a = Δv/Δt

Beschleunigung-Rechner

Beschleunigung ist die Änderung einer gerichteten Geschwindigkeit pro Zeit; das Vorzeichen bezieht sich auf die festgelegte Achsenrichtung.

MINTSI
01

Eingaben

Änderung der betrachteten Geschwindigkeitskomponente je Zeit; ein negatives Vorzeichen bezeichnet die negative Achsenrichtung und nicht automatisch Bremsen.

Gerichtete Geschwindigkeit am Anfang des Intervalls bezogen auf die zuvor festgelegte positive Achsenrichtung.

Gerichtete Geschwindigkeit am Ende desselben Intervalls; Einheit und Vorzeichenkonvention müssen zu v0 passen.

Positive Zeitdifferenz zwischen den Messzeitpunkten von v0 und v1; kein absoluter Zeitstempel.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

ā = (v1 − v0) / Δt

Beschleunigung ist die Änderung einer gerichteten Geschwindigkeit pro Zeit; das Vorzeichen bezieht sich auf die festgelegte Achsenrichtung.

Eingaben verstehen
  • Mittlere Beschleunigung ā — Änderung der betrachteten Geschwindigkeitskomponente je Zeit; ein negatives Vorzeichen bezeichnet die negative Achsenrichtung und nicht automatisch Bremsen.
  • Anfangsgeschwindigkeit v0 — Gerichtete Geschwindigkeit am Anfang des Intervalls bezogen auf die zuvor festgelegte positive Achsenrichtung.
  • Endgeschwindigkeit v1 — Gerichtete Geschwindigkeit am Ende desselben Intervalls; Einheit und Vorzeichenkonvention müssen zu v0 passen.
  • Zeitintervall Δt — Positive Zeitdifferenz zwischen den Messzeitpunkten von v0 und v1; kein absoluter Zeitstempel.
Beispiel

0 auf 25 m/s in 5 s ergibt eine mittlere Beschleunigung von 5 m/s².

Annahmen und Grenzen

Eindimensionale mittlere Beschleunigung über das gewählte Intervall; der momentane Verlauf innerhalb des Intervalls bleibt unbekannt.

Fachartikel

Beschleunigung-Rechner verstehen

Der Beschleunigungsrechner bestimmt die mittlere Beschleunigung aus Anfangsgeschwindigkeit, Endgeschwindigkeit und Zeitintervall. Er kann die Gleichung außerdem nach einer der Geschwindigkeiten oder nach der benötigten Zeit umstellen. Entscheidend sind ein einheitliches Vorzeichen, passende Geschwindigkeitseinheiten und die Unterscheidung zwischen mittlerer und momentaner Beschleunigung.

Was beschreibt diese Größe?

Beschleunigung beschreibt, wie schnell sich die Geschwindigkeit ändert. Da Geschwindigkeit eine gerichtete Größe ist, kann sich Beschleunigung sowohl durch eine Änderung des Betrags als auch durch eine Richtungsänderung ergeben. Dieser eindimensionale Rechner betrachtet die mittlere Änderung einer Geschwindigkeitskomponente während eines Zeitintervalls.

Steigt die Anzeige eines Fahrzeugs in fünf Sekunden gleichmäßig von 0 auf 25 m/s, beträgt die mittlere Beschleunigung 5 m/s². Das bedeutet: Pro Sekunde nimmt die Geschwindigkeit im Mittel um 5 m/s zu. Der Rechner sagt damit noch nicht, ob die Zunahme in jeder einzelnen Sekunde exakt gleich war.

Formel und Variablen

ā = (v1 − v0) / Δt

  • ā = Δv / Δt = (v1 − v0) / Δt
  • v1 = v0 + ā · Δt
  • v0 = v1 − ā · Δt
  • Δt = (v1 − v0) / ā
Symbol / EingabeBedeutung
Mittlere Beschleunigung āÄnderung der betrachteten Geschwindigkeitskomponente je Zeit; ein negatives Vorzeichen bezeichnet die negative Achsenrichtung und nicht automatisch Bremsen.
Anfangsgeschwindigkeit v0Gerichtete Geschwindigkeit am Anfang des Intervalls bezogen auf die zuvor festgelegte positive Achsenrichtung.
Endgeschwindigkeit v1Gerichtete Geschwindigkeit am Ende desselben Intervalls; Einheit und Vorzeichenkonvention müssen zu v0 passen.
Zeitintervall ΔtPositive Zeitdifferenz zwischen den Messzeitpunkten von v0 und v1; kein absoluter Zeitstempel.

