E-Mobilität

E-Auto Ladetarif Vergleich – welches Ladeabo lohnt sich?

Ladetarife kombinieren häufig eine feste Grundgebühr mit einem Preis pro Kilowattstunde. Ein Tarif mit Grundgebühr kann deshalb bei geringer Lademenge teurer, ab einem bestimmten Break-even aber günstiger sein. Dieser Rechner vergleicht bis zu drei Tarife und zeigt, welcher bei deiner öffentlichen Ladeleistung am günstigsten ist -- und ab wann sich ein Tarif mit Grundgebühr überhaupt lohnt.

Dein Ladeprofil

Geschätzte Lademenge: 200 kWh/Monat

Günstigster Tarif

Bei deiner öffentlichen Fahrleistung von 1.000 km/Monat ist Tarif B am günstigsten.

103,99 €/Monat · 1.247,88 €/Jahr

Monatliche Lademenge: 200 kWh

  • Ersparnis vs. Tarif A: 14,01 €/Monat, 168,12 €/Jahr
Vergleichstabelle
TarifGrundgebühr (Monatsäquivalent)EnergiekostenGesamt/MonatGesamt/JahrEffektiv €/kWh€/100 km
Tarif A0,00118,00118,001.416,000,590 €11,80 €
Tarif B5,9998,00103,991.247,880,520 €10,40 €

Welcher Tarif gewinnt wann?

  • 0–300 km/Monat (0–60 kWh/Monat): Tarif A
  • 300+ km/Monat (60+ kWh/Monat): Tarif B

Über das Diagramm fahren oder tippen, um die Monatskosten je Tarif bei einer bestimmten Fahrleistung zu sehen. Mit der Tastatur: Diagramm fokussieren und Pfeiltasten verwenden.

0,0048,6897,35146,03194,7003757501.1251.500€/Monatkm/Monat
1.000 km/month
Tarif A
118,00
Tarif B
103,99
Datentabelle zum Diagramm
FahrleistungTarif ATarif B
0 km/Monat
0 km/Monat
0,005,99
300 km/Monat
Tarif A → Tarif B
35,3435,34
1.000 km/Monat
Eingegebene Fahrleistung
118,00103,99
1.500 km/Monat
Diagrammrand
177,00152,99
  • Tarif ATarif B: 300 km/Monat (59,9 kWh/Monat)
Fachartikel

Wie die Berechnung funktioniert

Formel

Ci(x) = Gi + x·(q/100)·pi

Für Tarif i mit monatlich äquivalenter Grundgebühr Gi und Preis pi ergeben sich bei einer monatlichen Lademenge E die Gesamtkosten Ci(E) = Gi + E·pi. Da die monatliche Lademenge E = x·q/100 aus Fahrleistung x und effektivem Strombedarf q folgt, gilt ebenso Ci(x) = Gi + x·(q/100)·pi. Das ist eine Geradengleichung: Gi ist der Achsenabschnitt bei x = 0, (q/100)·pi ist die Steigung.

Warum sind die Tarifkurven Geraden?

Die feste Grundgebühr bestimmt den y-Achsenabschnitt: Bei 0 km entsprechen die Kosten genau der Grundgebühr. Der kWh-Preis bestimmt die Steigung: Jeder zusätzliche Kilometer benötigt etwa q/100 kWh und verursacht damit (q/100)·Preis zusätzliche Kosten. Ein Tarif mit hoher Grundgebühr und niedrigem kWh-Preis startet teuer, steigt aber langsam; ein Tarif ohne Grundgebühr und hohem kWh-Preis startet bei null, steigt aber schnell. Genau deshalb schneiden sich Tariflinien mit unterschiedlicher Grundgebühr und unterschiedlichem Preis in genau einem Punkt -- dem Break-even.

Ab wann lohnt sich ein Ladeabo?

