Fits & tolerances · ISO 286

ISO-286-Passungsrechner für Bohrung und Welle

Berechne Grenzmaße, Abmaße sowie Mindest- und Höchstspiel für Bohrung und Welle nach ISO 286.

ISO286
01

Eingaben

Nenndurchmesser und Passung gemeinsam eingeben.

Passung auswählen lassen →

ISO 286 · 0–500 mm · 20 °C

02

Ergebnisse

Passungsauswahl

Häufige Passungen vergleichen

Vergleiche die Grenzwerte am aktuellen Nennmaß. Optional kannst du einen gewünschten Bereich in µm eingrenzen.

Eingaben und Rechenweg

So funktioniert der Passungsrechner

Der Rechner bestimmt die Grenzmaße zweier ISO-286-Toleranzzonen und daraus Mindestspiel, Höchstspiel oder Übermaß.

Eingaben

Gib den Nennmaß-Durchmesser sowie die Toleranzfelder der Bohrung (Großbuchstabe, z. B. H7) und der Welle (Kleinbuchstabe, z. B. g6) ein. Der Nennmaßbereich entscheidet, aus welcher ISO-Tabelle die Grundabweichung und der IT-Toleranzgrad stammen.

Der Durchmesser legt den ISO-Größenbereich fest; dadurch ändern sich IT-Breite und Grundabweichung. Groß-/Kleinbuchstabe verschieben die Zonen relativ zur Nulllinie und bestimmen, ob überhaupt Spiel oder Übermaß entsteht.

Zusammenhang

Für jedes Toleranzfeld wird das Nennmaß mit oberem und unterem Grenzabmaß kombiniert. Aus Bohrungsgrenzmaß minus Wellengrenzmaß entstehen Mindest- und Höchstpassung; das Vorzeichen beschreibt Spiel oder Übermaß.

Beispiel

Bei 40 H7/g6 liegt die Bohrung zwischen 40,000 und 40,025 mm. Die Welle liegt etwas darunter; die Differenz der ungünstigsten Grenzmaße ist das Mindestspiel.

Quellen und Grenzen: ISO 286-1 legt Begriffe und Toleranzsystem fest; ISO 286-2 enthält die Tabellenwerte. Das Ergebnis ist eine Maßberechnung, kein Funktions- oder Montagefreigabenachweis.

Fachartikel

So funktioniert der Passungsrechner im Detail

Der Rechner bestimmt die Grenzmaße zweier ISO-286-Toleranzzonen und daraus Mindestspiel, Höchstspiel oder Übermaß.

Was beschreibt diese Größe?

Eine Toleranz beschreibt den zulässigen Größenbereich eines gefertigten Merkmals. Die Lage zur Nulllinie legt fest, ob dieser Bereich oberhalb, unterhalb oder um das Nennmaß liegt; die IT-Stufe legt seine Breite fest.

Formel und Variablen

Für jedes Toleranzfeld wird das Nennmaß mit oberem und unterem Grenzabmaß kombiniert. Aus Bohrungsgrenzmaß minus Wellengrenzmaß entstehen Mindest- und Höchstpassung; das Vorzeichen beschreibt Spiel oder Übermaß.

Eingaben richtig wählen

Gib den Nennmaß-Durchmesser sowie die Toleranzfelder der Bohrung (Großbuchstabe, z. B. H7) und der Welle (Kleinbuchstabe, z. B. g6) ein. Der Nennmaßbereich entscheidet, aus welcher ISO-Tabelle die Grundabweichung und der IT-Toleranzgrad stammen. Der Durchmesser legt den ISO-Größenbereich fest; dadurch ändern sich IT-Breite und Grundabweichung. Groß-/Kleinbuchstabe verschieben die Zonen relativ zur Nulllinie und bestimmen, ob überhaupt Spiel oder Übermaß entsteht.

So benutzt du den Rechner

Trage den Nennmaß-Durchmesser sowie die Toleranzfelder von Bohrung und Welle ein (z. B. H7 für die Bohrung, g6 für die Welle). Der Rechner liefert die Grenzmaße beider Teile und daraus Mindest- und Höchstspiel oder -übermaß.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

Bei 40 H7/g6 liegt die Bohrung zwischen 40,000 und 40,025 mm. Die Welle liegt etwas darunter; die Differenz der ungünstigsten Grenzmaße ist das Mindestspiel.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Der Durchmesser legt den ISO-Größenbereich fest; dadurch ändern sich IT-Breite und Grundabweichung. Groß-/Kleinbuchstabe verschieben die Zonen relativ zur Nulllinie und bestimmen, ob überhaupt Spiel oder Übermaß entsteht. Ein positives Spiel bedeutet, dass die Bohrung auch im ungünstigsten Grenzfall größer bleibt. Ein negatives Ergebnis ist Übermaß und muss für Montage, Temperatur und Fügekräfte separat bewertet werden.

