Eingaben
Form der bewegten Masse, ihre Masse und der maßgebende Durchmesser, die Zieldrehzahl an der Motorwelle und die Hochlaufzeit; optional die Übersetzung und das Trägheitsmoment des Motorläufers.
Berechne das Massenträgheitsmoment einer bewegten Masse, rechne es über die Übersetzung auf die Motorwelle um und bestimme daraus, welches Moment und welche Leistung nötig sind, um sie in der gewünschten Zeit auf Drehzahl zu bringen. Auch eine linear bewegte Masse lässt sich über den Antriebsradius einbeziehen.
Starrkörpermodell mit konstanter Winkelbeschleunigung. Berechnet wird nur das Beschleunigungsmoment – das während des Hochlaufs wirkende Lastmoment aus Reibung, Schwerkraft oder Prozesskraft kommt hinzu. Torsionselastizität, Spiel, Schlupf, Getriebewirkungsgrad und die Momentenkennlinie des Motors sind nicht enthalten.
Masse und Hochlauf festlegen.
Berechne das Trägheitsmoment einer bewegten Masse und das Moment, das ein Antrieb braucht, um sie in der gewünschten Zeit auf Drehzahl zu bringen.
Form der bewegten Masse, ihre Masse und der maßgebende Durchmesser, die Zieldrehzahl an der Motorwelle und die Hochlaufzeit; optional die Übersetzung und das Trägheitsmoment des Motorläufers.
Das Trägheitsmoment folgt aus der Geometrie: ½·m·r² beim Vollzylinder, m·r² beim dünnen Ring, ⅖·m·r² bei der Vollkugel und ½·m·(ra²+ri²) beim Hohlzylinder. Ein Getriebe reduziert es auf J/i², was sich aus der Erhaltung der kinetischen Energie ergibt; eine linear bewegte Masse wirkt über den Antriebsradius als m·r². Aus α = 2π·n/(60·t) folgt Ta = J·α, die Spitzenleistung als Ta·ω und die gespeicherte Energie als ½·J·ω².
Ein Vollzylinder mit 50 kg und 300 mm Durchmesser hat J = 0,5625 kg·m². Soll er in 2 s auf 1.500 min⁻¹ laufen, ist α = 78,54 rad/s² und damit Ta = 44,18 N·m bei 6,94 kW Spitzenleistung. Mit einer Übersetzung 5 sinkt das reduzierte Trägheitsmoment auf 0,0225 kg·m².
Quellen und Grenzen: Klassische Starrkörperdynamik, Größen nach DIN EN ISO 80000-4. Alle Reduktionen sind aus der Erhaltung der kinetischen Energie hergeleitet. Nur das Beschleunigungsmoment; Lastmoment, Torsionselastizität, Spiel, Schlupf, Getriebewirkungsgrad und die Momentenkennlinie des Motors sind nicht enthalten.
Berechne das Trägheitsmoment einer bewegten Masse und das Moment, das ein Antrieb braucht, um sie in der gewünschten Zeit auf Drehzahl zu bringen.
Das Massenträgheitsmoment beschreibt, wie stark sich ein Körper einer Änderung seiner Drehzahl widersetzt – das Gegenstück zur Masse bei geradliniger Bewegung. Es hängt nicht nur davon ab, wie schwer der Körper ist, sondern vor allem davon, wie weit sein Material von der Drehachse entfernt sitzt: Der Abstand geht quadratisch ein. Deshalb bringt eine Verkleinerung des Durchmessers fast immer mehr als eine Gewichtsersparnis.
Ta = J_ges · α mit α = 2π·n / (60·t)
Vollzylinder: J = ½·m·r² · Dünner Ring: J = m·r²Hohlzylinder: J = ½·m·(ra² + ri²) · Vollkugel: J = ⅖·m·r²Linear bewegte Masse über den Antriebsradius: J = m·r²Getriebe: J_red = J / i² (aus ½·J·ω² = ½·J_red·ω_Motor²)P_max = Ta · ω · E = ½·J·ω²| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| J, J_red | Trägheitsmoment des Körpers und sein auf die Motorwelle reduzierter Wert. |
| i | Übersetzung Motordrehzahl zu Lastdrehzahl; sie wirkt quadratisch. |
| n, t, α | Zieldrehzahl, Hochlaufzeit und die daraus folgende Winkelbeschleunigung. |
| Ta, P, E | Beschleunigungsmoment, Spitzenleistung und gespeicherte Rotationsenergie. |
Form der bewegten Masse, ihre Masse und der maßgebende Durchmesser, die Zieldrehzahl an der Motorwelle und die Hochlaufzeit; optional die Übersetzung und das Trägheitsmoment des Motorläufers.