Eingaben richtig wählen

v0 ist die gerichtete Geschwindigkeit am Anfang, v1 die gerichtete Geschwindigkeit am Ende und Δt die positive Dauer zwischen beiden Messzeitpunkten. Lege zuerst eine positive Achsenrichtung fest und verwende sie für beide Geschwindigkeiten. Ein Fahrzeug nach links kann beispielsweise negative Geschwindigkeiten besitzen. Für die Formel müssen v0 und v1 in derselben Einheit stehen; Δt darf nicht null sein.

So benutzt du den Rechner

Wähle die gesuchte Größe und gib die drei übrigen Werte ein. Für die mittlere Beschleunigung werden v0, v1 und Δt benötigt. Prüfe vor dem Rechnen die Vorzeichen und rechne bei Bedarf km/h in m/s um. Interpretiere anschließend das Vorzeichen relativ zur festgelegten Achse und nicht pauschal als schneller oder langsamer.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Gegeben sind v0 = 0 m/s, v1 = 25 m/s und Δt = 5 s. Zuerst folgt Δv = 25 − 0 = 25 m/s. Dann ist ā = 25 m/s / 5 s = 5 m/s². Die Geschwindigkeit nimmt im betrachteten Intervall somit im Mittel jede Sekunde um 5 m/s zu. 25 m/s entsprechen 90 km/h.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Ein Ergebnis von +5 m/s² bedeutet eine Geschwindigkeitsänderung von +5 m/s je Sekunde entlang der positiven Achse. Ob ein Körper schneller wird, hängt zusätzlich vom Vorzeichen seiner Geschwindigkeit ab: Haben Geschwindigkeit und Beschleunigung dasselbe Vorzeichen, wächst der Betrag; bei entgegengesetzten Vorzeichen wird er kleiner. Eine negative Beschleunigung ist daher nicht automatisch ein Bremsvorgang.

Die kohärente SI-Einheit ist Meter pro Sekunde zum Quadrat (m/s²). Sie bedeutet eine Änderung der Geschwindigkeit in m/s je Sekunde. Die Normfallbeschleunigung beträgt 9,80665 m/s²; das Symbol g ist ein Vergleichswert und keine alternative Schreibweise für jede Beschleunigung. Geschwindigkeiten in km/h müssen vor einer Handrechnung durch 3,6 geteilt werden.

Was unterscheidet mittlere und momentane Beschleunigung?

Die mittlere Beschleunigung verbindet nur Anfang und Ende des Intervalls. Die momentane Beschleunigung ist die Ableitung dv/dt an einem bestimmten Zeitpunkt und kann innerhalb desselben Intervalls stark schwanken. Beide stimmen überall nur dann überein, wenn die Beschleunigung tatsächlich konstant ist. Für Stoß-, Brems- oder Schwingungsvorgänge reicht ein einzelner Mittelwert daher häufig nicht aus.

Typische Anwendungen

Mittlere Beschleunigung wird zur Auswertung von Fahrzeugtests, Hub- und Förderbewegungen, Messdaten, Sportbewegungen und einfachen Kinematikaufgaben verwendet. Für eine anschließende Kraftbetrachtung wäre zusätzlich die Masse erforderlich; dieser Rechner liefert ausschließlich die kinematische Bewegungsgröße.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Die Gleichung liefert die mittlere Beschleunigung über das gewählte Intervall. Sie setzt keine konstante momentane Beschleunigung voraus, beschreibt aber ohne weitere Daten nicht deren Verlauf innerhalb des Intervalls. Das Modell ist eindimensional; Kurvenfahrt kann trotz konstantem Geschwindigkeitsbetrag eine Beschleunigung durch Richtungsänderung erzeugen und benötigt eine Vektorrechnung.

Typischer Fehler: Beschleunigung nicht mit Kraft verwechseln und negative Werte nicht grundsätzlich als Verzögerung bezeichnen. Werden v0 in km/h, v1 in m/s und Δt in Sekunden ohne Umrechnung eingesetzt, ist das Ergebnis dimensionswidrig. Für Δt muss die Differenz der Messzeitpunkte verwendet werden, nicht ein absoluter Zeitstempel.

Häufige Fragen

Bedeutet negative Beschleunigung immer Bremsen?

Nein. Das Minuszeichen zeigt die Richtung entlang der gewählten Achse. Bewegt sich der Körper ebenfalls in negativer Richtung, kann eine negative Beschleunigung seinen Geschwindigkeitsbetrag erhöhen.

Was bedeutet 1 m/s² anschaulich?

Die betrachtete Geschwindigkeitskomponente ändert sich im Mittel pro Sekunde um 1 m/s. Nach fünf Sekunden konstanter Beschleunigung wären das 5 m/s Änderung.

Kann ich mit dem Ergebnis direkt eine Kraft berechnen?

Erst zusammen mit der Masse. Nach dem zweiten Newtonschen Gesetz gilt für die resultierende Kraft F = m·a; dafür müssen alle wirkenden Kräfte und die passende Masse betrachtet werden.