Federn · Zugbelastung

Zugfederrechner nach EN 13906-2

Berechne Federrate, Kräfte, Federungsarbeit und Schubspannungen einer kaltgeformten zylindrischen Zugfeder einschließlich innerer Vorspannkraft.

EN13906-2
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Federdaten

EN 13906-2:2013 · kaltgeformt, runder Draht, Ösennachweis nicht enthalten

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Ergebnisse

ƒ(x)

Eingaben festlegen und Berechnung starten.

Eingaben und Rechenweg

Zugfeder nach EN 13906-2

Berechne Kraft-Weg-Kennlinie und Körperbeanspruchung einer zylindrischen Zugfeder.

Eingaben

Draht d, mittlerer Durchmesser D, aktive Windungen, innere Vorspannkraft und Arbeitswege beschreiben den Federkörper; Ösengeometrie ist separat.

Die innere Vorspannkraft muss zuerst überwunden werden, bevor die Feder Last aufnimmt. Sie wird durch Haken und Fertigung stark beeinflusst; der Federkörper kann korrekt sein, obwohl die Öse versagt.

Zusammenhang

Die Zugkraft besteht aus Vorspannkraft plus Federkraft aus dem Arbeitsweg. Federindex und Schubspannung werden wie bei der Druckfeder bewertet.

Beispiel

Eine höhere innere Vorspannkraft verschiebt die Kennlinie nach oben, ohne die Federrate des Körpers zu ändern.

Quellen und Grenzen: EN 13906-2; Ösen, Dauerfestigkeit und Fertigungstoleranzen separat nachweisen.

Fachartikel

Zugfeder nach EN 13906-2 im Detail

Berechne Kraft-Weg-Kennlinie und Körperbeanspruchung einer zylindrischen Zugfeder.

Welche Größen beschreiben den Zugfederkörper?

Drahtdurchmesser d, mittlerer Windungsdurchmesser D und federnde Windungszahl n bestimmen die Federrate des eng gewickelten Federkörpers. Die innere Vorspannkraft F₀ ist die Kraft, die zum Öffnen der aneinanderliegenden Windungen erforderlich ist. Erst oberhalb von F₀ verläuft die idealisierte Kennlinie mit F = F₀ + R·s. Ösen, Haken und andere Anschlüsse gehören nicht zum Körpermodell und müssen gesondert betrachtet werden.

Formel und Variablen

Die Zugkraft besteht aus Vorspannkraft plus Federkraft aus dem Arbeitsweg. Federindex und Schubspannung werden wie bei der Druckfeder bewertet.

Symbol / EingabeBedeutung
d, DDrahtdurchmesser und mittlerer Windungsdurchmesser des Federkörpers; D wird von Drahtmitte zu Drahtmitte gemessen.
nAnzahl der federnd wirksamen Körperwindungen; Anschlusswindungen und Ösen sind davon zu unterscheiden.
F₀Innere Vorspannkraft, die zuerst überwunden werden muss, damit sich die anliegenden Windungen öffnen.
s₁, s₂Arbeitswege des geöffneten Federkörpers, denen die gesamten Kräfte F₁ und F₂ zugeordnet sind.
RFederrate in N/mm, also der Kraftzuwachs je Millimeter Weg nach Überwindung von F₀.

Eingaben richtig wählen

Draht d, mittlerer Durchmesser D, aktive Windungen, innere Vorspannkraft und Arbeitswege beschreiben den Federkörper; Ösengeometrie ist separat. Die innere Vorspannkraft muss zuerst überwunden werden, bevor die Feder Last aufnimmt. Sie wird durch Haken und Fertigung stark beeinflusst; der Federkörper kann korrekt sein, obwohl die Öse versagt.

So benutzt du den Rechner

Trage Drahtdurchmesser, mittleren Windungsdurchmesser, aktive Windungen und die innere Vorspannkraft der Zugfeder ein. Gib zusätzlich zwei Arbeitswege an, um die resultierende Zugkraft im genutzten Bereich zu ermitteln.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Eine höhere innere Vorspannkraft verschiebt die Kennlinie nach oben, ohne die Federrate des Körpers zu ändern.