Ab wann lohnt sich ein Ladeabo? Genau an dem Punkt, an dem die durch den niedrigeren kWh-Preis eingesparten Kosten die zusätzliche Grundgebühr ausgleichen: E_break = (G2 - G1) / (p1 - p2). Mit dem effektiven Strombedarf q (kWh/100 km) folgt daraus die Fahrleistung km_break = 100 · E_break / q. Beispiel: Tarif A kostet 0 €/Monat und 0,59 €/kWh, Tarif B kostet 5,99 €/Monat und 0,49 €/kWh. Differenz: 5,99 € Grundgebühr stehen 0,10 €/kWh Ersparnis gegenüber. Break-even: 5,99/0,10 = 59,9 kWh/Monat, bei 20 kWh/100 km also rund 300 km/Monat. Unterhalb dieser Lademenge ist Tarif A günstiger, oberhalb Tarif B.

Rechenbeispiel

Effektiver Strombedarf: 20 kWh/100 km. Monatliche Fahrleistung: 1.000 km. Lademenge: 200 kWh/Monat. Tarif A: 0 €/Monat Grundgebühr, 0,59 €/kWh. Tarif B: 5,99 €/Monat, 0,49 €/kWh. Tarif C: 11,99 €/Monat, 0,42 €/kWh. Kosten: Tarif A = 0 + 200·0,59 = 118,00 €/Monat. Tarif B = 5,99 + 200·0,49 = 103,99 €/Monat. Tarif C = 11,99 + 200·0,42 = 95,99 €/Monat. Bei 1.000 km/Monat ist Tarif C am günstigsten. Break-even A vs. B: E = 5,99/(0,59-0,49) = 59,9 kWh/Monat, entsprechend x = 59,9/20·100 = 299,5 km/Monat. Rechnerisch schneiden sich auch A und C bei E = 11,99/(0,59-0,42) ≈ 70,5 kWh -- doch dort ist Tarif B mit 5,99+70,5·0,49 ≈ 40,55 € bereits günstiger als beide (A ≈ 41,60 €, C ≈ 41,60 €). Der A-C-Schnittpunkt ist deshalb ein mathematischer Geradenschnitt, aber KEIN relevanter Tarifwechsel -- der tatsächliche Wechsel erfolgt von A zu B bei 59,9 kWh und von B zu C erst bei rund 85,7 kWh (≈ 429 km/Monat).

Was, wenn ich überwiegend zu Hause lade?

Wer überwiegend zu Hause oder beim Arbeitgeber lädt, sollte nicht die gesamte Fahrleistung als öffentliches Ladevolumen ansetzen. Beispiel: 1.500 km Gesamtfahrleistung, 20 kWh/100 km, davon nur rund 30 % öffentlich geladen -- das ergibt eine relevante öffentliche Fahrleistung von 450 km und eine öffentliche Energiemenge von 90 kWh/Monat. Erst diese 90 kWh entscheiden, ob sich die Grundgebühr eines öffentlichen Ladetarifs lohnt, nicht die vollen 1.500 km. Trage in dieses Feld deshalb nur die Fahrleistung ein, deren Energie tatsächlich über die hier verglichenen Tarife bezogen wird.

Monatliches oder jährliches Ladeabo?

Eine monatliche Grundgebühr lässt sich direkt vergleichen. Eine jährliche Gebühr wird für den Monatsvergleich rechnerisch durch 12 geteilt: G_Monat = G_Jahr/12. Beispiel: 59,99 €/Jahr entsprechen rechnerisch rund 5,00 €/Monat. Das bedeutet aber NICHT, dass der Anbieter tatsächlich monatlich 5 € abbucht -- der Jahresbetrag wird häufig einmalig im Voraus fällig. Für die Jahreskostenberechnung verwendet dieser Rechner deshalb den tatsächlich eingegebenen Jahresbetrag einmalig, statt den Monatsäquivalent-Wert zwölfmal zu addieren. Zusätzlich können Jahresabos Mindestlaufzeiten, abweichende Kündigungsfristen, Rabatte oder automatische/nicht automatische Verlängerung enthalten -- diese vertraglichen Bedingungen bewertet die Kostenformel nicht; sie müssen in den Anbieterbedingungen geprüft werden.

kWh oder Kilometer vergleichen?

