E = σ / ε
E ist die Steigung der Spannungs-Dehnungs-Kurve; hohe Werte bedeuten hohe Steifigkeit.
E ist die Steigung der Spannungs-Dehnungs-Kurve; hohe Werte bedeuten hohe Steifigkeit.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
E ist die Steigung der Spannungs-Dehnungs-Kurve; hohe Werte bedeuten hohe Steifigkeit.
200 MPa / 0,001 = 200 GPa.
Linear-elastisches, isotropes Material und einachsige Belastung.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Elastizitätsmodul E, Normalspannung σ und Dehnung ε die jeweils dritte, im linear-elastischen Bereich eines Werkstoffs. Er zeigt anhand des enormen Steifigkeitsunterschieds zwischen Stahl, Aluminium und Gummi, warum derselbe Kraftangriff bei unterschiedlichen Werkstoffen zu völlig verschiedenen Verformungen führt.
Der Elastizitätsmodul (E-Modul) beschreibt die Steifigkeit eines Werkstoffs im linear-elastischen Bereich als Verhältnis von Spannung zu Dehnung: E = σ/ε. Er ist die Steigung der Spannungs-Dehnungs-Kurve und eine reine Materialkonstante, unabhängig von der Bauteilgröße.
Stahl besitzt mit rund 200 GPa einen etwa 3-mal so hohen E-Modul wie Aluminium (etwa 69 GPa) und einen mehrere tausendfach höheren als Gummi (etwa 0,01–0,1 GPa). Deshalb verformt sich ein Stahllineal unter einer bestimmten Biegekraft kaum merklich, ein gleich geformtes Gummistück dagegen sofort deutlich sichtbar – bei identischer aufgebrachter Spannung.
E = σ / ε
E = σ / εσ = E · εε = σ / E| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Elastizitätsmodul E | Der Elastizitätsmodul – die Werkstoffsteifigkeit im linear-elastischen Bereich (Hookesches Gesetz). Hohe Werte bedeuten, dass eine Spannung nur eine kleine Dehnung erzeugt. Woher: Werkstofftabelle (Richtwerte: Stahl ≈ 210 GPa, Aluminium ≈ 70 GPa); nur bei unbekannten Materialien selbst aus σ/ε bestimmen. |
| Normalspannung σ | Die Spannung im betrachteten Belastungspunkt, aus F/A berechnet oder gemessen; muss im linear-elastischen Bereich liegen, also unterhalb der Streckgrenze des Werkstoffs. |
| Dehnung ε | Die zugehörige Dehnung (als Bruchzahl, nicht in Prozent) bei derselben Belastung wie σ. Woher: Dehnungsmessstreifen oder Extensometer. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für den E-Modul werden Spannung und Dehnung benötigt, für die Spannung E-Modul und Dehnung, für die Dehnung E-Modul und Spannung. Die Formel gilt nur im linear-elastischen Bereich, unterhalb der Streckgrenze des Werkstoffs.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Prüfe bei einem aus einem Zugversuch bestimmten E-Modul, dass die verwendeten Spannungs- und Dehnungswerte tatsächlich aus dem linearen Anfangsbereich der Kurve stammen.
Gegeben sind σ = 200 MPa und ε = 0,001. Einsetzen ergibt E = 200 MPa/0,001 = 200.000 MPa = 200 GPa, ein typischer Wert für Baustahl.
Ein E-Modul von 200 GPa bedeutet, dass eine Spannung von 200.000 MPa nötig wäre, um (rein rechnerisch bei linearer Fortsetzung) eine Dehnung von 100 % zu erzeugen – real bricht der Werkstoff aber lange vorher. Praktisch zeigt der E-Modul vor allem, wie steif sich ein Bauteil unter Last verhält: Ein hoher E-Modul bedeutet geringe Verformung bei gegebener Spannung.
Der E-Modul wird in Pascal (Pa) angegeben, in der Technik meist in GPa, da die Werte für gängige Konstruktionswerkstoffe im Bereich mehrerer zehn bis mehrerer hundert GPa liegen. Es gilt 1 GPa = 1.000 MPa = 1.000 N/mm².
Der E-Modul wird bei der Auslegung von Bauteilen auf zulässige Durchbiegung, bei der Federkonstanten-Berechnung, in der Baustatik für Verformungsnachweise sowie beim Werkstoffvergleich für steifigkeitskritische Anwendungen wie Fahrzeugrahmen oder Flugzeugstrukturen verwendet.
Die Formel gilt nur im linear-elastischen Bereich unterhalb der Streckgrenze, in dem sich das Bauteil nach Entlastung vollständig zurückbildet. Oberhalb der Streckgrenze setzt plastische Verformung ein, und die Spannungs-Dehnungs-Beziehung ist nicht mehr linear; der hier berechnete E-Modul beschreibt dann nicht mehr das reale Bauteilverhalten.
Typischer Fehler: Den E-Modul nicht mit der Streckgrenze oder Zugfestigkeit verwechseln: Der E-Modul beschreibt die Steifigkeit (den Widerstand gegen elastische Verformung), die Streckgrenze dagegen die Belastungsgrenze, ab der bleibende Verformung einsetzt. Zwei Werkstoffe können denselben E-Modul, aber sehr unterschiedliche Streckgrenzen besitzen, oder umgekehrt.
Weil Stahl mit rund 200 GPa einen mehrere tausendfach höheren E-Modul als Gummi (etwa 0,01–0,1 GPa) besitzt. Bei gleicher aufgebrachter Spannung ist die Dehnung von Gummi entsprechend viel größer.
Nicht grundsätzlich – es kommt auf die Anwendung an. Für steife, formstabile Bauteile ist ein hoher E-Modul erwünscht, für Federn, Dichtungen oder stoßdämpfende Elemente wird dagegen ein niedriger E-Modul benötigt.
Der E-Modul beschreibt die Steifigkeit im elastischen Bereich, die Streckgrenze die Spannung, ab der bleibende (plastische) Verformung einsetzt. Beide sind unabhängige Werkstoffkennwerte.