Eingaben
Jede Teilfläche liefert ihre Fläche A, ihre Lage y auf einer gemeinsamen Referenzachse, ihr eigenes Flächenträgheitsmoment I um die eigene Schwerachse und ihren Elastizitätsmodul E; zusätzlich wird ein Referenz-Elastizitätsmodul gewählt.
Berechne mit der klassischen Transformed-Section-Methode aus mehreren Teilflächen unterschiedlichen Elastizitätsmoduls die modulgewichtete neutrale Achse, das transformierte Flächenträgheitsmoment und die Biegesteifigkeit EI eines Verbundquerschnitts.
Geprüft wird ein starr verbundener Verbundquerschnitt im linear-elastischen Bereich, mit Teilflächen entlang einer gemeinsamen Referenzachse. Schlupf an den Grenzflächen und Schubverbundwirkung sind nicht enthalten.
Teilflächen eingeben und berechnen.
Führe mehrere Teilflächen unterschiedlichen Elastizitätsmoduls zu einer modulgewichteten neutralen Achse, einem transformierten Flächenträgheitsmoment und einer Biegesteifigkeit EI zusammen.
Jede Teilfläche liefert ihre Fläche A, ihre Lage y auf einer gemeinsamen Referenzachse, ihr eigenes Flächenträgheitsmoment I um die eigene Schwerachse und ihren Elastizitätsmodul E; zusätzlich wird ein Referenz-Elastizitätsmodul gewählt.
Jede Teilfläche wird mit dem Transformationsfaktor n=E/E_ref skaliert. Die modulgewichtete neutrale Achse folgt aus ȳ=Σ(n·A·y)/Σ(n·A), das transformierte Flächenträgheitsmoment aus I_tr=Σ(n·I_eigen+n·A·(y−ȳ)²) und die Biegesteifigkeit aus EI=E_ref·I_tr.
Zwei Flächen mit je A=1.000 mm² und vernachlässigtem Eigenträgheitsmoment bei y=0 mm (E=100 MPa) und y=10 mm (E=200 MPa), Referenz E_ref=100 MPa: n=1 bzw. 2, daraus ȳ=6,667 mm, I_tr≈66.667 mm⁴ und EI≈6,667·10⁶ N·mm².
Quellen und Grenzen: Klassische Transformed-Section-Methode für Verbundquerschnitte (z. B. Hibbeler, Mechanics of Materials); keine Normabhängigkeit, Teile werden als starr verbunden vorausgesetzt.
Führe mehrere Teilflächen unterschiedlichen Elastizitätsmoduls zu einer modulgewichteten neutralen Achse, einem transformierten Flächenträgheitsmoment und einer Biegesteifigkeit EI zusammen.
Ein Verbundquerschnitt besteht aus mehreren, starr miteinander verbundenen Teilflächen unterschiedlichen Werkstoffs. Die Transformed-Section-Methode ersetzt diesen Querschnitt gedanklich durch einen homogenen Querschnitt aus dem Referenzwerkstoff, indem jede Teilfläche mit dem Verhältnis ihres Elastizitätsmoduls zum Referenzmodul skaliert wird.
ȳ = Σ(nᵢ·Aᵢ·yᵢ) / Σ(nᵢ·Aᵢ)
nᵢ = Eᵢ/E_refI_tr = Σ(nᵢ·I_eigen,ᵢ + nᵢ·Aᵢ·(yᵢ−ȳ)²)EI = E_ref·I_tr| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Aᵢ, yᵢ | Fläche und Lage (auf der gemeinsamen Referenzachse) der Teilfläche i. |
| I_eigen,ᵢ | Flächenträgheitsmoment der Teilfläche i um ihre eigene Schwerachse, parallel zur neutralen Achse des Verbundquerschnitts. |
| Eᵢ, E_ref | Elastizitätsmodul der Teilfläche i sowie der gewählte Referenz-Elastizitätsmodul. |
| nᵢ | Transformationsfaktor der Teilfläche i, nᵢ=Eᵢ/E_ref. |
| ȳ, I_tr, EI | Modulgewichtete neutrale Achse, transformiertes Flächenträgheitsmoment und Biegesteifigkeit des Gesamtquerschnitts. |
Jede Teilfläche liefert ihre Fläche A, ihre Lage y auf einer gemeinsamen Referenzachse, ihr eigenes Flächenträgheitsmoment I um die eigene Schwerachse und ihren Elastizitätsmodul E; zusätzlich wird ein Referenz-Elastizitätsmodul gewählt.
