P = √3 · U · I · cosφ
Der Faktor √3 gilt für Leiterspannung und symmetrische Belastung; cosφ berücksichtigt Phasenverschiebung.
Der Faktor √3 gilt für Leiterspannung und symmetrische Belastung; cosφ berücksichtigt Phasenverschiebung.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Der Faktor √3 gilt für Leiterspannung und symmetrische Belastung; cosφ berücksichtigt Phasenverschiebung.
√3 · 400 V · 10 A · 1 = 6,93 kW.
Symmetrisches 50-Hz-System; Oberschwingungen und Unsymmetrie fehlen.
Der Rechner bestimmt aus drei bekannten Größen unter Wirkleistung P, Leiterspannung U, Leiterstrom I und Leistungsfaktor cos φ die vierte Größe für ein symmetrisch belastetes Drehstromsystem. Er erklärt, woher der charakteristische Faktor √3 stammt und warum europäische Drehstromnetze sowohl 230 V als auch 400 V als Nennspannung führen.
Die Wirkleistung eines symmetrisch belasteten Drehstromsystems ergibt sich aus der Leiterspannung U (zwischen zwei Außenleitern), dem Leiterstrom I und dem Leistungsfaktor cos φ: P = √3·U·I·cos φ. Der Faktor √3 berücksichtigt die 120°-Phasenverschiebung zwischen den drei Außenleitern.
Ein Vierleiter-Drehstromnetz führt gleichzeitig zwei Spannungsebenen: Zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter liegen 230 V (Sternspannung), zwischen zwei Außenleitern dagegen 400 V (Leiterspannung). Beide hängen über den Faktor √3 zusammen (400 V ≈ 230 V · √3), da die drei Phasenspannungen um jeweils 120° gegeneinander verschoben sind und sich deshalb nicht einfach verdoppeln, sondern geometrisch addieren.
P = √3 · U · I · cosφ
P = √3 · U · I · cos φI = P / (√3 · U · cos φ)U = P / (√3 · I · cos φ)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Wirkleistung P | Die tatsächlich aufgenommene bzw. abgegebene Wirkleistung des Drehstromverbrauchers – die Leistung, die wirklich in Arbeit oder Wärme umgesetzt wird, im Unterschied zur Scheinleistung. |
| Leiterspannung U | Die Leiterspannung – die Spannung zwischen zwei der drei Außenleiter (Phasen), in Europa meist 400 V. Nicht zu verwechseln mit der Strangspannung (Leiter gegen Neutralleiter, meist 230 V). |
| Leiterstrom I | Der Effektivwert des Stroms in jedem der drei Außenleiter (bei symmetrischer Last in allen drei gleich groß). Woher: Strommessung (Zangenamperemeter) oder Typenschild. |
| Leistungsfaktor cos φ | Der Leistungsfaktor – das Verhältnis von genutzter Wirkleistung zur insgesamt fließenden Scheinleistung. 1 bedeutet rein ohmsche Last (Heizung); Motoren liegen oft bei 0,8–0,9. Woher: Typenschild des Verbrauchers oder Leistungsmessgerät. |
Gib drei der vier Größen ein, um die vierte zu bestimmen. U ist stets die Leiterspannung zwischen zwei Außenleitern (in Europa meist 400 V), nicht die Sternspannung gegen den Neutralleiter (230 V).
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die übrigen bekannten Werte mit Einheit ein. Bei rein ohmschen Lasten setze cos φ = 1; bei Motoren und anderen induktiven Lasten verwende den auf dem Typenschild angegebenen Leistungsfaktor.
Gegeben sind U = 400 V, I = 10 A und cos φ = 1. Einsetzen ergibt P = √3 · 400 V · 10 A · 1 ≈ 6,93 kW.
Eine Wirkleistung von 6,93 kW zeigt die tatsächlich in Arbeit umgesetzte Leistung des symmetrisch belasteten Drehstromsystems. Bei cos φ < 1 wäre die Scheinleistung (√3·U·I) höher als die Wirkleistung, während die Differenz als Blindleistung zwischen Quelle und Verbraucher pendelt, ohne nutzbare Arbeit zu verrichten.
Leiterspannung in Volt (V), Leiterstrom in Ampere (A), Leistung in Watt (W) beziehungsweise kW. Der Leistungsfaktor cos φ ist dimensionslos und liegt zwischen 0 und 1.
In einem symmetrischen Drehstromsystem sind die drei Phasenspannungen um jeweils 120° gegeneinander phasenverschoben. Die Spannung zwischen zwei Außenleitern (Leiterspannung) ergibt sich geometrisch als Vektordifferenz zweier um 120° versetzter Phasenspannungen, nicht als einfache Summe. Diese vektorielle Differenz liefert über den Sinus von 120° den Faktor √3, sodass die Leiterspannung stets das √3-Fache der Sternspannung (Phasenspannung gegen Neutralleiter) beträgt. Derselbe Faktor taucht deshalb konsequent in der Leistungsformel für symmetrische Drehstromsysteme auf.
Die Formel wird zur Auslegung von Drehstrommotoren, industriellen Drehstromanschlüssen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie zur Abschätzung des Leistungsbedarfs dreiphasig versorgter Anlagen verwendet.
Die Formel gilt für ein symmetrisch belastetes Drehstromsystem mit sinusförmigen 50/60-Hz-Größen ohne Oberschwingungen. Bei unsymmetrischer Last (unterschiedliche Ströme je Außenleiter) oder nichtsinusförmigen Strömen liefert die einfache Formel nur eine Näherung; für die genaue Analyse ist dann eine Betrachtung je Außenleiter oder eine Oberschwingungsanalyse nötig.
Typischer Fehler: Leiterspannung (400 V, zwischen zwei Außenleitern) nicht mit der Sternspannung (230 V, gegen Neutralleiter) verwechseln – beide unterscheiden sich um den Faktor √3 und dürfen nicht ungeprüft gegeneinander ausgetauscht werden. Außerdem den Leistungsfaktor cos φ nicht vergessen: Ohne ihn wird bei induktiven Lasten die Scheinleistung statt der tatsächlichen Wirkleistung berechnet.
Die Sternspannung (in Europa meist 230 V) liegt zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter an, die Leiterspannung (meist 400 V) zwischen zwei Außenleitern. Es gilt Leiterspannung = √3 · Sternspannung.
Bei rein ohmschen Lasten ist cos φ = 1, sodass die Formel direkt die Wirkleistung liefert. Bei Motoren oder anderen induktiven Verbrauchern ist cos φ meist kleiner als 1.
Nur näherungsweise. Bei deutlich unterschiedlichen Strömen je Außenleiter ist eine separate Betrachtung jeder Phase erforderlich.