Nennmaß und Grenzmaße in Millimeter, Toleranzfelder als Buchstabe plus IT-Grad (z. B. H7).

Typische Anwendungen

Prüfen, ob eine geplante oder vorhandene Bohrungs-Wellen-Kombination das gewünschte Spiel oder Übermaß tatsächlich einhält, etwa bei Lagersitzen, Führungen oder Wellen-Nabe-Verbindungen.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

ISO 286-1 legt Begriffe und Toleranzsystem fest; ISO 286-2 enthält die Tabellenwerte. Das Ergebnis ist eine Maßberechnung, kein Funktions- oder Montagefreigabenachweis.

Typischer Fehler: Bohrungs- und Wellenbuchstaben nicht verwechseln – Großbuchstaben sind immer Bohrungen, Kleinbuchstaben immer Wellen; H7/g6 und h7/G6 beschreiben unterschiedliche Bauteile mit vertauschten Toleranzlagen. Der Nennmaßbereich (z. B. über 18 bis 30 mm) bestimmt die Grundtoleranz mit; derselbe Buchstabe und Grad ergibt bei unterschiedlichem Nennmaßbereich unterschiedliche Absolutwerte.

Häufige Fragen

Was bedeutet ein negatives Spiel im Ergebnis?

Ein negativer Wert zeigt Übermaß an: Die Welle ist an dieser Grenzlage größer als die Bohrung, die Teile müssten also mit Kraft oder Temperaturunterschied gefügt werden.

Warum haben H7 und h7 unterschiedliche Bedeutung?

H7 bezeichnet ein Bohrungsfeld mit unterem Abmaß null, h7 dagegen ein Wellenfeld mit oberem Abmaß null; beide haben dieselbe Toleranzbreite IT7, liegen aber auf unterschiedlichen Seiten der Nulllinie.

Reicht dieses Ergebnis als Montagefreigabe?

Nein, es ist eine reine Maßberechnung bei 20 °C Bezugstemperatur. Fertigungsstreuung, Temperatureinfluss und die tatsächliche Funktion der Verbindung müssen separat bewertet werden.

Quellen, Methodik und Review

  • ISO 286-1 legt Begriffe und Toleranzsystem fest; ISO 286-2 enthält die Tabellenwerte. Das Ergebnis ist eine Maßberechnung, kein Funktions- oder Montagefreigabenachweis.

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

Verantwortlich
NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-04
Von der Funktion zur Passung

Was dieser Rechner leistet

Aus Nennmaß, Bohrungs- und Wellentoleranz berechnet der Rechner Grenzmaße sowie Mindest- und Höchstspiel beziehungsweise -übermaß.

ISO 286 beschreibt die Größenmaße von Bohrung und Welle. Ob eine Passung in der realen Baugruppe funktioniert, hängt zusätzlich von Temperatur, Form, Oberfläche und Montage ab.

Typische Aufgaben
  • Lager- und Buchsensitze
  • Führungen mit definiertem Spiel
  • Zentrierungen und lösbare Naben
Planungshinweise und Anschlussnormen

Vor der Freigabe prüfen

01

Betriebstemperatur

Unterschiedliche Wärmeausdehnung kann Spiel in Übermaß verwandeln - oder umgekehrt.

02

Geometrie und Oberfläche

Rundheit, Zylindrizität und Rauheit werden durch die Größenpassung nicht begrenzt.

03

Funktionsfall statt Gewohnheit

Erforderliches Mindestspiel oder Mindestübermaß aus Last, Schmierung und Montage ableiten.

Sinnvolle Anschlussnormen

01

ISO 1101

Form-, Richtungs-, Orts- und Lauftoleranzen für die reale Geometrie.

02

ISO 14405-1

Eindeutige Spezifikation linearer Größenmaße auf der Zeichnung.

03

ISO 21920

Oberflächenbeschaffenheit passend zu Gleit-, Dicht- oder Fügefüunktion festlegen.