Ladetarife werden in €/kWh abgerechnet -- die Kilowattstunde ist die direkte Abrechnungsgröße. Kilometer sind für die meisten Nutzer jedoch die intuitivere Größe. Die Umrechnung erfordert den effektiven Strombedarf des Fahrzeugs (kWh/100 km an der Ladesäule, idealerweise inklusive Ladeverlusten). Dieser Rechner zeigt deshalb Break-even-Punkte sowohl in kWh/Monat als auch in km/Monat, damit sich das Ergebnis unabhängig davon einordnen lässt, ob eine Anbieterangabe in kWh oder km vorliegt.

Eigennetz vs. Roaming

Viele Ladetarife berechnen unterschiedliche Preise je nach eigenem Ladenetz, Roaming-Partner, Land oder Ladestation. Ein Vergleich ist nur aussagekräftig, wenn beide Tarife für dasselbe Lade-Szenario verglichen werden. Ein Vergleich des Eigennetz-Preises von Tarif A mit dem Roaming-Preis von Tarif B ist irreführend, es sei denn, genau das entspricht dem erwarteten Nutzungsverhalten. Wer überwiegend an IONITY lädt, sollte die dort jeweils geltenden Preise beider Tarife vergleichen; wer überwiegend an Aral pulse lädt, die dort geltenden Preise -- nicht die jeweiligen Werbepreise der Anbieter.

AC-, DC- und HPC-Preise

Ladetarife unterscheiden häufig zwischen AC (Wechselstrom, langsameres Laden), DC (Gleichstrom, Schnellladen) und HPC (High Power Charging, besonders schnelles Laden). Manche Anbieter verwenden für alle drei denselben Preis, andere nicht. Dieser Rechner verwendet EINEN eingegebenen kWh-Preis je Tarif. Bei gemischtem Ladeverhalten (z. B. teils AC zu Hause, teils HPC unterwegs) sollten entweder getrennte Szenarien gerechnet oder ein gewichteter Durchschnittspreis von Hand ermittelt werden. Eine automatische AC/DC/HPC-Gewichtung ist in dieser Version bewusst nicht enthalten, um das Modell verständlich zu halten.

Ad-hoc laden oder Vertrag?

Auch Ad-hoc-Laden (Bezahlen per App oder Karte ohne Vertrag, meist ohne Grundgebühr aber mit höherem kWh-Preis) lässt sich als Tarif mit 'Keine Gebühr' eingeben und direkt mit Vertrags- oder Abo-Tarifen vergleichen.

Wann lohnt sich welcher Tariftyp?

Gelegenheitslader: wenig öffentliches Laden, eine hohe Grundgebühr amortisiert sich schwer -- ein Tarif ohne Grundgebühr oder Ad-hoc-Laden ist oft sinnvoller. Regelmäßiger öffentlicher Lader: mittlere Energiemenge, ein kleinerer Abo-Tarif kann bereits günstiger werden. Vielfahrer/Langstrecke: hohe öffentliche Energiemenge, hier gewinnt zunehmend der niedrigste kWh-Preis an Bedeutung, auch bei höherer Grundgebühr. Diese Einordnung ersetzt keine Berechnung: Der tatsächliche Break-even hängt immer von den konkret eingegebenen Gebühren und Preisen ab.

EnBW, IONITY, Aral pulse & Co. vergleichen

Du kannst zum Beispiel EnBW mobility+ L, IONITY Power und Aral pulse Extra als drei Tarifszenarien eingeben. Der Rechner zeigt, welcher Tarif bei deinem eingegebenen Ladevolumen rechnerisch am günstigsten ist. Er beantwortet ausschließlich die KOSTEN-Frage. Er bewertet NICHT Netzabdeckung, Standortqualität, Zuverlässigkeit, App-Qualität oder Ladepunktverfügbarkeit. Der Rechner vergleicht die Kosten -- für die Tarifwahl solltest du zusätzlich prüfen, ob das Ladenetz zu deinen typischen Strecken passt.

