Fertigung · Halbzeuge

Metallgewicht von Halbzeugen

Berechne das Gewicht eines Halbzeugs aus Profilform, Werkstoff und Maßen: m = ρ · A · L. Der Rechner liefert neben dem Gesamtgewicht auch das Metergewicht zum Abgleich mit der Händlertabelle, die Querschnittsfläche und die Oberfläche als Bezugsgröße fürs Lackieren oder Verzinken.

Ideale Geometrie ohne Maßtoleranzen, Eckradien, Zunder oder Beschichtung. Die Dichten sind Nennwerte der Werkstoffgruppe nach EN 1993-1-1 (Stahl), EN 1999-1-1 (Aluminium) und EN 10088-1 (nichtrostende Stähle); eine eigene Dichte kann jederzeit eingegeben werden.

mρ · A · L
01

Halbzeug

m = ρ · A · L mit idealer Geometrie. Dichten sind Nennwerte der Werkstoffgruppe nach EN 1993-1-1, EN 1999-1-1 und EN 10088-1.

02

Gewicht

Profil, Werkstoff und Maße festlegen.

Eingaben und Rechenweg

Metallgewicht von Halbzeugen

Berechne Gewicht, Metergewicht und Oberfläche eines Halbzeugs aus Profilform, Werkstoff und Maßen.

Eingaben

Profilform (Rundstab, Rohr, Vierkant, Flachstahl, Sechskant, Blech), Werkstoff beziehungsweise eigene Dichte, die zur Form gehörenden Querschnittsmaße, die Länge und die Stückzahl.

Zusammenhang

Grundlage ist m = ρ · A · L. Die Querschnittsfläche A folgt aus der gewählten Form: πd²/4 beim Rundstab, π/4·(d²−(d−2t)²) beim Rohr, a·b beim Flachstahl und (√3/2)·SW² beim Sechskant über die Schlüsselweite. Aus A und ρ ergibt sich das Metergewicht, aus dem Umfang und der Länge die äußere Oberfläche.

Beispiel

Ein Rundrohr 48,3 × 3,2 mm aus Stahl hat A = 453,4 mm² und damit 3,559 kg/m; vier Stangen à 6 m wiegen 85,4 kg.

Quellen und Grenzen: m = ρ · A · L mit idealer Geometrie. Dichten als Nennwerte der Werkstoffgruppe: 7.850 kg/m³ für Stahl nach EN 1993-1-1, 2.700 kg/m³ für Aluminium nach EN 1999-1-1 und die Werte nach EN 10088-1 für nichtrostende Stähle. Maßtoleranzen, Eckradien von Hohlprofilen, Zunder und Beschichtungen sind nicht enthalten.

Fachartikel

Metallgewicht von Halbzeugen im Detail

Berechne Gewicht, Metergewicht und Oberfläche eines Halbzeugs aus Profilform, Werkstoff und Maßen.

Was bestimmt das Gewicht eines Halbzeugs?

Halbzeuge sind Vormaterialien mit gleichbleibendem Querschnitt – Stangen, Rohre, Flach- und Blechtafeln. Weil sich ihr Querschnitt über die gesamte Länge nicht ändert, folgt ihre Masse unmittelbar aus drei Größen: der Querschnittsfläche, der Länge und der Dichte des Werkstoffs. Das Metergewicht fasst die ersten beiden Einflüsse zu genau der Zahl zusammen, mit der im Stahlhandel gearbeitet wird.

Formel und Variablen

m = ρ · A · L

  • Rundstab: A = π·d²/4
  • Rundrohr: A = π/4 · (d² − (d − 2t)²)
  • Vierkant / Flach: A = a² bzw. A = b·h
  • Hohlprofil: A = b·h − (b − 2t)·(h − 2t)
  • Sechskant über Schlüsselweite: A = (√3/2) · SW²
Symbol / EingabeBedeutung
ρDichte des Werkstoffs; der einzige Werkstoffeinfluss in dieser Rechnung.
AQuerschnittsfläche, bei Hohlprofilen bereits abzüglich des Hohlraums.
L, nLänge des einzelnen Stücks und Anzahl gleicher Stücke.
m/LMetergewicht – der Wert aus den Gewichtstabellen des Stahlhandels.

Eingaben richtig wählen

Profilform (Rundstab, Rohr, Vierkant, Flachstahl, Sechskant, Blech), Werkstoff beziehungsweise eigene Dichte, die zur Form gehörenden Querschnittsmaße, die Länge und die Stückzahl.

So benutzt du den Rechner

Wähle zuerst die Profilform – danach fragt das Formular genau die Maße ab, die diese Form hat, bei Hohlprofilen also zusätzlich die Wanddicke. Wähle dann den Werkstoff (oder gib eine eigene Dichte ein), trage die Querschnittsmaße und die Länge in Millimetern ein und setze die Stückzahl. Vergleiche das ausgegebene Metergewicht zur Kontrolle mit der Gewichtstabelle deines Händlers.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Ein Rundrohr 48,3 × 3,2 mm aus Stahl hat A = 453,4 mm² und damit 3,559 kg/m; vier Stangen à 6 m wiegen 85,4 kg.

