Q = m · c · ΔT
Wärmemenge steigt mit Masse, spezifischer Wärmekapazität und Temperaturhub.
Wärmemenge steigt mit Masse, spezifischer Wärmekapazität und Temperaturhub.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Wärmemenge steigt mit Masse, spezifischer Wärmekapazität und Temperaturhub.
1 kg Wasser um 100 K: ca. 418,6 kJ.
Konstante Wärmekapazität; Verdampfung, Schmelzen und Verluste fehlen.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter Wärmemenge Q, Masse m, spezifischer Wärmekapazität c und Temperaturänderung ΔT die vierte Größe. Er zeigt anhand des Vergleichs von Wasser und Eisen, warum manche Stoffe bei gleicher zugeführter Energie viel schneller warm werden als andere.
Die zum Erwärmen oder Abkühlen eines Stoffes benötigte sensible Wärmemenge ist Q = m·c·ΔT, solange kein Phasenwechsel (Schmelzen, Verdampfen) auftritt. Die spezifische Wärmekapazität c ist ein Stoffwert, der angibt, wie viel Energie nötig ist, um 1 kg dieses Stoffes um 1 Kelvin zu erwärmen.
Wasser hat mit rund 4.186 J/(kg·K) eine etwa zehnmal so hohe spezifische Wärmekapazität wie Eisen. Deshalb erwärmt sich ein Eisenstück bei gleicher zugeführter Energie und gleicher Masse rund zehnmal so schnell wie dieselbe Masse Wasser – ein Effekt, den man beim Erhitzen eines Kochtopfs (Metall wird schnell heiß) im Vergleich zum Wasser darin unmittelbar erlebt.
Q = m · c · ΔT
Q = m · c · ΔTm = Q / (c · ΔT)ΔT = Q / (m · c)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Wärmemenge Q | Die sensible Wärmemenge (Energie), die nötig ist, um die Masse m um ΔT zu erwärmen oder abzukühlen – sensibel bedeutet, dass sich dabei nur die Temperatur ändert, ohne Phasenwechsel wie Schmelzen oder Verdampfen. Als Ergebnis aus m·c·ΔT berechnet. |
| Masse m | Die zu erwärmende oder abzukühlende Masse. Woher: Wiegen oder aus Volumen und Dichte berechnet (m = ρ·V). |
| Spezifische Wärmekapazität c | Die spezifische Wärmekapazität – wie viel Energie nötig ist, um 1 kg des Stoffs um 1 K zu erwärmen. Woher: Stofftabelle; Richtwerte Wasser ≈ 4,186 kJ/(kg·K), Luft ≈ 1,0, Stahl ≈ 0,49, Aluminium ≈ 0,90 kJ/(kg·K). |
| Temperaturänderung ΔT | Die Temperaturänderung – Endtemperatur minus Anfangstemperatur. Positiv bei Erwärmung, negativ bei Abkühlung; da es eine Differenz ist, spielt es keine Rolle, ob in °C oder K gerechnet wird. |
Gib drei der vier Größen ein, um die vierte zu bestimmen. Für c muss ein zum jeweiligen Stoff passender Wert eingesetzt werden; Wasser hat bei Raumtemperatur etwa 4,186 kJ/(kg·K), viele Metalle liegen deutlich darunter.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die drei bekannten Werte mit Einheit ein. Prüfe, ob im betrachteten Temperaturbereich ein Phasenwechsel auftritt (z. B. Sieden von Wasser bei 100 °C) – dafür ist zusätzlich Verdampfungs- oder Schmelzenergie nötig, die diese Formel nicht abdeckt.
Gegeben sind m = 1 kg Wasser, c = 4,186 kJ/(kg·K) und ΔT = 100 K. Einsetzen ergibt Q = 1 kg · 4,186 kJ/(kg·K) · 100 K = 418,6 kJ.
Eine Wärmemenge von 418,6 kJ ist die Energie, die nötig ist, um 1 kg Wasser um 100 K zu erwärmen (z. B. von 0 °C auf 100 °C), sofern dabei kein Verdampfen stattfindet. Für den anschließenden Phasenwechsel zu Wasserdampf wäre zusätzlich eine deutlich größere Verdampfungsenergie erforderlich.
Die SI-Einheit der Wärmemenge ist Joule (J), in der Technik häufig kJ. Die spezifische Wärmekapazität wird in J/(kg·K) oder kJ/(kg·K) angegeben; 1 K Temperaturdifferenz entspricht dabei 1 °C Temperaturdifferenz.
Wärmemengenberechnungen werden bei der Auslegung von Heizungen, Warmwasserbereitern, Wärmetauschern, industriellen Erwärmungsprozessen sowie bei der Abschätzung des Energiebedarfs zum Aufheizen von Prozessmedien verwendet.
Die Formel gilt nur für sensible Wärme ohne Phasenwechsel und setzt eine über den betrachteten Temperaturbereich konstante spezifische Wärmekapazität voraus. Bei größeren Temperaturspannen oder in der Nähe von Phasenübergängen ändert sich c geringfügig beziehungsweise wird durch die viel größere latente Wärme des Phasenwechsels überlagert.
Typischer Fehler: Sensible Wärme (Temperaturänderung ohne Phasenwechsel) nicht mit latenter Wärme (Phasenwechsel bei konstanter Temperatur, z. B. Schmelzen oder Verdampfen) verwechseln – für Letztere ist eine andere, meist deutlich größere Energiemenge nötig. Außerdem muss ΔT als Temperaturdifferenz in Kelvin oder Grad Celsius eingesetzt werden, nicht als Absoluttemperatur.
Weil Metalle eine viel geringere spezifische Wärmekapazität als Wasser besitzen – oft nur ein Zehntel. Bei gleicher zugeführter Energie steigt die Temperatur des Metalls daher viel schneller.
Nur bis zum Erreichen der Siedetemperatur. Für das anschließende Verdampfen ist zusätzlich die Verdampfungsenthalpie nötig, die in dieser Formel nicht enthalten ist.
Ja, bei einer Abkühlung ist ΔT negativ, und Q beschreibt dann die abzuführende Wärmemenge.