Dubbel Mechanik B 1.9.2 Seil unter konstanter Streckenlast: FH = q·x2²/(8f)

Durchhang eines Seils zwischen zwei gleich hohen Aufhängepunkten

Bei kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite lässt sich die tatsächliche Kettenlinie sehr genau durch eine Parabel annähern.

MINTSI
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Eingaben

Größter senkrechter Abstand des Seils von der Verbindungslinie der beiden Aufhängepunkte.

Gleichmäßig verteiltes Eigengewicht beziehungsweise Zusatzlast je Längeneinheit des Seils.

Horizontaler Abstand der beiden gleich hohen Aufhängepunkte.

Waagerechte Komponente der Seilzugkraft, am tiefsten Punkt gleich der gesamten Seilspannung.

02

Ergebnis

Zielgröße auswählen und Eingaben berechnen.

Rechenweg

f = q·L²/(8·H)

Bei kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite lässt sich die tatsächliche Kettenlinie sehr genau durch eine Parabel annähern.

Eingaben verstehen
  • Durchhang fGrößter senkrechter Abstand des Seils von der Verbindungslinie der beiden Aufhängepunkte.
  • Streckenlast qGleichmäßig verteiltes Eigengewicht beziehungsweise Zusatzlast je Längeneinheit des Seils.
  • Spannweite LHorizontaler Abstand der beiden gleich hohen Aufhängepunkte.
  • Horizontalzugkraft HWaagerechte Komponente der Seilzugkraft, am tiefsten Punkt gleich der gesamten Seilspannung.
Beispiel

q=10 N/m, L=50 m und H=5.000 N ergeben f=10·2.500/(8·5.000)=0,625 m.

Annahmen und Grenzen

Schlaffes, dehnstarres Seil mit gleichmäßiger Streckenlast und gleich hohen Aufhängepunkten, kleiner Durchhang (Parabelnäherung); Seildehnung, Temperatureinfluss, Eis- und Windlast fehlen.

Fachartikel

Durchhang eines Seils zwischen zwei gleich hohen Aufhängepunkten verstehen

Der Rechner bestimmt den Durchhang eines schlaffen Seils, einer Freileitung oder eines Zugmittels unter gleichmäßiger Streckenlast mit der klassischen Parabelnäherung.

Was beschreibt diese Größe?

Für kleinen Durchhang im Verhältnis zur Spannweite lässt sich die tatsächliche Kettenlinie sehr genau durch eine Parabel annähern: f=q·L²/(8·H), mit q als Streckenlast, L als Spannweite und H als horizontaler Seilzugkraft.

Formel und Variablen

f = q·L²/(8·H)

  • f = q·L²/(8·H)
  • H = q·L²/(8·f)
Symbol / EingabeBedeutung
Durchhang fGrößter senkrechter Abstand des Seils von der Verbindungslinie der beiden Aufhängepunkte.
Streckenlast qGleichmäßig verteiltes Eigengewicht beziehungsweise Zusatzlast je Längeneinheit des Seils.
Spannweite LHorizontaler Abstand der beiden gleich hohen Aufhängepunkte.
Horizontalzugkraft HWaagerechte Komponente der Seilzugkraft, am tiefsten Punkt gleich der gesamten Seilspannung.

Eingaben richtig wählen

q ist die gleichmäßig verteilte Last je Längeneinheit, L die Spannweite zwischen den beiden gleich hohen Aufhängepunkten, H die horizontale Komponente der Seilzugkraft.

So benutzt du den Rechner

q aus dem Eigengewicht des Seils oder der Leitung (gegebenenfalls zuzüglich Eis- oder Windlast) bestimmen, L aus der Mastweite, H aus der eingestellten Seilspannung übernehmen.

Schritt-für-Schritt-Beispiel

q=10 N/m, L=50 m und H=5.000 N ergeben f=10·2.500/(8·5.000)=0,625 m.

Ergebnis und Einheiten verstehen

Eine größere Horizontalzugkraft H verringert den Durchhang; eine größere Spannweite L vergrößert ihn quadratisch.

q ist eine Streckenlast, L und f sind Längen, H ist eine Kraft.

Passender nächster Rechenschritt

Nach Dubbel B 1.9.2 gilt die Beziehung auch bei ungleich hohen Aufhängepunkten, wenn f als Durchhang gegenüber der Sehne und L als horizontale Spannweite eingesetzt werden; das Buchbeispiel (300 m, f = 67,3 m, q ≈ 30,41 N/m, FH = 5,083 kN) wird im Referenztest reproduziert.

Typische Anwendungen

Überschlägige Auslegung von Freileitungen, Seilbahnen, Wäscheleinen und ähnlichen frei hängenden Zugmitteln mit gleichmäßiger Streckenlast.

Annahmen, Grenzen und typische Fehler

Schlaffes, dehnstarres Seil mit gleichmäßiger Streckenlast, gleich hohen Aufhängepunkten und kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite (Parabelnäherung statt exakter Kettenlinie); Seildehnung, Temperatureinfluss sowie zusätzliche Eis- und Windlast fehlen, sofern nicht bereits in q enthalten.

Typischer Fehler: Nicht die Seilzugkraft am tiefsten Punkt (H, horizontal) mit der maximalen Seilzugkraft an den Aufhängepunkten verwechseln; letztere ist wegen der Neigung dort etwas größer.

Häufige Fragen

Wofür ist „Durchhang eines Seils zwischen zwei gleich hohen Aufhängepunkten“ gedacht?

Überschlägige Auslegung von Freileitungen, Seilbahnen, Wäscheleinen und ähnlichen frei hängenden Zugmitteln mit gleichmäßiger Streckenlast.

Woher kommen die Eingabewerte?

q ist die gleichmäßig verteilte Last je Längeneinheit, L die Spannweite zwischen den beiden gleich hohen Aufhängepunkten, H die horizontale Komponente der Seilzugkraft.

Was bildet das Ergebnis nicht ab?

Schlaffes, dehnstarres Seil mit gleichmäßiger Streckenlast, gleich hohen Aufhängepunkten und kleinem Durchhang im Verhältnis zur Spannweite (Parabelnäherung statt exakter Kettenlinie); Seildehnung, Temperatureinfluss sowie zusätzliche Eis- und Windlast fehlen, sofern nicht bereits in q enthalten.

Quellen, Methodik und Review

  • Dubbel, Mechanik B 1.9.2 Seil unter konstanter Streckenlast: FH = q·x2²/(8f); Beispiel x2 = 300 m, f = 67,3 m, q ≈ 30,41 N/m → FH = 5,083 kN (lokale Kapitel-PDF)

Die methodischen Grundsätze, Quellenhierarchie und automatisierten Prüfungen sind auf der Methodikseite dokumentiert. Methodik ansehen

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NormCalc-Redaktion
Zuletzt aktualisiert
2026-09-17