So liest du Vorspannung, Arbeitskraft und Spannung

F₁ und F₂ sind die gesamten Federkräfte an den Wegen s₁ und s₂ – F₀ ist darin bereits enthalten und darf nicht noch einmal addiert werden. Die Federrate R beschreibt nur die Steigung nach dem Öffnen der Windungen. Die korrigierte Körperspannung bewertet den gewickelten Draht; sie sagt nichts über lokale Biege- und Torsionsspannungen der Öse aus. DIN EN 13906-2 weist außerdem darauf hin, dass innere Vorspannung durch Relaxation mit der Zeit abnehmen kann.

Durchmesser in Millimeter, Kraft in N, Weg in Millimeter, Spannung in MPa.

Typische Anwendungen

Auslegen einer Zugfeder für einen bekannten Kraft-Weg-Bereich, etwa bei Rückzugfedern, Spannmechanismen oder Türschließern.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

EN 13906-2; Ösen, Dauerfestigkeit und Fertigungstoleranzen separat nachweisen.

Typischer Fehler: Die innere Vorspannkraft nicht vergessen – anders als bei der Druckfeder beginnt die Zugfeder erst zu dehnen, nachdem diese Vorspannung überschritten ist; eine reine Federratenrechnung ohne Vorspannung unterschätzt die nötige Kraft am Anfang des Wegs. Die Ösen- oder Hakengeometrie wird von diesem Körperrechner nicht mit erfasst und ist oft die tatsächlich versagenskritische Stelle.

Häufige Fragen

Was ist die innere Vorspannkraft?

Sie entsteht beim Wickeln der Zugfeder, da die Windungen bereits im unbelasteten Zustand aneinander anliegen; erst eine äußere Kraft oberhalb dieser Vorspannung öffnet die Windungen und erzeugt Weg.

Warum versagen Zugfedern oft an der Öse statt im Federkörper?

Die Ösen- oder Hakengeometrie erzeugt lokale Spannungsüberhöhungen, die von der reinen Körperspannungsrechnung nach EN 13906-2 nicht erfasst werden und häufig die tatsächliche Lebensdauergrenze bestimmen.

Kann ich die innere Vorspannkraft nachträglich ändern?

Kaum ohne Neufertigung – sie wird beim Wickelprozess festgelegt und lässt sich am fertigen Bauteil praktisch nicht mehr gezielt anpassen.

Ist F₀ in den ausgegebenen Kräften bereits enthalten?

Ja. Für einen Arbeitsweg s gilt im Modell F = F₀ + R·s. F₀ darf deshalb nicht ein zweites Mal zur Ergebnisgröße F₁ oder F₂ addiert werden.

Bleibt die innere Vorspannkraft dauerhaft konstant?

Nicht zwingend. DIN EN 13906-2 beschreibt, dass die Federkräfte mit der Zeit kleiner werden können, wenn die innere Vorspannung durch Relaxation nachlässt; Temperatur und Werkstoffzustand sind dabei wichtig.

Quellen, Methodik und Review

  • EN 13906-2; Ösen, Dauerfestigkeit und Fertigungstoleranzen separat nachweisen.

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

Verantwortlich
NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-09
Einsatz

Wofür dieser Rechner da ist

Aus Drahtdurchmesser, mittlerem Windungsdurchmesser, federnden Windungen, Vorspannkraft und zwei Arbeitswegen entsteht die lineare Körperkennlinie. Das hilft beispielsweise bei Rückstellfedern für Klappen oder Betätigungsmechanismen.

Abgrenzung

Was zusätzlich geprüft werden muss

Die Federösen sind häufig kritischer als der Federkörper. Ihre Geometrie und Spannung sind hier nicht nachgewiesen. Für dynamische Belastung sind zusätzlich Ösenübergänge, Hubspannung, Werkstoffdiagramm und Fertigungseinflüsse zu bewerten.