So = pL · ψ² / (ηeff · ωeff)
So ≥ 1 mit ε zwischen 0,6 und 0,95 kennzeichnet störungsfreien Betrieb; kleine So-Werte weisen auf mögliche Instabilität der Wellenlage hin.
So ≥ 1 mit ε zwischen 0,6 und 0,95 kennzeichnet störungsfreien Betrieb; kleine So-Werte weisen auf mögliche Instabilität der Wellenlage hin.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
So ≥ 1 mit ε zwischen 0,6 und 0,95 kennzeichnet störungsfreien Betrieb; kleine So-Werte weisen auf mögliche Instabilität der Wellenlage hin.
pL = 2,5 MPa, ψ = 1‰, ηeff = 20 mPa·s und n = 1.500 min⁻¹ (ωeff ≈ 157,1 1/s) ergeben So ≈ 0,80.
Gilt für stationär belastete, vollumschlossene (360°-)Gleitlager mit konstanter Lagerkraft und -richtung; ηeff ist bei der Betriebstemperatur, nicht bei 20 °C, einzusetzen.
Der Rechner bestimmt die dimensionslose Sommerfeldzahl aus spezifischer Lagerbelastung, relativem Lagerspiel, Schmierstoffviskosität und Wellendrehzahl, um den hydrodynamischen Betriebszustand eines Gleitlagers einzuordnen.
Die Sommerfeldzahl So = pL·ψ²/(ηeff·ωeff) fasst alle wesentlichen Betriebsgrößen eines hydrodynamischen Gleitlagers zu einer einzigen Kennzahl zusammen. Lager mit gleicher Sommerfeldzahl sind hydrodynamisch ähnlich, sofern Breitenverhältnis und Ölzuführung ebenfalls übereinstimmen. Über TB 15-11 lässt sich aus So die relative Exzentrizität ε ablesen, die wiederum für die minimale Schmierspalthöhe benötigt wird.
Die Sommerfeldzahl funktioniert ähnlich wie die Reynolds-Zahl in der Strömungslehre: Eine einzige dimensionslose Kennzahl fasst mehrere physikalische Effekte zusammen und erlaubt es, sehr unterschiedlich große Lager anhand desselben Betriebszustands zu vergleichen.
So = pL · ψ² / (ηeff · ωeff)
So = pL · ψ² / (ηeff · ωeff)pL = So · ηeff · ωeff / ψ²ηeff = pL · ψ² / (So · ωeff)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Sommerfeldzahl So | Kennzahl für die hydrodynamische Ähnlichkeit des Lagers. |
| Spezifische Lagerbelastung pL | Aus dem Flächenpressungs-Rechner oder direkt gemessen. |
| Relatives Lagerspiel ψ | Aus dem Lagerspiel-Rechner. |
| Effektive Viskosität ηeff | Dynamische Viskosität des Schmieröls bei effektiver Betriebstemperatur. |
| Wellendrehzahl n | Betriebsdrehzahl der Welle; wird intern in die Winkelgeschwindigkeit ωeff umgerechnet. |
pL ist die spezifische Lagerbelastung (aus dem entsprechenden Rechner), ψ das relative Lagerspiel, ηeff die dynamische Viskosität des Schmieröls bei effektiver Betriebstemperatur und n die Wellendrehzahl, die intern in die Winkelgeschwindigkeit ωeff umgerechnet wird.
Berechne zunächst pL und ψ mit den jeweiligen Rechnern, wähle ηeff aus dem Ölviskositäts-Temperatur-Diagramm bei der erwarteten Betriebstemperatur und trage n ein, um So zu erhalten.
pL = 2,5 MPa, ψ = 1 ‰, ηeff = 20 mPa·s und n = 1.500 min⁻¹ (ωeff ≈ 157,1 s⁻¹) ergeben So ≈ 0,80.
So ≥ 1 mit einer relativen Exzentrizität ε zwischen 0,6 und 0,95 kennzeichnet störungsfreien hydrodynamischen Betrieb. So < 1 zusammen mit ε < 0,6 deutet auf ein Risiko instabiler Wellenlage hin, während sehr hohe So-Werte (So ≥ 10) mit ε nahe 1 auf Verschleißgefahr hinweisen können.
pL in MPa (N/mm²), ψ dimensionslos, ηeff in mPa·s (bzw. Pa·s), n in min⁻¹ (wird intern in s⁻¹ umgerechnet); So selbst ist dimensionslos.
Die Sommerfeldzahl allein sagt noch nichts über die tatsächliche Lage der Welle im Lager aus. Über ein Diagramm oder eine Tabelle wie TB 15-11 wird aus So (zusammen mit dem Breitenverhältnis b/dL) die relative Exzentrizität ε abgelesen, die beschreibt, wie nahe sich die Wellenmitte der Lagerschale annähert. Erst mit ε lässt sich die minimale Schmierspalthöhe h0 = 0,5·dL·ψ·(1−ε) berechnen – die Sommerfeldzahl ist also eine notwendige Zwischengröße, kein Endergebnis für sich.
Die Sommerfeldzahl ist die zentrale Kennzahl zur Beurteilung, ob ein Gleitlager im hydrodynamischen Regime arbeitet, und dient als Zwischengröße zur Bestimmung der minimalen Schmierspalthöhe über die relative Exzentrizität.
Die Formel gilt für stationär belastete, vollumschlossene (360°-)Gleitlager mit konstanter Lagerkraft und -richtung. ηeff muss bei der tatsächlichen Betriebstemperatur eingesetzt werden, nicht bei 20 °C, da die Viskosität stark temperaturabhängig ist.
Typischer Fehler: Ein häufiger Fehler ist, die Wellendrehzahl n direkt statt der daraus abgeleiteten Winkelgeschwindigkeit ωeff = 2π·n in die Formel einzusetzen, sowie eine bei Raumtemperatur statt bei Betriebstemperatur bestimmte Viskosität zu verwenden.
Das kennzeichnet den normalen, störungsfreien hydrodynamischen Betriebsbereich der meisten Gleitlager.
Zusammen mit ε < 0,6 deutet das auf ein Risiko instabiler Wellenlage (Ölwirbel) hin, besonders bei schnelllaufenden, gering belasteten Lagern.
Aus dem Viskositäts-Temperatur-Diagramm des gewählten Schmieröls bei der erwarteten effektiven Betriebstemperatur, nicht bei 20 °C.
Um über ein Diagramm (TB 15-11) die relative Exzentrizität ε abzulesen, die für die minimale Schmierspalthöhe benötigt wird.
Nein, die angegebene Form gilt für vollumschlossene 360°-Gleitlager; Teillager benötigen andere Kennzahlbeziehungen.