Streckenenergie nach DIN EN 1011-1: E = k·U·I/v

Streckenenergie (Wärmeeinbringen) beim Schweißen

Die Streckenenergie bestimmt maßgeblich das Gefüge und die mechanischen Eigenschaften der Wärmeeinflusszone.

MINTSI
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Eingaben

Auf die Schweißnahtlänge bezogene, tatsächlich in das Werkstück eingebrachte Wärmemenge.

Verfahrensabhängiger Wirkungsgrad; MMA/MAG etwa 0,8, UP etwa 1,0, WIG etwa 0,6.

Lichtbogenspannung während des Schweißens.

Schweißstrom während des Schweißens.

Vorschubgeschwindigkeit des Lichtbogens entlang der Naht.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

E = k·U·I·60/(v·1000)

Die Streckenenergie bestimmt maßgeblich das Gefüge und die mechanischen Eigenschaften der Wärmeeinflusszone.

Eingaben verstehen
  • Streckenenergie E in kJ/mmAuf die Schweißnahtlänge bezogene, tatsächlich in das Werkstück eingebrachte Wärmemenge.
  • Thermischer Wirkungsgrad kVerfahrensabhängiger Wirkungsgrad; MMA/MAG etwa 0,8, UP etwa 1,0, WIG etwa 0,6.
  • Schweißspannung ULichtbogenspannung während des Schweißens.
  • Schweißstrom ISchweißstrom während des Schweißens.
  • Schweißgeschwindigkeit vVorschubgeschwindigkeit des Lichtbogens entlang der Naht.
Beispiel

k=0,8, U=28 V, I=250 A und v=300 mm/min ergeben E=0,8·28·250·60/(300·1.000)=1,12 kJ/mm.

Annahmen und Grenzen

Stationäres Lichtbogenschweißen mit konstanten Prozessgrößen; Mehrlagenschweißung, Vorwärmung, Zwischenlagentemperatur und verfahrensspezifische Wirkungsgradstreuung fehlen.

Fachartikel

Streckenenergie (Wärmeeinbringen) beim Schweißen verstehen

Der Rechner bestimmt die Streckenenergie einer Lichtbogenschweißung, eine der wichtigsten Prozessgrößen für Gefüge und mechanische Eigenschaften der Schweißverbindung.

Was beschreibt diese Größe?

Die elektrische Leistung des Lichtbogens U·I wird über die Schweißgeschwindigkeit v auf die Nahtlänge bezogen; ein verfahrensabhängiger thermischer Wirkungsgrad k berücksichtigt, welcher Anteil davon tatsächlich in das Werkstück eingebracht wird: E=k·U·I/v.

Formel und Variablen

E = k·U·I·60/(v·1000)

  • E = k·U·I/v
Symbol / EingabeBedeutung
Streckenenergie E in kJ/mmAuf die Schweißnahtlänge bezogene, tatsächlich in das Werkstück eingebrachte Wärmemenge.
Thermischer Wirkungsgrad kVerfahrensabhängiger Wirkungsgrad; MMA/MAG etwa 0,8, UP etwa 1,0, WIG etwa 0,6.
Schweißspannung ULichtbogenspannung während des Schweißens.
Schweißstrom ISchweißstrom während des Schweißens.
Schweißgeschwindigkeit vVorschubgeschwindigkeit des Lichtbogens entlang der Naht.

Eingaben richtig wählen

k ist der thermische Wirkungsgrad des Schweißverfahrens, U die Lichtbogenspannung, I der Schweißstrom und v die Schweißgeschwindigkeit.

So benutzt du den Rechner

U und I aus den eingestellten Schweißparametern übernehmen, v aus der Vorschubgeschwindigkeit; k nach Verfahren wählen (MMA/MAG etwa 0,8, UP etwa 1,0, WIG etwa 0,6).

Schritt-für-Schritt-Beispiel

k=0,8, U=28 V, I=250 A und v=300 mm/min ergeben E≈1,12 kJ/mm.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Eine zu hohe Streckenenergie vergröbert das Gefüge und verringert Zähigkeit und Festigkeit in der Wärmeeinflusszone; eine zu niedrige kann zu unzureichendem Einbrand führen.

U ist eine Spannung, I ein Strom, v eine Geschwindigkeit, k dimensionslos. E wird direkt in kJ/mm ausgegeben.

Passender nächster Rechenschritt

Für die Festigkeit der fertigen Schweißnaht siehe Kehlnaht-Schubspannung oder Stumpfnaht-Normalspannung.

Typische Anwendungen

Einhaltung vorgeschriebener Streckenenergiebereiche nach Schweißanweisung (WPS), Vergleich unterschiedlicher Parametersätze und Verfahren.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Stationäres Lichtbogenschweißen mit konstanten Parametern über die gesamte Naht; Mehrlagenschweißung, Vorwärm- und Zwischenlagentemperatur sowie verfahrensspezifische Streuung des Wirkungsgrads fehlen.

Typischer Fehler: Nicht den Effektivwert des Schweißstroms mit dem Spitzenwert bei Impulsschweißverfahren verwechseln; die Formel setzt mittlere, stationäre Werte voraus.

Häufige Fragen

Wofür ist „Streckenenergie (Wärmeeinbringen) beim Schweißen“ gedacht?

Einhaltung vorgeschriebener Streckenenergiebereiche nach Schweißanweisung (WPS), Vergleich unterschiedlicher Parametersätze und Verfahren.

Woher kommen die Eingabewerte?

k ist der thermische Wirkungsgrad des Schweißverfahrens, U die Lichtbogenspannung, I der Schweißstrom und v die Schweißgeschwindigkeit.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Stationäres Lichtbogenschweißen mit konstanten Parametern über die gesamte Naht; Mehrlagenschweißung, Vorwärm- und Zwischenlagentemperatur sowie verfahrensspezifische Streuung des Wirkungsgrads fehlen.