Halbkugelerder-Modell RA = ρ/(2π·r); Erdungstechnik-Literatur (Wikipedia Erdungswiderstand, Elektropraktiker)

Ausbreitungswiderstand eines Halbkugelerders

Der Ausbreitungswiderstand sinkt mit größerem Elektrodenradius und wächst mit dem spezifischen Erdwiderstand des Bodens.

MINTSI
01

Eingaben

Widerstand zwischen Elektrode und dem sogenannten Bezugserder in großer Entfernung.

Bodenkennwert; abhängig von Bodenart und Feuchte, häufig 50 bis 500 Ω·m.

Radius der als Halbkugel idealisierten Erdungselektrode.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

RA = ρ / (2π·r)

Der Ausbreitungswiderstand sinkt mit größerem Elektrodenradius und wächst mit dem spezifischen Erdwiderstand des Bodens.

Eingaben verstehen
  • Ausbreitungswiderstand RAWiderstand zwischen Elektrode und dem sogenannten Bezugserder in großer Entfernung.
  • Spezifischer Erdwiderstand ρBodenkennwert; abhängig von Bodenart und Feuchte, häufig 50 bis 500 Ω·m.
  • Halbkugelradius rRadius der als Halbkugel idealisierten Erdungselektrode.
Beispiel

ρ=100 Ω·m und r=0,5 m ergeben RA≈31,83 Ω.

Annahmen und Grenzen

Ideale Halbkugelelektrode in homogenem, isotropem Erdreich ohne Schichtung; reale Erder (Tiefenerder, Ringerder), Bodenschichtung und jahreszeitliche Feuchteschwankungen fehlen.

Fachartikel

Ausbreitungswiderstand eines Halbkugelerders verstehen

Der Rechner schätzt den Ausbreitungswiderstand einer Erdungselektrode ab, die vereinfachend als Halbkugel im homogenen Erdreich betrachtet wird, ein klassisches Grundmodell der Erdungstechnik.

Was beschreibt diese Größe?

Für eine halbkugelförmige Elektrode mit Radius r im Erdreich mit spezifischem Widerstand ρ gilt RA=ρ/(2π·r). Der Widerstand entsteht durch die Ausbreitung des Stroms vom Elektrodenrand ins umgebende Erdreich.

Formel und Variablen

RA = ρ / (2π·r)

  • RA = ρ / (2π·r)
Symbol / EingabeBedeutung
Ausbreitungswiderstand RAWiderstand zwischen Elektrode und dem sogenannten Bezugserder in großer Entfernung.
Spezifischer Erdwiderstand ρBodenkennwert; abhängig von Bodenart und Feuchte, häufig 50 bis 500 Ω·m.
Halbkugelradius rRadius der als Halbkugel idealisierten Erdungselektrode.

Eingaben richtig wählen

ρ ist der spezifische Erdwiderstand des Bodens am Standort, r der Radius der als Halbkugel idealisierten Elektrode.

So benutzt du den Rechner

ρ aus einer Bodenmessung oder aus Erfahrungswerten für die vorliegende Bodenart übernehmen; r aus der tatsächlichen oder einer vergleichbaren Ersatzelektrode ableiten.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

ρ=100 Ω·m und r=0,5 m ergeben RA≈31,83 Ω.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Ein größerer Elektrodenradius oder eine geringere Bodenfeuchte (höheres ρ bei Trockenheit) verändern den Ausbreitungswiderstand gegenläufig.

ρ ist ein spezifischer Widerstand (Ω·m), r eine Länge. RA wird als Widerstand ausgegeben.

Passender nächster Rechenschritt

Für den elektrischen Widerstand eines Leiters aus Material und Geometrie siehe Leiterwiderstand.

Typische Anwendungen

Überschlägige Erstabschätzung von Erdungswiderständen in der Elektroinstallation und als didaktisches Grundmodell, bevor Tiefenerder, Ringerder oder Fundamenterder betrachtet werden.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Ideale Halbkugelelektrode in homogenem, isotropem Erdreich ohne Schichtung; reale Erderformen, Bodenschichtung, Frost und jahreszeitliche Feuchteschwankungen fehlen.

Typischer Fehler: ρ nicht mit dem spezifischen Leiterwiderstand von Metallen verwechseln; Bodenwerte liegen um viele Zehnerpotenzen höher.

Häufige Fragen

Wofür ist „Ausbreitungswiderstand eines Halbkugelerders“ gedacht?

Überschlägige Erstabschätzung von Erdungswiderständen in der Elektroinstallation und als didaktisches Grundmodell, bevor Tiefenerder, Ringerder oder Fundamenterder betrachtet werden.

Woher kommen die Eingabewerte?

ρ ist der spezifische Erdwiderstand des Bodens am Standort, r der Radius der als Halbkugel idealisierten Elektrode.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Ideale Halbkugelelektrode in homogenem, isotropem Erdreich ohne Schichtung; reale Erderformen, Bodenschichtung, Frost und jahreszeitliche Feuchteschwankungen fehlen.