Dubbel Thermodynamik D 8.3.1 Carnot-Prozess, Gl. (19) η = 1 − T0/T, Wärmepumpe εWP,Carnot = T/(T−T0); reale Leistungszahl εWP nach D 8.4.2, Gl. (41)

Gütegrad einer Wärmepumpe gegenüber dem Carnot-Grenzwert

Der Carnot-COP ist der thermodynamisch bestmögliche Wert zwischen zwei Temperaturniveaus; reale Wärmepumpen erreichen typischerweise 40 bis 60 % davon.

MINTSI
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Eingaben

Verhältnis des realen COP zum thermodynamisch maximal möglichen Carnot-COP bei denselben Temperaturen.

Temperatur, auf die die Wärmepumpe das Heizsystem auflädt (Kondensatortemperatur).

Temperatur der genutzten Wärmequelle, z. B. Außenluft, Erdreich oder Grundwasser (Verdampfertemperatur).

Tatsächlicher, z. B. aus einem Prüfstand oder Datenblatt bekannter Leistungszahlwert bei denselben Temperaturen.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

COPCarnot = Thigh/(Thigh−Tlow); Gütegrad = COPreal/COPCarnot

Der Carnot-COP ist der thermodynamisch bestmögliche Wert zwischen zwei Temperaturniveaus; reale Wärmepumpen erreichen typischerweise 40 bis 60 % davon.

Eingaben verstehen
  • Gütegrad (0 bis 1)Verhältnis des realen COP zum thermodynamisch maximal möglichen Carnot-COP bei denselben Temperaturen.
  • Obere Temperatur (Heizkreis-Vorlauf) ThighTemperatur, auf die die Wärmepumpe das Heizsystem auflädt (Kondensatortemperatur).
  • Untere Temperatur (Wärmequelle) TlowTemperatur der genutzten Wärmequelle, z. B. Außenluft, Erdreich oder Grundwasser (Verdampfertemperatur).
  • Realer COP der Wärmepumpe COPrealTatsächlicher, z. B. aus einem Prüfstand oder Datenblatt bekannter Leistungszahlwert bei denselben Temperaturen.
Beispiel

Thigh=35 °C, Tlow=0 °C und COPreal=3,5 ergeben COPCarnot=308,15/35≈8,80 und einen Gütegrad von etwa 0,40 (40 %).

Annahmen und Grenzen

Idealer Carnot-Vergleichsprozess zwischen zwei konstanten Temperaturniveaus in Kelvin; reale Verdichterverluste, Gütegradabhängigkeit von der Temperaturspreizung und Teillastbetrieb werden nur pauschal über den Gütegrad selbst erfasst.

Fachartikel

Gütegrad einer Wärmepumpe gegenüber dem Carnot-Grenzwert verstehen

Der Rechner ordnet die reale Leistungszahl (COP) einer Wärmepumpe gegenüber dem thermodynamisch bestmöglichen Carnot-Wert ein, getrennt von der vorhandenen Jahreskostenrechnung für Wärmepumpenanlagen.

Was beschreibt diese Größe?

Zwischen zwei Temperaturniveaus Thigh und Tlow (in Kelvin) ist COPCarnot=Thigh/(Thigh−Tlow) der thermodynamisch maximal mögliche Wert. Der Gütegrad vergleicht den realen COP damit: Gütegrad=COPreal/COPCarnot.

Formel und Variablen

COPCarnot = Thigh/(Thigh−Tlow); Gütegrad = COPreal/COPCarnot

  • COPCarnot = Thigh/(Thigh−Tlow)
  • Gütegrad = COPreal/COPCarnot
Symbol / EingabeBedeutung
Gütegrad (0 bis 1)Verhältnis des realen COP zum thermodynamisch maximal möglichen Carnot-COP bei denselben Temperaturen.
Obere Temperatur (Heizkreis-Vorlauf) ThighTemperatur, auf die die Wärmepumpe das Heizsystem auflädt (Kondensatortemperatur).
Untere Temperatur (Wärmequelle) TlowTemperatur der genutzten Wärmequelle, z. B. Außenluft, Erdreich oder Grundwasser (Verdampfertemperatur).
Realer COP der Wärmepumpe COPrealTatsächlicher, z. B. aus einem Prüfstand oder Datenblatt bekannter Leistungszahlwert bei denselben Temperaturen.

Eingaben richtig wählen

Thigh ist die vom Wärmepumpenkondensator gelieferte Temperatur (Heizkreis-Vorlauf), Tlow die Temperatur der genutzten Wärmequelle, COPreal die reale Leistungszahl bei diesen Temperaturen.

So benutzt du den Rechner

Thigh und Tlow für den betrachteten Betriebspunkt festlegen, COPreal aus Datenblatt, Prüfstand oder Messung übernehmen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Thigh=35 °C, Tlow=0 °C und COPreal=3,5 ergeben COPCarnot≈8,80 und einen Gütegrad von etwa 0,40 (40 %).

Ergebnis und Einheiten verstehen

Reale Wärmepumpen erreichen typischerweise 40 bis 60 % des Carnot-Werts; ein deutlich niedrigerer Gütegrad weist auf ungünstige Betriebsbedingungen oder eine ineffiziente Maschine hin.

Thigh und Tlow sind Temperaturen, COPreal dimensionslos. Der Gütegrad wird als Verhältnis zwischen 0 und 1 ausgegeben.

Passender nächster Rechenschritt

Für die jährlichen Energiekosten einer Wärmepumpenanlage siehe den vorhandenen Rechner „Wärmepumpen-Jahreskosten“ im Bereich erneuerbare Energie.

Typische Anwendungen

Einordnung gemessener oder im Datenblatt angegebener COP-Werte, Vergleich unterschiedlicher Wärmepumpen oder Betriebspunkte und Sensitivitätsbetrachtung der Temperaturspreizung.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Idealer Carnot-Vergleichsprozess zwischen zwei konstanten Temperaturniveaus; reale Verdichterverluste, Teillastverhalten, Abtauzyklen und die Temperaturabhängigkeit des Gütegrads selbst werden nicht einzeln aufgeschlüsselt.

Typischer Fehler: Temperaturen nicht in Grad Celsius in eine reine Kelvin-Formel unkonvertiert einsetzen; der Rechner übernimmt die Umrechnung automatisch, ein manueller Vergleich mit anderen Quellen sollte dies berücksichtigen.

Häufige Fragen

Wofür ist „Gütegrad einer Wärmepumpe gegenüber dem Carnot-Grenzwert“ gedacht?

Einordnung gemessener oder im Datenblatt angegebener COP-Werte, Vergleich unterschiedlicher Wärmepumpen oder Betriebspunkte und Sensitivitätsbetrachtung der Temperaturspreizung.

Woher kommen die Eingabewerte?

Thigh ist die vom Wärmepumpenkondensator gelieferte Temperatur (Heizkreis-Vorlauf), Tlow die Temperatur der genutzten Wärmequelle, COPreal die reale Leistungszahl bei diesen Temperaturen.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Idealer Carnot-Vergleichsprozess zwischen zwei konstanten Temperaturniveaus; reale Verdichterverluste, Teillastverhalten, Abtauzyklen und die Temperaturabhängigkeit des Gütegrads selbst werden nicht einzeln aufgeschlüsselt.

Quellen, Methodik und Review

  • Dubbel, Thermodynamik D 8.3.1 Carnot-Prozess, Gl. (19) η = 1 − T0/T (linksläufig als Wärmepumpe) und D 8.4.2, Gl. (41) Leistungszahl εWP = |Q̇|/P (lokale Kapitel-PDF)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

Verantwortlich
NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-16