Warum ist ein Tarifvergleich schwierig?

Öffentliche Ladepreise sind marktbasiert und können sich je nach Anbieter, Netz und Zugangsmodell unterscheiden. Für Ad-hoc-Laden müssen Preise nach aktuellen regulatorischen Vorgaben vor dem Ladevorgang transparent gemacht werden. Dieser Rechner ruft jedoch KEINE Echtzeit-Preise von Ladestationen ab -- er verarbeitet ausschließlich die vom Nutzer eingegebenen Werte. Der aktuell gültige Preis sollte immer in der Anbieter-App, an der Ladestation oder auf der offiziellen Tarifseite geprüft werden.

Was das Modell nicht enthält

  • Unterschiedliche AC-Preise
  • Unterschiedliche DC-Preise
  • Unterschiedliche HPC-Preise
  • Roaming-Aufschläge
  • Anbieter- oder standortspezifische Preise
  • Dynamische bzw. zeitabhängige Preise
  • Blockier- und Standgebühren
  • Parkgebühren
  • Sitzungsgebühren (pro Ladevorgang)
  • Kartenausstellungsgebühren
  • Freischalt-/Aktivierungsgebühren
  • Aktions- oder Einführungspreise für den ersten Monat
  • Treue- oder Bestandskundenrabatte
  • Herstellerspezifische Vergünstigungen
  • Mitgliedschaftsvoraussetzungen
  • Kündigungsbedingungen
  • Mindestvertragslaufzeiten

Häufige Fehler beim Ladetarifvergleich

  • Nur den €/kWh-Preis vergleichen und die Grundgebühr ignorieren.
  • Nur die monatliche Grundgebühr vergleichen und die tatsächliche Lademenge ignorieren.
  • Die gesamte gefahrene Kilometerzahl verwenden, obwohl nur ein Teil davon tatsächlich über den öffentlichen Tarif geladen wird.
  • Den fahrzeugseitigen Verbrauch ohne Ladeverluste verwenden.
  • Einen Eigennetz-Preis eines Anbieters mit einem Roaming-Preis eines anderen Anbieters vergleichen, ohne es zu bemerken.
  • AC-/DC-/HPC-Preisunterschiede ignorieren.
  • Eine jährliche Vorauszahlung so behandeln, als würde sie tatsächlich monatlich abgebucht.
  • Aktionspreise als dauerhafte Preise verwenden.
  • Blockier- oder Parkgebühren ignorieren, wenn Ladepunkte regelmäßig über die Freizeit hinaus belegt werden.
  • Annehmen, der rechnerisch günstigste Tarif habe automatisch auch das beste Ladenetz für die eigenen Strecken.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich ein Ladetarif mit Grundgebühr?

Ab dem Break-even-Punkt, an dem die durch den niedrigeren kWh-Preis eingesparten Kosten die Grundgebühr ausgleichen. Unterhalb dieser Lademenge ist der Tarif ohne Grundgebühr günstiger, oberhalb der Tarif mit Grundgebühr.

Wie berechne ich den Break-even zwischen zwei Ladetarifen?

E_break = (Grundgebühr-Differenz) / (Preis-Differenz je kWh). Mit dem effektiven Strombedarf lässt sich dieser Energiewert in eine Fahrleistung umrechnen: x_break = 100·E_break/q.

Sollte ich Ladetarife in kWh oder in Kilometern vergleichen?

kWh ist die direkte Abrechnungsgröße der Anbieter. Kilometer sind intuitiver, benötigen aber den effektiven Strombedarf des Fahrzeugs zur Umrechnung. Dieser Rechner zeigt beide Größen.

Welchen Verbrauchswert soll ich eingeben?

Den effektiven Strombedarf an der Ladesäule pro 100 km, idealerweise inklusive Ladeverlusten. Nur den Bordcomputer-Verbrauch zu verwenden kann die tatsächlichen Ladekosten unterschätzen. Die Ladeverluste lassen sich mit dem Ladeverlust-Rechner separat bestimmen.

