P = A · G · η
Fläche, Einstrahlung und Wirkungsgrad multiplizieren; Temperatur- und Wechselrichterverluste senken die reale Leistung.
Fläche, Einstrahlung und Wirkungsgrad multiplizieren; Temperatur- und Wechselrichterverluste senken die reale Leistung.
Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.
Fläche, Einstrahlung und Wirkungsgrad multiplizieren; Temperatur- und Wechselrichterverluste senken die reale Leistung.
10 m² · 1.000 W/m² · 20 % = 2 kW.
Einheitliche Einstrahlung und Zelltemperatur; Verschattung und Systemverluste fehlen.
Der Rechner bestimmt aus zwei bekannten Größen unter PV-Spitzenleistung P, Modulfläche A, Einstrahlung G und Wirkungsgrad η die jeweils fehlende Größe. Er ordnet den typischen Wirkungsgrad heutiger Solarmodule ein, indem er ihn dem deutlich geringeren natürlichen Wirkungsgrad der Photosynthese gegenüberstellt.
Die theoretische Spitzenleistung einer PV-Fläche ist das Produkt aus Fläche, solarer Einstrahlung und Modulwirkungsgrad: P = A·G·η. Bei Standard-Testbedingungen entspricht G = 1.000 W/m².
Handelsübliche Solarmodule erreichen heute Wirkungsgrade von etwa 15–22 % bei der direkten Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie. Pflanzen erreichen bei der Photosynthese dagegen selbst unter idealen Bedingungen nur eine theoretische Maximaleffizienz von etwa 4,6 % (C3-Pflanzen wie Weizen und Reis) beziehungsweise 6 % (C4-Pflanzen wie Mais und Zuckerrohr) bei der Umwandlung von Sonnenenergie in Biomasse – unter realen Freilandbedingungen liegt der tatsächliche Wert meist noch deutlich darunter. Moderne Solarzellen sind damit bei der reinen Energieumwandlung mehrfach effizienter als die Photosynthese.
P = A · G · η
P = A · G · ηA = P / (G·η)η = P / (A·G)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| PV-Spitzenleistung P | Elektrische DC-Leistung bei der angenommenen Einstrahlung. |
| Modulfläche A | Belegte aktive Modulfläche. |
| Einstrahlung G | Solare Einstrahlung; 1.000 W/m² entspricht STC. |
| Modulwirkungsgrad η | Anteil der Einstrahlung, der als DC-Leistung herauskommt. |
Gib zwei der drei Größen ein. Für die Spitzenleistung werden Fläche, Einstrahlung und Wirkungsgrad benötigt (zwei davon zusammen mit P, um die dritte zu bestimmen). Verwende für G bei Auslegungen nach STC den Wert 1.000 W/m², für Ertragsabschätzungen die tatsächliche standortbezogene Einstrahlung.
Wähle die gesuchte Zielgröße und trage die beiden bekannten Werte mit Einheit ein. Nutze den Modulwirkungsgrad aus dem Datenblatt des Herstellers, nicht einen pauschalen Richtwert, da sich die Werte je nach Zelltechnologie deutlich unterscheiden.
Gegeben sind A = 10 m², G = 1.000 W/m² und η = 0,2 (20 %). Einsetzen ergibt P = 10 · 1.000 · 0,2 = 2.000 W = 2 kW.
Eine Spitzenleistung von 2 kW ist die theoretische Leistung bei exakt dieser Einstrahlung und diesem Wirkungsgrad. Reale Anlagen erreichen diesen Wert nur bei optimaler, senkrechter Einstrahlung und Zelltemperaturen um 25 °C; im Jahresmittel liegt die tatsächlich erzeugte Leistung deutlich darunter.
Fläche in m², Einstrahlung in W/m², Wirkungsgrad η dimensionslos (0 bis 1 beziehungsweise 0–100 %), Leistung in Watt oder Kilowatt.
Photosynthese hat sich evolutionär nicht primär auf maximale Energieausbeute, sondern auf die Aufrechterhaltung komplexer biochemischer Prozesse optimiert, bei denen nur ein kleiner Teil der eingestrahlten Energie tatsächlich in chemische Bindungsenergie umgewandelt wird. Solarzellen dagegen nutzen den photoelektrischen Effekt in speziell dotierten Halbleitermaterialien, der gezielt auf eine möglichst hohe direkte Umwandlung von Photonenenergie in elektrischen Strom optimiert ist. Dieser fundamentale Unterschied im Umwandlungsmechanismus erklärt, warum kommerzielle Solarmodule mit 15–22 % Wirkungsgrad die theoretische Maximaleffizienz der Photosynthese von 4,6–6 % deutlich übertreffen.
Die Formel wird bei der überschlägigen Flächenbedarfsermittlung für PV-Anlagen, beim Vergleich unterschiedlicher Modultechnologien sowie bei der groben Abschätzung der Spitzenleistung vorhandener Dach- oder Freiflächen verwendet.
Die Formel liefert die theoretische Spitzenleistung bei einheitlicher Einstrahlung und Zelltemperatur. Verschattung, Verschmutzung, Temperaturabhängigkeit des Wirkungsgrads, Verkabelungs- und Wechselrichterverluste sind hier nicht enthalten und senken die real nutzbare Leistung zusätzlich.
Typischer Fehler: Die theoretische Spitzenleistung nicht mit dem tatsächlichen Jahresertrag verwechseln – Letzterer erfordert eine Zeitreihenbetrachtung der Einstrahlung über ein Jahr, nicht nur einen einzelnen Einstrahlungswert. Außerdem den Modulwirkungsgrad nicht mit dem Systemwirkungsgrad der Gesamtanlage gleichsetzen, der zusätzliche Verluste durch Wechselrichter und Verkabelung enthält.
Bei der reinen Umwandlung von Sonnenenergie gemessen ja: Handelsübliche Module erreichen 15–22 % Wirkungsgrad, während die theoretische Maximaleffizienz der Photosynthese bei nur 4,6–6 % liegt.
Verwende den im Datenblatt angegebenen Modulwirkungsgrad; gängige kristalline Siliziummodule liegen aktuell meist zwischen 18 % und 22 %.
Weil sie nur eine Momentanleistung bei einer einzelnen angenommenen Einstrahlung liefert. Für den Jahresertrag ist eine Zeitreihe der Einstrahlung über alle Wetterbedingungen und Jahreszeiten nötig.