Kräftegleichgewicht m·g = FW mit FW = cw·(ρv²/2)·Ap nach Dubbel Mechanik B 6.6.4, Gl. (35)

Grenzgeschwindigkeit beim freien Fall mit Luftwiderstand

Sobald die Luftwiderstandskraft die Gewichtskraft erreicht, beschleunigt der Körper nicht mehr weiter und fällt mit konstanter Grenzgeschwindigkeit.

MINTSI
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Eingaben

Konstante Fallgeschwindigkeit im Kräftegleichgewicht zwischen Gewicht und Luftwiderstand.

Masse des fallenden Körpers.

Ortsabhängige Fallbeschleunigung, nahe Meereshöhe etwa 9,81 m/s².

Formabhängiger dimensionsloser Beiwert; ausgebreiteter Fallschirmspringer (Bauchlage) etwa 1,0.

Größte Querschnittsfläche des Körpers quer zur Fallrichtung.

Dichte der Luft; auf Meereshöhe bei 20 °C etwa 1,2 kg/m³, nimmt mit der Höhe ab.

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Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

vend = √(2·m·g / (cw·A·ρ))

Sobald die Luftwiderstandskraft die Gewichtskraft erreicht, beschleunigt der Körper nicht mehr weiter und fällt mit konstanter Grenzgeschwindigkeit.

Eingaben verstehen
  • Grenzgeschwindigkeit vendKonstante Fallgeschwindigkeit im Kräftegleichgewicht zwischen Gewicht und Luftwiderstand.
  • Masse mMasse des fallenden Körpers.
  • Erdbeschleunigung gOrtsabhängige Fallbeschleunigung, nahe Meereshöhe etwa 9,81 m/s².
  • Luftwiderstandsbeiwert cwFormabhängiger dimensionsloser Beiwert; ausgebreiteter Fallschirmspringer (Bauchlage) etwa 1,0.
  • Angeströmte Fläche AGrößte Querschnittsfläche des Körpers quer zur Fallrichtung.
  • Luftdichte ρDichte der Luft; auf Meereshöhe bei 20 °C etwa 1,2 kg/m³, nimmt mit der Höhe ab.
Beispiel

m=80 kg, cw=1,0, A=0,7 m² und ρ=1,2 kg/m³ ergeben vend≈43,2 m/s (rund 156 km/h).

Annahmen und Grenzen

Stationäre Fallbedingungen nach Erreichen des Kräftegleichgewichts, konstanter cw und konstante Luftdichte über die betrachtete Fallhöhe; die Beschleunigungsphase bis zur Grenzgeschwindigkeit sowie Höhenabhängigkeit von ρ fehlen.

Fachartikel

Grenzgeschwindigkeit beim freien Fall mit Luftwiderstand verstehen

Der Rechner bestimmt die Grenzgeschwindigkeit eines fallenden Körpers, bei der Luftwiderstand und Gewichtskraft im Gleichgewicht stehen, und ergänzt damit die vorhandene reine Luftwiderstandskraft um den stationären Fallfall.

Was beschreibt diese Größe?

Ein fallender Körper beschleunigt so lange, bis die wachsende Luftwiderstandskraft ½·cw·A·ρ·v² gleich der Gewichtskraft m·g wird. Aufgelöst nach v ergibt sich die Grenzgeschwindigkeit vend=√(2mg/(cwAρ)).

Formel und Variablen

vend = √(2·m·g / (cw·A·ρ))

  • vend = √(2mg/(cwAρ))
Symbol / EingabeBedeutung
Grenzgeschwindigkeit vendKonstante Fallgeschwindigkeit im Kräftegleichgewicht zwischen Gewicht und Luftwiderstand.
Masse mMasse des fallenden Körpers.
Erdbeschleunigung gOrtsabhängige Fallbeschleunigung, nahe Meereshöhe etwa 9,81 m/s².
Luftwiderstandsbeiwert cwFormabhängiger dimensionsloser Beiwert; ausgebreiteter Fallschirmspringer (Bauchlage) etwa 1,0.
Angeströmte Fläche AGrößte Querschnittsfläche des Körpers quer zur Fallrichtung.
Luftdichte ρDichte der Luft; auf Meereshöhe bei 20 °C etwa 1,2 kg/m³, nimmt mit der Höhe ab.

Eingaben richtig wählen

m ist die Masse des fallenden Körpers, cw sein Luftwiderstandsbeiwert, A die angeströmte Fläche, ρ die Luftdichte und g die Erdbeschleunigung.

So benutzt du den Rechner

m, cw und A aus der Form und Masse des Körpers ableiten (bei Menschen etwa 0,7 bis 1,0 m² und cw≈1,0 in Bauchlage); ρ mit 1,2 kg/m³ auf Meereshöhe ansetzen, sofern keine genaueren Werte vorliegen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

m=80 kg, cw=1,0, A=0,7 m² und ρ=1,2 kg/m³ ergeben vend≈43,2 m/s (rund 156 km/h).

Ergebnis und Einheiten verstehen

Eine kleinere angeströmte Fläche oder ein kleinerer cw-Wert (z. B. Kopf-zuerst-Stellung) erhöhen die Grenzgeschwindigkeit deutlich, wie beim Fallschirmspringen bekannt.

m ist eine Masse, cw dimensionslos, A eine Fläche, ρ eine Dichte, g eine Beschleunigung. vend wird als Geschwindigkeit ausgegeben.

Passender nächster Rechenschritt

Die zugrunde liegende Kraft liefert Luftwiderstand eines Fahrzeugs, angewendet auf einen fallenden statt fahrenden Körper.

Typische Anwendungen

Abschätzung von Fallschirmspringer-Grenzgeschwindigkeiten, Abwurfversuchen und der Endgeschwindigkeit fallender Gegenstände in der Atmosphäre.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Stationärer Zustand nach Erreichen des Kräftegleichgewichts bei konstantem cw und konstanter Luftdichte; die Beschleunigungsphase, Höhenabhängigkeit von ρ sowie Wirbelablösungseffekte bei sehr hohen Geschwindigkeiten fehlen.

Typischer Fehler: Nicht die Anfangsbeschleunigung mit der Grenzgeschwindigkeit verwechseln; letztere wird erst nach einer gewissen Fallstrecke näherungsweise erreicht.

Häufige Fragen

Wofür ist „Grenzgeschwindigkeit beim freien Fall mit Luftwiderstand“ gedacht?

Abschätzung von Fallschirmspringer-Grenzgeschwindigkeiten, Abwurfversuchen und der Endgeschwindigkeit fallender Gegenstände in der Atmosphäre.

Woher kommen die Eingabewerte?

m ist die Masse des fallenden Körpers, cw sein Luftwiderstandsbeiwert, A die angeströmte Fläche, ρ die Luftdichte und g die Erdbeschleunigung.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Stationärer Zustand nach Erreichen des Kräftegleichgewichts bei konstantem cw und konstanter Luftdichte; die Beschleunigungsphase, Höhenabhängigkeit von ρ sowie Wirbelablösungseffekte bei sehr hohen Geschwindigkeiten fehlen.