Werden Ladeverluste berücksichtigt?

Nur, wenn sie im eingegebenen effektiven Strombedarf bereits enthalten sind. Werden sie ignoriert, unterschätzt die Berechnung tendenziell die tatsächlichen Ladetarifkosten.

Kann ich einen Tarif ohne Grundgebühr mit einem Ladeabo vergleichen?

Ja. Grundgebühr auf 'Keine Gebühr' bzw. 0 € setzen. Das ist einer der Hauptzwecke dieses Rechners.

Wie vergleichen sich jährliche und monatliche Ladeabos?

Eine jährliche Gebühr wird für den Monatsvergleich durch 12 geteilt (Monatsäquivalent); tatsächlich wird der Jahresbetrag jedoch häufig einmalig im Voraus fällig. Die Jahreskosten werden deshalb mit dem tatsächlichen Jahresbetrag berechnet, nicht mit dem Monatsäquivalent mal zwölf.

Kann ich IONITY Motion, Power und ein Jahresabo vergleichen?

Ja. Jede Variante als eigenes Tarifszenario anlegen und die jeweils aktuelle Grundgebühr sowie den jeweils zutreffenden kWh-Preis eintragen. IONITY bietet derzeit sowohl monatliche als auch jährliche Abovarianten an -- Tarifbedingungen und Preise sollten jedoch stets bei der offiziellen Anbieterinformation geprüft werden, da sie sich ändern können.

Kann ich EnBW S, M und L vergleichen?

Ja, über drei Tarifkarten. Wichtig: den Preis eintragen, der tatsächlich für das gewünschte Lade-Szenario (eigenes EnBW-Netz oder Roaming) gilt.

Kann ich Aral pulse Tarife vergleichen?

Ja, z. B. eine Option ohne Grundgebühr und eine Abo-Option -- stets mit den aktuell offiziell gültigen Preisen.

Warum kann ein Tarif mit dem niedrigsten kWh-Preis trotzdem teurer sein?

Wegen der Grundgebühr. Bei geringer Lademenge kann die feste Gebühr die Ersparnis durch den niedrigeren Preis übersteigen.

Warum kann ein Tarif ohne Grundgebühr für Vielfahrer teuer werden?

Sein höherer variabler Preis summiert sich mit jeder geladenen Kilowattstunde und kann die Ersparnis der fehlenden Grundgebühr irgendwann übersteigen.

Was, wenn sich zwei Tarife nie schneiden?

Das passiert bei gleichem kWh-Preis (der Tarif mit der niedrigeren Grundgebühr ist dann immer günstiger) oder wenn ein Tarif in beiden Größen mindestens gleich gut und in einer strikt besser ist (Dominanz). In beiden Fällen gibt es keinen positiven Break-even.

Berücksichtigt der Rechner Blockier- oder Parkgebühren?

Nein. Sie hängen von Ladedauer, Standzeit und Betreiber ab und lassen sich nicht in das einfache lineare Tarifmodell (Grundgebühr + kWh-Preis) einordnen.

Berücksichtigt der Rechner Roaming-Preise?

Nur, wenn der Nutzer den zutreffenden Roaming-Preis als kWh-Preis des Tarifs einträgt.

Warum ist der Preis an einer anderen Ladestation manchmal anders?

Wegen Eigennetz- vs. Roaming-Konditionen, unterschiedlicher Länder, Standorte, Betreiber oder dynamischer Preisgestaltung.

Bedeutet der rechnerisch günstigste Tarif automatisch den besten Tarif?

Nein. Zusätzlich zählen Netzabdeckung, Zuverlässigkeit, Ladestandorte, Vertragslaufzeit, Zugang über App/Karte und Roaming-Bedingungen. Du kannst z. B. EnBW mobility+ L, IONITY Power und Aral pulse Extra als drei Tarifszenarien eingeben -- der Rechner beantwortet dabei ausschließlich die Kostenfrage, nicht die Netzqualität.

