f = q·L²/(8·H)
Ein frei hängendes Seil bildet eine Kettenlinie (so heißt die Seilkurve, unabhängig vom Bauteil). Bei kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite lässt sie sich sehr genau durch eine Parabel annähern.
Ein frei hängendes Seil bildet eine Kettenlinie (so heißt die Seilkurve, unabhängig vom Bauteil). Bei kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite lässt sie sich sehr genau durch eine Parabel annähern.
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f = q·L²/(8·H): Wer den Durchhang halbieren will, braucht die doppelte Horizontalzugkraft. Ein völlig straffes Seil (f → 0) erfordert eine unendlich große Kraft. Die Parabelnäherung gilt für flache Seile mit kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite.
Ein frei hängendes Seil bildet eine Kettenlinie (so heißt die Seilkurve, unabhängig vom Bauteil). Bei kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite lässt sie sich sehr genau durch eine Parabel annähern.
q=10 N/m, L=50 m und H=5.000 N ergeben f=10·2.500/(8·5.000)=0,625 m.
Schlaffes, dehnstarres Seil mit gleichmäßiger Streckenlast und gleich hohen Aufhängepunkten, kleiner Durchhang (Parabelnäherung); Seildehnung, Temperatureinfluss, Eis- und Windlast fehlen.
Der Rechner bestimmt den Durchhang eines schlaffen Seils, einer Freileitung oder eines Zugmittels unter gleichmäßiger Streckenlast mit der klassischen Parabelnäherung.
Ein frei hängendes Seil nimmt unter seinem Eigengewicht die Form einer sogenannten Kettenlinie an. Der Name bezeichnet nur diese mathematische Kurve (sie wurde historisch an hängenden Ketten untersucht) und gilt für Seile, Leitungen und Ketten gleichermaßen. Für kleinen Durchhang im Verhältnis zur Spannweite lässt sich die Kettenlinie sehr genau durch eine Parabel annähern: f=q·L²/(8·H), mit q als Streckenlast, L als Spannweite und H als horizontaler Seilzugkraft.
„Dehnstarr“ heißt nur, dass sich die Seillänge unter Last nicht ändert (Dubbel B 1.9: Längsdehnungen werden vernachlässigt). Durchhängen kann das Seil trotzdem, weil es etwas länger ist als der Abstand der Aufhängepunkte; diese Überlänge bestimmt zusammen mit der Last die Seilform. Für flache Seile zwischen gleich hohen Aufhängepunkten gilt nach Dubbel näherungsweise Seillänge ≈ L·(1 + 8·f²/(3·L²)). Im Beispiel mit L = 50 m und f = 0,625 m ist das Seil nur rund 2,1 cm länger als die Spannweite. Wird die Horizontalzugkraft verdoppelt, halbiert sich der Durchhang auf 0,31 m, und die Überlänge sinkt auf etwa 0,5 cm. Nachspannen dehnt das Seil also nicht, sondern verkürzt die frei hängende Länge um gut 1,5 cm. Ganz straff (f = 0) wird ein Seil nie: Das Gewicht kann nur von der senkrechten Komponente der Seilkraft getragen werden, und die entsteht nur bei geneigtem Seil. Ohne Durchhang wäre eine unendlich große Zugkraft nötig.
f = q·L²/(8·H)
f = q·L²/(8·H)H = q·L²/(8·f)| Symbol / Eingabe | Bedeutung |
|---|---|
| Durchhang f | Größter senkrechter Abstand des Seils von der Verbindungslinie der beiden Aufhängepunkte. |
| Streckenlast q | Gleichmäßig verteiltes Eigengewicht beziehungsweise Zusatzlast je Längeneinheit des Seils. |
| Spannweite L | Horizontaler Abstand der beiden gleich hohen Aufhängepunkte. |
| Horizontalzugkraft H | Waagerechte Komponente der Seilzugkraft, am tiefsten Punkt gleich der gesamten Seilspannung. |
q ist die gleichmäßig verteilte Last je Längeneinheit, L die Spannweite zwischen den beiden gleich hohen Aufhängepunkten, H die horizontale Komponente der Seilzugkraft.
q aus dem Eigengewicht des Seils oder der Leitung (gegebenenfalls zuzüglich Eis- oder Windlast) bestimmen, L aus der Mastweite, H aus der eingestellten Seilspannung übernehmen.
q=10 N/m, L=50 m und H=5.000 N ergeben f=10·2.500/(8·5.000)=0,625 m.
Eine größere Horizontalzugkraft H verringert den Durchhang; eine größere Spannweite L vergrößert ihn quadratisch.
q ist eine Streckenlast, L und f sind Längen, H ist eine Kraft.
Überschlägige Auslegung von Freileitungen, Seilbahnen, Wäscheleinen und ähnlichen frei hängenden Zugmitteln mit gleichmäßiger Streckenlast.
Schlaffes, dehnstarres Seil mit gleichmäßiger Streckenlast, gleich hohen Aufhängepunkten und kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite (Parabelnäherung statt exakter Kettenlinie); Seildehnung, Temperatureinfluss sowie zusätzliche Eis- und Windlast fehlen, sofern nicht bereits in q enthalten.
Typischer Fehler: Nicht die Seilzugkraft am tiefsten Punkt (H, horizontal) mit der maximalen Seilzugkraft an den Aufhängepunkten verwechseln; letztere ist wegen der Neigung dort etwas größer.
Überschlägige Auslegung von Freileitungen, Seilbahnen, Wäscheleinen und ähnlichen frei hängenden Zugmitteln mit gleichmäßiger Streckenlast.
q ist die gleichmäßig verteilte Last je Längeneinheit, L die Spannweite zwischen den beiden gleich hohen Aufhängepunkten, H die horizontale Komponente der Seilzugkraft.
Schlaffes, dehnstarres Seil mit gleichmäßiger Streckenlast, gleich hohen Aufhängepunkten und kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite (Parabelnäherung statt exakter Kettenlinie); Seildehnung, Temperatureinfluss sowie zusätzliche Eis- und Windlast fehlen, sofern nicht bereits in q enthalten.