Wähle die Form der bewegten Masse – das Formular fragt danach genau die Maße ab, die diese Form braucht. Trage Masse und Durchmesser ein, dann Zieldrehzahl an der Motorwelle und die gewünschte Hochlaufzeit. Bei einem Getriebe ergänze die Übersetzung, bei einer Servoauslegung zusätzlich das Trägheitsmoment des Motorläufers aus dem Datenblatt. Das ausgegebene Beschleunigungsmoment ist der Anteil, den du zum Lastmoment addierst, bevor du einen Motor auswählst.
Ein Vollzylinder mit 50 kg und 300 mm Durchmesser hat J = 0,5625 kg·m². Soll er in 2 s auf 1.500 min⁻¹ laufen, ist α = 78,54 rad/s² und damit Ta = 44,18 N·m bei 6,94 kW Spitzenleistung. Mit einer Übersetzung 5 sinkt das reduzierte Trägheitsmoment auf 0,0225 kg·m².
Das Beschleunigungsmoment sagt, was der Antrieb zusätzlich zum Lastmoment aufbringen muss. Die Spitzenleistung am Ende des Hochlaufs ist der Wert, an dem die Motorauswahl hängt – nicht die mittlere Leistung, die nur halb so groß ist. Das Verhältnis von reduziertem Last- zu Motorträgheitsmoment ist die dritte wichtige Zahl: Wird es sehr groß, lässt sich der Antrieb nicht mehr sauber regeln, unabhängig davon, ob das Moment reicht.
Masse in Kilogramm, Durchmesser in Millimetern, Drehzahl in min⁻¹, Zeit in Sekunden, Trägheitsmoment in kg·m², Moment in N·m. Achtung bei Datenblättern: Manche Hersteller geben das Trägheitsmoment in kg·cm² an, das ist der Faktor 10.000.
Vorauslegung von Motoren und Getrieben für Schwungmassen, Trommeln, Rollen und Werkzeugmaschinenachsen, Abschätzung der Hochlaufzeit einer vorhandenen Maschine, Dimensionierung von Bremswiderständen über die gespeicherte Rotationsenergie und Prüfung des Trägheitsverhältnisses bei Servoantrieben.
Klassische Starrkörperdynamik, Größen nach DIN EN ISO 80000-4. Alle Reduktionen sind aus der Erhaltung der kinetischen Energie hergeleitet. Nur das Beschleunigungsmoment; Lastmoment, Torsionselastizität, Spiel, Schlupf, Getriebewirkungsgrad und die Momentenkennlinie des Motors sind nicht enthalten.
Typischer Fehler: Bei einer linear bewegten Masse nicht ein Maß der Masse selbst eintragen, sondern den Teilkreisdurchmesser des Antriebsrads – nur er bestimmt, wie stark die Masse an der Welle wirkt. Die Übersetzung nicht linear ansetzen: Sie geht quadratisch ein. Und das Motorträgheitsmoment nicht mit der Übersetzung reduzieren, es sitzt bereits auf der Motorwelle.
Weil die kinetische Energie erhalten bleiben muss. Dreht die Last i-mal langsamer als der Motor, ist ihre Winkelgeschwindigkeit um den Faktor i kleiner, ihre Energie ½·J·ω² also um i² kleiner. Damit sie an der Motorwelle dieselbe Energie darstellt, muss das dort wirksame Trägheitsmoment J/i² betragen.
Bei gleicher Masse, ja. Trägheitsmoment ist Masse mal Abstandsquadrat: Material nahe der Achse trägt kaum bei, Material außen sehr stark. Wird die Bohrung ausgespart und dieselbe Masse weiter außen angeordnet, steigt das Trägheitsmoment. Ist dagegen der Außendurchmesser fest und die Masse sinkt durch die Bohrung, wird es kleiner.
Über den Radius des antreibenden Rads. Bewegt sich die Masse mit v = ω·r, ergibt die Energiegleichheit ½·m·v² = ½·J·ω² unmittelbar J = m·r². Ein Schlitten von 200 kg an einem Ritzel mit 100 mm Teilkreisdurchmesser wirkt an der Welle also wie 200·0,05² = 0,5 kg·m².
Nein, es ist nur der Beschleunigungsanteil. Während des Hochlaufs wirkt zusätzlich das Lastmoment aus Reibung, Schwerkraft oder Prozesskraft, und der Motor muss die Summe über den gesamten Drehzahlbereich liefern – bei Asynchronmotoren ist das Moment nahe der Nenndrehzahl deutlich kleiner als beim Anlauf.
Sie ist die Energie, die beim Abbremsen wieder aus dem System heraus muss. Bei häufigen Start-Stopp-Zyklen bestimmt sie die Auslegung des Bremswiderstands oder die Rückspeisefähigkeit des Umrichters und wird zur thermischen Belastung der Bremse.