P = Δp · Q
Hoher Druck und hoher Durchfluss erhöhen die Fluidleistung; Pumpenwirkungsgrad kommt danach.
Hoher Druck und hoher Durchfluss erhöhen die Fluidleistung; Pumpenwirkungsgrad kommt danach.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Hoher Druck und hoher Durchfluss erhöhen die Fluidleistung; Pumpenwirkungsgrad kommt danach.
10 bar · 6 l/min = 100 W.
Stationäre inkompressible Näherung; Wirkungsgrad und Kompressibilität fehlen.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Fluidleistung P, Druckdifferenz Δp und Volumenstrom Q die jeweils dritte. Er zeigt anhand der direkten Analogie zur elektrischen Leistung, warum Druck in der Fluidtechnik dieselbe Rolle spielt wie die Spannung in der Elektrotechnik.
Die ideale hydraulische oder pneumatische Nutzleistung eines Fluidstroms ist das Produkt aus Druckdifferenz und Volumenstrom: P = Δp·Q. Sie beschreibt die im Fluid übertragene Leistung, bevor Pumpen- oder Motorwirkungsgrad berücksichtigt werden.
Die Fluidleistung folgt derselben mathematischen Struktur wie die elektrische Leistung P = U·I: Druck übernimmt die Rolle der Spannung, Volumenstrom die Rolle des elektrischen Stroms. Diese Analogie ist mehr als eine Eselsbrücke – ähnlich wie U = R·I beim Ohmschen Gesetz gilt für laminare Strömung durch eine Drossel näherungsweise Δp = R_hydraulisch·Q, mit demselben linearen Zusammenhang wie bei einem elektrischen Widerstand.
P = Δp · Q
P = Δp · QΔp = P / QQ = P / Δp| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Fluidleistung P | Die ideale hydraulische bzw. pneumatische Nutzleistung im Fluid – noch ohne Pumpen- oder Motorwirkungsgrad. Als Ergebnis aus Δp·Q berechnet. |
| Druckdifferenz Δp | Die Druckdifferenz zwischen Eintritt und Austritt der betrachteten Komponente (z. B. Pumpe, Zylinder, Ventil). Woher: zwei Druckmessungen oder aus einer Pumpenkennlinie. |
| Volumenstrom Q | Der durch die Komponente fließende Volumenstrom. Woher: Durchflussmesser oder Pumpenkennlinie beim betrachteten Betriebspunkt. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für die Fluidleistung werden Druckdifferenz und Volumenstrom benötigt, für die Druckdifferenz Leistung und Volumenstrom, für den Volumenstrom Leistung und Druckdifferenz. Δp ist dabei die tatsächlich nutzbare Druckdifferenz zwischen Ein- und Austritt.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Um von der idealen Fluidleistung auf die benötigte Antriebsleistung einer Pumpe zu kommen, teile das Ergebnis durch den Pumpenwirkungsgrad.
Gegeben sind Δp = 10 bar und Q = 6 l/min. Einsetzen ergibt P = 10 bar · 6 l/min = 100 W (nach Einheitenumrechnung).
Eine Fluidleistung von 100 W ist die ideale, im Fluid übertragene Leistung. Die tatsächlich von einer Pumpe aufzunehmende elektrische Antriebsleistung liegt darüber, da Pumpenwirkungsgrade typischerweise zwischen 60 % und 90 % liegen.
Druckdifferenz in bar oder Pa, Volumenstrom in l/min oder m³/s, Leistung in Watt (W). Es gilt 1 W = 1 Pa·m³/s; bei der Verwendung von bar und l/min ist vor der Rechnung eine Einheitenumrechnung nötig.
Die Entsprechung ist strukturell sehr eng: Volumen entspricht der elektrischen Ladung, Volumenstrom dem Strom, Druck der Spannung und Fluidleistung P = Δp·Q der elektrischen Leistung P = U·I. Für laminare Strömung durch eine Drossel oder Kapillare gilt zudem näherungsweise ein lineares Δp-Q-Verhältnis, analog zum Ohmschen Gesetz U = R·I. Bei turbulenter Strömung wird dieser Zusammenhang jedoch nichtlinear (Δp wächst etwa mit Q²), sodass die Analogie zum linearen elektrischen Widerstand dort nicht mehr direkt gilt.
Die Formel wird bei der Auslegung von Hydraulikpumpen, Kompressoren, Pneumatikzylindern sowie bei der überschlägigen Abschätzung der Antriebsleistung fluidtechnischer Systeme verwendet.
Die Formel liefert die ideale Fluidleistung ohne Pumpen- oder Motorverluste und setzt eine inkompressible, stationäre Strömung voraus. Bei Gasen mit spürbarer Kompressibilität oder instationären Vorgängen (Druckstöße, Anfahrvorgänge) weicht die tatsächliche Leistungsaufnahme von diesem idealen Wert ab.
Typischer Fehler: Die ideale Fluidleistung nicht mit der tatsächlich benötigten elektrischen Antriebsleistung gleichsetzen – dafür muss zusätzlich durch den Pumpen- beziehungsweise Motorwirkungsgrad geteilt werden. Außerdem bei der Einheitenumrechnung zwischen bar und Pascal sowie zwischen l/min und m³/s sorgfältig vorgehen, da beide Umrechnungsfaktoren in das Ergebnis eingehen.
Weil beide derselben mathematischen Struktur folgen: Druck entspricht der Spannung, Volumenstrom dem elektrischen Strom, und ihr Produkt ergibt jeweils die Leistung.
Teile die ideale Fluidleistung durch den Pumpenwirkungsgrad, der typischerweise zwischen etwa 60 % und 90 % liegt, je nach Bauart und Betriebspunkt.
Nur eingeschränkt. Bei turbulenter Strömung wächst der Druckverlust näherungsweise mit dem Quadrat des Volumenstroms, nicht linear wie beim elektrischen Widerstand.