Welcher E-Auto-Ladetarif passt zu mir?

Das hängt von deinem öffentlichen Ladevolumen ab: Gelegenheitslader fahren mit einem Tarif ohne Grundgebühr oft günstiger, regelmäßige öffentliche Lader profitieren ab einer bestimmten Lademenge von einem kleineren Abo, und Vielfahrer profitieren meist am stärksten vom niedrigsten kWh-Preis, auch bei höherer Grundgebühr. Trage deine eigenen Werte ein, um den konkreten Break-even für deinen Fall zu sehen.

Ladetarif mit oder ohne Grundgebühr -- was ist günstiger?

Unterhalb des Break-even-Punkts ist der Tarif ohne Grundgebühr günstiger, oberhalb der Tarif mit Grundgebühr und niedrigerem kWh-Preis. Der Break-even ergibt sich aus E_break = Grundgebühr-Differenz / kWh-Preis-Differenz, umgerechnet in km über den effektiven Strombedarf.

Was muss ich eingeben, wenn ich meistens zu Hause oder beim Arbeitgeber lade?

Nur die Fahrleistung, deren Energie tatsächlich über die verglichenen öffentlichen Tarife geladen wird -- nicht die gesamte Fahrleistung. Beispiel: 1.500 km Gesamtfahrleistung mit nur 30 % öffentlichem Laden ergeben eine relevante öffentliche Fahrleistung von 450 km bzw. 90 kWh/Monat bei 20 kWh/100 km.

Ist Ad-hoc-Laden oder ein Ladetarif mit Vertrag günstiger?

Das hängt vom jeweiligen Preis und Ladevolumen ab. Ad-hoc-Laden lässt sich als Tarif mit 'Keine Gebühr' eingeben und direkt mit Vertrags- oder Abo-Tarifen vergleichen.

Kann ich EnBW mobility+, IONITY und Aral pulse direkt miteinander vergleichen?

Ja, über drei Tarifkarten. Trage für jeden Anbieter die aktuell gültige Grundgebühr und den für dein Lade-Szenario zutreffenden kWh-Preis ein -- Netzabdeckung und Verfügbarkeit werden dabei nicht bewertet.

IONITY Monatsabo oder Jahresabo -- was lohnt sich mehr?

Das hängt vom tatsächlichen jährlichen Ladevolumen und der jeweils aktuellen Gebühr ab. Beide Varianten lassen sich als eigene Tarifkarten (Grundgebühr 'pro Monat' bzw. 'pro Jahr') eintragen; die Jahresgebühr wird für den Vergleich auf einen Monatswert umgerechnet, real aber häufig einmalig im Voraus fällig.

Aral pulse Klassik oder Extra -- welcher Tarif lohnt sich?

Das hängt vom Break-even zwischen beiden Varianten ab: Grundgebühr-Differenz durch kWh-Preis-Differenz, umgerechnet in eine monatliche Lademenge bzw. Fahrleistung. Aktuelle Gebühren und Preise direkt beim Anbieter prüfen und eintragen.

Warum zeigt der Rechner manche mathematischen Schnittpunkte nicht als relevanten Tarifwechsel?

Bei drei Tarifen können sich zwei Linien rechnerisch schneiden, obwohl dort ein dritter Tarif bereits günstiger ist. Ein solcher Schnittpunkt ist mathematisch real, aber kein tatsächlicher Wechselpunkt des günstigsten Tarifs. Der Rechner zeigt deshalb nur die Wechselpunkte der unteren Hüllkurve aller Tarife als relevant an.

Quellen

  • Bundesnetzagentur -- öffentliche Ladeinfrastruktur, Ad-hoc-Bezahlung und Preistransparenz.
  • ADAC -- Ladetarife für Elektroautos und Ad-hoc-Laden im Vergleich.
  • Offizielle Anbieter-Tarifseiten (z. B. IONITY, EnBW mobility+, Aral pulse) als aktuelle Beispiele -- Preise vor Nutzung stets dort prüfen.