Welcher Wert ist wofür der richtige?

Das Gesamtgewicht ist die Zahl für Bestellung, Transport und Anschlagmittel. Das Metergewicht ist die Zahl für die Kontrolle: Es steht in jeder Händlertabelle und deckt einen Eingabefehler in Form oder Maß sofort auf. Die Querschnittsfläche wiederum ist unmittelbar diejenige Größe, die eine anschließende Zug-, Druck- oder Spannungsrechnung benötigt.

Alle Maße in Millimetern, Dichte in kg/m³, Ergebnis in Kilogramm. Achte auf den Faktor 1.000 zwischen g/cm³ (bzw. kg/dm³) und kg/m³: Stahl hat 7,85 g/cm³ und damit 7.850 kg/m³.

Typische Anwendungen

Materialbestellung und Preiskalkulation nach Gewicht, Transport- und Kranplanung, Abschätzung der Verzinkungs- oder Lackierfläche, Kontrolle einer CAD-Massenberechnung und Umrechnung zwischen gehandeltem Gewicht und benötigter Länge.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

m = ρ · A · L mit idealer Geometrie. Dichten als Nennwerte der Werkstoffgruppe: 7.850 kg/m³ für Stahl nach EN 1993-1-1, 2.700 kg/m³ für Aluminium nach EN 1999-1-1 und die Werte nach EN 10088-1 für nichtrostende Stähle. Maßtoleranzen, Eckradien von Hohlprofilen, Zunder und Beschichtungen sind nicht enthalten.

Typischer Fehler: Bei Rohren und Hohlprofilen nicht das Innenmaß eintragen – bezeichnet wird immer über Außenmaß und Wanddicke. Beim Sechskant ist die Schlüsselweite gemeint, nicht die um den Faktor 1,155 größere Eck-zu-Eck-Diagonale. Und Gewicht nicht mit Gewichtskraft verwechseln: Für Anschlagmittel und Hebezeuge muss das Ergebnis noch mit rund 9,81 m/s² multipliziert werden, um Newton zu erhalten.

Häufige Fragen

Warum weicht das Ergebnis leicht von der Händlertabelle ab?

Bei Vollprofilen praktisch nie – bei Hohlprofilen dagegen systematisch: Der Rechner nimmt scharfe Ecken an, während warm- oder kaltgefertigte Hohlprofile Eckradien haben. Dadurch liegt das Tabellengewicht meist ein bis drei Prozent unter diesem Idealwert. Hinzu kommen Maßtoleranzen der Wanddicke.

Welche Dichte soll ich für Edelstahl nehmen?

Das hängt vom Gefüge ab: austenitische Güten wie 1.4301 liegen bei 7.900 kg/m³, molybdänlegierte wie 1.4401/1.4571 bei 8.000, ferritische wie 1.4016 bei 7.700 und Duplex 1.4462 bei 7.800. Diese Werte nach EN 10088-1 stehen in der Werkstoffliste bereits zur Auswahl.

Was sagt die Oberfläche aus?

Sie ist die äußere Fläche eines Stücks aus Mantelfläche plus beiden Stirnflächen und damit die Bezugsgröße, nach der Verzinkereien und Lackierereien abrechnen. Die Innenfläche von Rohren ist bewusst nicht enthalten, weil normalerweise nur außen beschichtet wird.

Wozu dient die Länge je Tonne?

Halbzeuge werden häufig nach Gewicht gehandelt, aber nach Länge gebraucht. Der Wert sagt direkt, wie viele Meter dieses Profils in einer Tonne stecken, und macht Angebote nach €/t und nach €/m vergleichbar.

Gilt das auch für Träger wie IPE oder HEB?

Nein. Walzprofile haben Ausrundungen und geneigte Flanschinnenflächen, die sich nicht aus wenigen Außenmaßen ergeben; ihr Metergewicht steht in den Profiltabellen der jeweiligen Norm. Dieser Rechner deckt die geometrisch eindeutigen Handelsformen ab: Rundstab, Rohr, Vierkant, Flach, Sechskant und Blech.

Quellen, Methodik und Review

  • m = ρ · A · L mit idealer Geometrie. Dichten als Nennwerte der Werkstoffgruppe: 7.850 kg/m³ für Stahl nach EN 1993-1-1, 2.700 kg/m³ für Aluminium nach EN 1999-1-1 und die Werte nach EN 10088-1 für nichtrostende Stähle. Maßtoleranzen, Eckradien von Hohlprofilen, Zunder und Beschichtungen sind nicht enthalten.

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

Verantwortlich
NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-08