Dubbel Festigkeitslehre C 2.5.1, Gl. (45)/(47): φ = Mt·l/(G·Ip), Ip = π·d⁴/32

Verdrehwinkel einer Vollwelle unter Torsion

Der Verdrehwinkel wächst mit Moment und Länge und fällt mit der vierten Potenz des Durchmessers.

MINTSI
01

Eingaben

Elastische Verdrehung zwischen den beiden Enden des betrachteten Wellenabschnitts.

Zu übertragendes Torsionsmoment.

Länge des betrachteten, gleichmäßig belasteten Wellenabschnitts.

Werkstoffkennwert; Baustahl etwa 81 GPa, Aluminiumlegierungen etwa 26 GPa.

Durchmesser der Vollwelle über die betrachtete Länge.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

φ = T·l/(G·Ip); Ip = π·d⁴/32

Der Verdrehwinkel wächst mit Moment und Länge und fällt mit der vierten Potenz des Durchmessers.

Eingaben verstehen
  • Verdrehwinkel φElastische Verdrehung zwischen den beiden Enden des betrachteten Wellenabschnitts.
  • Torsionsmoment TZu übertragendes Torsionsmoment.
  • Wellenlänge lLänge des betrachteten, gleichmäßig belasteten Wellenabschnitts.
  • Schubmodul GWerkstoffkennwert; Baustahl etwa 81 GPa, Aluminiumlegierungen etwa 26 GPa.
  • Wellendurchmesser dDurchmesser der Vollwelle über die betrachtete Länge.
Beispiel

T=200 N·m, l=1 m, G=81 GPa und d=30 mm ergeben Ip≈7,95·10⁻⁸ m⁴ und φ≈1,78°.

Annahmen und Grenzen

Lineare Elastizität, konstanter Querschnitt und konstantes Torsionsmoment über die Länge l; Kerbwirkung, Wellenabsätze und plastische Verformung fehlen.

Fachartikel

Verdrehwinkel einer Vollwelle unter Torsion verstehen

Der Rechner ergänzt die Torsionsspannung um die elastische Verformung: den Verdrehwinkel zwischen den beiden Enden eines tordierten Wellenabschnitts.

Was beschreibt diese Größe?

Für eine Vollwelle mit polarem Flächenträgheitsmoment Ip=π·d⁴/32 gilt φ=T·l/(G·Ip). Der Verdrehwinkel ist proportional zu Moment und Länge und fällt mit der vierten Potenz des Durchmessers.

Formel und Variablen

φ = T·l/(G·Ip); Ip = π·d⁴/32

  • φ = T·l/(G·Ip)
  • Ip = π·d⁴/32
Symbol / EingabeBedeutung
Verdrehwinkel φElastische Verdrehung zwischen den beiden Enden des betrachteten Wellenabschnitts.
Torsionsmoment TZu übertragendes Torsionsmoment.
Wellenlänge lLänge des betrachteten, gleichmäßig belasteten Wellenabschnitts.
Schubmodul GWerkstoffkennwert; Baustahl etwa 81 GPa, Aluminiumlegierungen etwa 26 GPa.
Wellendurchmesser dDurchmesser der Vollwelle über die betrachtete Länge.

Eingaben richtig wählen

T ist das Torsionsmoment, l die Länge des betrachteten Wellenabschnitts, G der Schubmodul des Werkstoffs und d der Wellendurchmesser.

So benutzt du den Rechner

T und d wie bei der Torsionsspannung übernehmen, l als tatsächliche Länge zwischen den betrachteten Querschnitten einsetzen und G dem Werkstoff entnehmen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

T=200 N·m, l=1 m, G=81 GPa und d=30 mm ergeben Ip≈7,95·10⁻⁸ m⁴ und φ≈1,78°.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Ein zu großer Verdrehwinkel kann bei Werkzeugmaschinen oder Messwellen die Positioniergenauigkeit beeinträchtigen, selbst wenn die Spannung unkritisch ist.

T ist ein Drehmoment, l eine Länge, G eine Spannung (Schubmodul) und d eine Länge. φ wird als Winkel ausgegeben.

Passender nächster Rechenschritt

Die zugehörige Spannung liefert Torsionssicherheit einer Vollwelle.

Typische Anwendungen

Abschätzung der Torsionssteifigkeit von Antriebswellen, Torsionsstäben und Messwellen in der Konstruktion.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Lineare Elastizität, konstanter Querschnitt und konstantes Moment über die Länge l; Kerbwirkung, Wellenabsätze und plastische Verformung fehlen.

Typischer Fehler: Nicht den Elastizitätsmodul E anstelle des Schubmoduls G einsetzen; beide unterscheiden sich um den Faktor 2(1+ν).

Häufige Fragen

Wofür ist „Verdrehwinkel einer Vollwelle unter Torsion“ gedacht?

Abschätzung der Torsionssteifigkeit von Antriebswellen, Torsionsstäben und Messwellen in der Konstruktion.

Woher kommen die Eingabewerte?

T ist das Torsionsmoment, l die Länge des betrachteten Wellenabschnitts, G der Schubmodul des Werkstoffs und d der Wellendurchmesser.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Lineare Elastizität, konstanter Querschnitt und konstantes Moment über die Länge l; Kerbwirkung, Wellenabsätze und plastische Verformung fehlen.

Quellen, Methodik und Review

  • Dubbel, Festigkeitslehre C 2.5.1, Gl. (47): φ = Mt·l/(G·Ip), Drillung ϑ = φ/l (lokale Kapitel-PDF)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-16