abgebremst werden soll. |
| Lastmoment TL | Zusätzlich wirkendes Gegenmoment; positiv, wenn es der Bremsung entgegenwirkt, negativ, wenn es sie unterstützt. |
JL ist das auf die Bremswelle bezogene Trägheitsmoment aller zu verzögernden Massen, nA die Betriebsdrehzahl unmittelbar vor Bremsbeginn, tR die geforderte Bremszeit bis zum Stillstand und TL ein zusätzlich wirkendes Gegenmoment (positiv, wenn es der Bremsung entgegenwirkt, negativ, wenn es sie unterstützt).
Trage JL, nA, tR und TL ein, um das erforderliche Bremsmoment T'Br zu erhalten. Vergleiche es anschließend mit dem tatsächlich von der gewählten Bremse erzeugten Bremsmoment TBr.
JL = 0,5 kg·m², nA = 1.500 min⁻¹, tR = 2 s und TL = 5 N·m ergeben T'Br ≈ 44,3 N·m.
T'Br ≈ 44,3 N·m ist das Mindestbremsmoment, das die gewählte Bremse aufbringen muss, um die Welle innerhalb von 2 s zum Stillstand zu bringen. Eine Bremse mit geringerem Bremsmoment würde die geforderte Bremszeit überschreiten.
JL in kg·m², nA in min⁻¹ (wird intern in die Winkelgeschwindigkeit umgerechnet), tR in s, TL und T'Br in N·m.
TL wird positiv eingesetzt, wenn es der Bremsung entgegenwirkt – also die Bremse zusätzlich zur reinen Trägheitskraft überwinden muss (z. B. ein Antrieb, der beim Bremsen weiter in dieselbe Richtung schiebt). TL wird negativ eingesetzt, wenn es die Bremsung unterstützt (z. B. eine Last, die durch Schwerkraft oder Reibung selbst zum Abbremsen beiträgt). Diese Konvention gilt einheitlich sowohl für den erforderlichen Bremsmoment- als auch für den Bremszeit-Rechner und muss vor der Eingabe anhand der tatsächlichen Kraftrichtung im Betrieb bestimmt werden.
Die Formel wird bei der Auslegung von Betriebs- und Sicherheitsbremsen für Antriebe mit definierter Bremszeitanforderung verwendet, etwa bei Aufzügen, Kranen, Werkzeugmaschinen und Förderanlagen.
Die Formel setzt gleichmäßige (lineare) Verzögerung bis zum vollständigen Stillstand voraus. Ein zeitlich veränderliches Bremsmoment (z. B. bei nachlassender Reibwirkung durch Erwärmung) wird nicht erfasst.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, das Vorzeichen von TL falsch zu wählen oder ein zusätzliches, bremsend wirkendes Lastmoment ganz zu vergessen, wodurch die tatsächlich benötigte Bremse unterdimensioniert würde.
Die tatsächliche Bremszeit wird länger als gefordert ausfallen; die Bremse ist für die geforderte Bremszeit unterdimensioniert.
Positiv, wenn TL der Bremsung entgegenwirkt; negativ, wenn TL die Bremsung unterstützt.
Aus den Trägheitsmomenten aller auf die Bremswelle bezogenen rotierenden Massen, ggf. mit dem reduzierten Trägheitsmoment bei mehrstufigen Getrieben.
Beide verwenden dieselbe Grundgleichung; hier wird nach T'Br, dort nach tR aufgelöst.
Mit dem Reibarbeits-Rechner die bei einer Bremsung freiwerdende Wärmeenergie prüfen, um die thermische Belastung der Bremse abzuschätzen.