Lege für jede Teilfläche Fläche A, Lage y auf einer gemeinsamen Referenzachse, eigenes Flächenträgheitsmoment I (um die eigene Schwerachse, nicht um die spätere neutrale Achse) und Elastizitätsmodul E fest. Wähle anschließend einen Referenz-Elastizitätsmodul – meist den Modul eines der beteiligten Werkstoffe.
Zwei Flächen mit je A=1.000 mm² und vernachlässigtem Eigenträgheitsmoment bei y=0 mm (E=100 MPa) und y=10 mm (E=200 MPa), Referenz E_ref=100 MPa: n=1 bzw. 2, daraus ȳ=6,667 mm, I_tr≈66.667 mm⁴ und EI≈6,667·10⁶ N·mm².
Die neutrale Achse ȳ liegt bei der Transformed-Section-Methode nicht mehr beim geometrischen, sondern beim modulgewichteten Schwerpunkt – ein steiferer Werkstoff 'zieht' die neutrale Achse zu sich heran. Die Biegesteifigkeit EI ist die eigentlich aussagekräftige Größe für die Durchbiegung des Verbundquerschnitts unter Biegung, unabhängig davon, welcher Werkstoff als Referenz gewählt wurde.
Fläche in mm², Lage in mm, eigenes Flächenträgheitsmoment in mm⁴, Elastizitätsmodul in MPa; Ergebnisse in mm, mm⁴ und N·mm².
Analyse von Verbundquerschnitten aus mehreren Werkstoffen mit unterschiedlichem Elastizitätsmodul, z. B. stahlbewehrter Beton, Sandwichquerschnitte oder verklebte/verschraubte Mehrschichtbalken, bei denen die Biegesteifigkeit EI des Gesamtquerschnitts benötigt wird.
Klassische Transformed-Section-Methode für Verbundquerschnitte (z. B. Hibbeler, Mechanics of Materials); keine Normabhängigkeit, Teile werden als starr verbunden vorausgesetzt.
Typischer Fehler: Für 'eigenes Flächenträgheitsmoment' nicht versehentlich das Flächenträgheitsmoment um die gemeinsame neutrale Achse eintragen – das wird erst vom Rechner selbst über den Steiner-Anteil ergänzt. Die Wahl des Referenzwerkstoffs ändert nur, in welchem Werkstoff EI ausgedrückt wird, nicht das physikalische Ergebnis; ein falscher Referenzmodul führt aber zu falsch interpretierten transformierten Flächen.
n=E/E_ref gibt an, wie eine Teilfläche im Vergleich zum Referenzwerkstoff 'wirkt': Eine Teilfläche mit n=2 trägt zur Biegesteifigkeit so viel bei wie die doppelte Fläche desselben Referenzwerkstoffs.
Weil sich Flächenträgheitsmomente unterschiedlicher Werkstoffe nicht direkt addieren lassen – erst nach der Skalierung mit n ist der Querschnitt gedanklich homogen und die üblichen Formeln der Balkentheorie sind anwendbar.
Die neutrale Achse und die Biegesteifigkeit EI bleiben physikalisch gleich, nur das transformierte Flächenträgheitsmoment I_tr allein ändert sich zahlenmäßig, da es sich auf den gewählten Referenzmodul bezieht. EI=E_ref·I_tr ist die eigentlich aussagekräftige, referenzunabhängige Größe.
n·A·(y−ȳ)² ist der Parallelachsen- bzw. Steiner-Anteil: er berücksichtigt, dass eine Teilfläche abseits der gemeinsamen neutralen Achse liegt. Er kommt zusätzlich zum eigenen, transformierten Flächenträgheitsmoment n·I_eigen hinzu.
Ein starrer Verbund ohne Schlupf zwischen den Teilflächen (keine Relativverschiebung an den Grenzflächen) sowie linear-elastisches Verhalten aller Werkstoffe.